Mikrozytose
Die Bezeichnung Mikrozyt (mikros, griechisch für ‚klein, gering‘) verwendet man in der Medizin für abnorm kleine rote Blutkörperchen (Erythrozyten). Mikrozytose ist der Fachbegriff für das Auftreten verkleinerter roter Blutkörperchen im Blutbild. Bei der Mikrozytose ist das mittlere Erythrozytenvolumen (MCV) auf weniger als 80 Femtoliter (fl) verringert (Normalwert für Erwachsene 80 bis 96 fl). Wenn gleichzeitig eine Blutarmut besteht, spricht man von einer mikrozytären Anämie.<ref name="Thomas">L. Thomas (Hrsg.): Labor und Diagnose. 5. Auflage. TH-Books-Verlag-Ges. Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-9805215-3-2, S. 486.</ref>
Die häufigste Ursache für eine Mikrozytose ist der Eisenmangel, sie wird aber auch bei Kupfer- und Vitamin-B6-Mangel beobachtet. Daneben sind auch vererbte Formen bekannt, wie z. B. die β-Thalassaemia minor, eine Form der Mittelmeeranämie.<ref name="Thomas" /> Auch bei einem portosystemischen Shunt und einem Natriummangel kann eine Mikrozytose auftreten. Bei einigen asiatischen Hunderassen (Akita Inu, Chow-Chow, Shar-Pei, Shiba Inu) ist eine Mikrozytose physiologisch.<ref>R. Mitschke: Interpretation von Veränderungen im Blutausstrich – 2. Erythrozyten und Thrombozyten. In: Fachpraxis. 49, 2006, S. 14–20.</ref>
Literatur
- Gerhard Thews, Peter Vaupel: Vegetative Physiologie. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-662-10747-8, S. 39. (Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <#v=onepage eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.).
Einzelnachweise
<references />
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