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Minuskel 97

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Manuskripte des Neuen Testaments
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Minuskel 97
Text Neues Testament (ohne Evangelien und Apokalypse)
Sprache griechisch
Datum 12. Jahrhundert
Lagerort Herzog August Bibliothek
Größe 18 × 13,5 cm
Typ Byzantinischer Texttyp
Kategorie V

Minuskel 97 (in der Nummerierung nach Gregory-Aland), α 260 (von Soden) ist eine griechische Minuskelhandschrift des Neuen Testaments auf 204 Pergamentblättern (18 × 13,5 cm). Mittels Paläographie wurde das Manuskript auf das 12. Jahrhundert datiert. Die Handschrift ist nicht vollständig.<ref name = Aland>K. Aland, M. Welte, B. Köster, K. Junack: Kurzgefasste Liste der griechischen Handschriften des Neues Testaments, Walter de Gruyter, Berlin, New York 1994, S. 52. </ref>

Beschreibung

Die Handschrift enthält den Text des Neuen Testaments außer den Evangelien und der Offenbarung des Johannes mit einer Lücke (Apg 16,39-17,18). Er wurde einspaltig mit je 27 Zeilen geschrieben.<ref name = Aland/> Die Handschrift enthält die Euthalianische apparatus, Unterschriften, στιχοι, Synaxarion, Menologion, αναγνωσεις (liturgische) und Anmerkungen am Rande.<ref name = Scrivener>Frederick Henry Ambrose Scrivener: A Plain Introduction to the Criticism of the New Testament. Band 1. London 1894, S. 291.</ref><ref name = Gregory>Caspar René Gregory: Textkritik des Neuen Testaments. Band 1. Leipzig 1900, S. 272 (Internet Archive).</ref> Sie enthält scholia am Rande von Johannes Chrysostomos und Œcumenius.<ref name = Scrivener/>

Die Reihenfolge der Bücher ist Apostelgeschichte, Katholische Briefe und Paulusbriefe. Der Hebräerbrief ist als letztes Buch von Paulus aufgeführt.<ref name = Gregory/>

Text

Der griechische Text des Kodex repräsentiert den byzantinischen Texttyp. Kurt Aland ordnete ihn in Kategorie V ein.<ref>Kurt und Barbara Aland, Der Text des Neuen Testaments. Einführung in die wissenschaftlichen Ausgaben sowie in Theorie und Praxis der modernen Textkritik. Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 1989, ISBN 3-438-06011-6, S. 141.</ref>

Geschichte

Die Handschrift war von einem Theodoret in der Bibliothek des Klosters Megisti Lavra auf dem Athos niedergelegt worden.<ref name = Scrivener/> Sie kam vom Athos nach Deutschland. Die Handschrift wurde durch Langer untersucht und kollationiert (für Johann Jakob Griesbach).<ref name = Gregory/>

Der Kodex befindet sich in der Herzog August Bibliothek (Cod. Guelf.104.2 Gud. graec.) in Wolfenbüttel.<ref name = Aland/>

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />