Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Militärtechnische Schule der Landstreitkräfte „Erich Habersaath“ – Wikipedia Zum Inhalt springen

Militärtechnische Schule der Landstreitkräfte „Erich Habersaath“

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
MTS der LaSK
— X —
Gründung 1964
Trägerschaft Datei:Emblem of the Ground Forces of NVA (East Germany).svg NVA, Kommando LaSK
Ort Prora
Land DDR
Kdr. der MTS Generalmajor Willi Dörnbrack (1984–1989)
Datei:Orden-NVA-2-09.jpg
Absolventenmedaille der Militärschule „Erich Habersaath“

Die Militärtechnische Schule „Erich Habersaath“ (kurz MTS der LaSk oder MTS Prora) war eine Ausbildungseinrichtung der Landstreitkräfte der NVA in Prora. Sie wurde am 1. Dezember 1969 nach dem Arbeiterführer Erich Habersaath benannt.

Geschichte

Standort

Die Grundsteinlegung für den Standort, der in der Zeit des Nationalsozialismus als KdF-Seebad geplant, jedoch als solcher nie genutzt wurde, erfolgte am 2. Mai 1936, Baubeginn war allerdings erst im November 1936. In einen dieser sechsgeschossigen Blöcke kam dann nach dem Zweiten Weltkrieg auch die Militärschule.<ref>Gerd Langguth: Angela Merkel: Aufstieg zur Macht : Biografie (= DTV. Band 34414). 2. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2007, ISBN 978-3-423-34414-2, S. 155 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Technische Unteroffiziersschule

1968 wurde eine Technische Unteroffiziersschule (TUS) aufgebaut, die ein Jahr später nach Erich Habersaath benannt wurde.

Fachbereiche

Polittechnik

Ausbildung an Rundfunk-Kino-Einrichtungen RKE-75 zu Wiedergabemechanikern. Aufgaben: Beschallung stationär und feldmäßig, Fotografie inkl. Entwicklung, Wiedergabe von Kinofilmen. Neben vier Zügen mit Wiedergabetechnikern gab es einen fünften Zug mit Druckern.

Raketentruppen

Als selbstständige Ausbildungseinrichtung der Raketentruppen der Landstreitkräfte war in Prora auch das Raketenausbildungszentrum 40 der Landstreitkräfte unter Führung von Oberstleutnant (später Oberst) Martin angesiedelt. Das RAZ-40 wurde am 1. November 1977 aufgestellt. Das RAZ-40 ist durch Zusammenlegung aus der RAA-25 (taktische Raketen) und der RAA-15 (operativtaktische Raketen) entstanden. Es diente zur Ausbildung von Soldatenspezialisten und zur Heranbildung von Unteroffizieren der Raketentruppen der NVA-Landstreitkräfte. Es wurden auch Qualifizierungen von Fähnrichen und Offizieren durchgeführt. Am 30. November 1986 wurde das RAZ-40 aufgelöst und als Fachrichtung 8 in die Militärtechnische Schule „Erich Habersaath“ übernommen.

Kraftfahrzeugtechnik

Datei:NVA Kfz-Meister Urkunde.jpg
Meisterbrief des Fachbereichs Kraftfahrzeugtechnik

Im Fachbereich Kraftfahrzeugtechnik wurden Unteroffiziersdienstgrade mit mehrjähriger Erfahrung auf diesem Gebiet zum „Meister für Kfz-Instandhaltung“ ausgebildet.

Nachrichtentechnik

Im Fachbereich Nachrichtentechnik wurden Spezialisten für die Instandsetzung militärischer Funk- und Fernmeldetechnik ausgebildet.

Militärmusik

Der Fachbereich Militärmusik wurde ab 1972 durch Oberst Heinz Schulz aufgebaut und am 1. September 1975 als Fachrichtung Militärmusik der Militärtechnischen Schule offiziell eröffnet.<ref name="Prora">Die Militärmusikschule in Prora (online), abgerufen am 4. Januar 2024 </ref> Bereits seit 1974 und noch bis 1978 war Schulz auch formell Kommandeur dieser Militärmusikschule.<ref name="egbolm">Komponistenbiographie Heinz Schulz (online), Zugriff am 4. Januar 2024</ref> Unter seiner Leitung wurden in Prora Musiker für die Teilstreitkräfte der NVA sowie für die Grenztruppen der DDR ausgebildet. Die Studiendauer betrug zunächst drei, später vier Jahre, und pro Studienjahr wurden 30 angehende Militärmusiker ausgebildet.<ref name="Prora">Die Militärmusikschule in Prora (online), abgerufen am 4. Januar 2024 </ref> 1978 wurde Schulz pensioniert,<ref name="Prora">Die Militärmusikschule in Prora (online), abgerufen am 4. Januar 2024 </ref> sein Nachfolger in Prora wurde Oberstleutnant Hans Kochanowski.<ref name="Prora">Die Militärmusikschule in Prora (online), abgerufen am 4. Januar 2024 </ref>

Nach 1990

1990 wurde die Schule durch die Bundeswehr übernommen. Sie wurde dann auf Befehl des Bundeswehrkommandos Ost zum 30. September 1991 aufgelöst.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte des Standortes Prora (Memento vom 25. Januar 2016 im Internet Archive)</ref>

Literatur

  • Torsten Diedrich, Hans Ehlert, Rüdiger Wenzke: Im Dienste der Partei: Handbuch der bewaffneten Organe der DDR. Ch. Links Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-86153-160-7.
  • Stefan Wolter: Prora – Inmitten der Geschichte. Bd. I: Der südliche Koloss und die Erinnerungskultur, Norderstedt 2015, ISBN 978-3-7386-3237-8.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Kommando LaSK der Landstreitkräfte der NVA Koordinaten: 54° 26′ 50,2″ N, 13° 34′ 14,8″ O

 {{#coordinates:54,447286617222|13,570765256944|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=DE-MV
   |type=landmark
  }}