Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Micoperi – Wikipedia Zum Inhalt springen

Micoperi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Micoperi Marine Contractors)
Micoperi Srl

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Micoperi logo.svg
Rechtsform Srl
Gründung 1946<ref name="mp-hist1">Firmengeschichte von Micoperi. Unternehmenswebsite (englisch); abgerufen am 12. April 2009.</ref>
Sitz Ravenna, Italien
Leitung Claudio Bartolotti
Branche Dienstleister in der Offshore-Industrie
Website www.micoperi.com

Die Micoperi Srl, auch Micoperi Marine Contractors, ist ein italienischer Dienstleister der vorwiegend in der Offshore- aber auch in der Onshore-Industrie tätig ist. Der Hauptsitz von Micoperi ist in Ravenna. Des Weiteren unterhält das Unternehmen einen Stützpunkt in Ortona, welcher als Logistikzentrum und Wartungsbasis fungiert.

Unternehmensgeschichte

Micoperi wurde 1946 als Bergungsunternehmen gegründet, um Schifffahrtswege von Schiffswracks zu befreien, die während des Zweiten Weltkrieges gesunken sind. Nachdem die Aktivitäten im Mittelmeer abnahmen, spielte das Unternehmen eine wichtige Rolle im Räumen des Sues-Kanals.<ref name="mp-hist1" />

Ende der 1980er-Jahre kam das Unternehmen durch den Rückgang von Aufträgen, die durch den niedrigen Ölpreis ausgelöst wurde, in finanzielle Probleme. Das Unternehmen wurde daraufhin umstrukturiert und Micoperi war gezwungen, viele seiner großen Schiffe, wie die Pearl Marine oder die Saipem 7000, der zweit-leistungsfähigste Schwimmkran der Welt, zu verkaufen.<ref name="mp-hist1" />

1996 wurde Micoperi von der Protan Gruppe, die ebenfalls in Ravenna beheimatet ist, übernommen. Protan ist seit 1962 als einer der Hauptauftragnehmer des italienischen Energiekonzerns Eni tätig.<ref name="mp-hist1" />

Produkte und Aktivitäten

Datei:Crane vessel micoperi30 giglio 3.JPG
Kranschiff „Micoperi 30“ vor Giglio

Geschäftsfelder

  • Erstellung, Transport und Installation von Offshorebauwerken
  • Verlegen von Gas und Öl-Pipelines auf See
  • Herstellung und Installation von Anlegebrücken und Hochseeterminals
  • Bau von Häfen, Piers und Wellenbrechern
  • Forschung und Studien für Tiefsee-Projekte<ref name="mp-ma1">Micoperi mit den Hauptgeschäftsfeldern. micoperi.com (englisch); abgerufen am 12. April 2009.</ref>

Geschäftsregionen

Die Hauptregionen, in denen das Unternehmen heute tätig ist, sind das Mittelmeer, Südostasien und in Westafrika hauptsächlich vor Nigeria.<ref name="mp-ma1" />

Entführung der Buccaneer durch Piraten

Im April 2009 erlangte das Unternehmen eine breite internationale Medienresonanz, als der Schlepper Buccaneer (deutsch „Freibeuter“) gekapert wurde. Der Schlepper von Micoperi befand sich auf dem Weg von Singapur nach Sues, als er am 11. April 2009 im Golf von Aden in die Gewalt von somalischen Piraten kam. Die Besatzung des 75-m-Schiffes bestand aus zehn Italienern, fünf Rumänen und einem Kroaten.<ref name="micoperi-buc1">Artikel zur Entführung. 20min.ch; abgerufen am 12. April 2009.</ref><ref name="micoperi-buc2">Bangen um US-Kapitän Phillips. tagesschau.de, 11. April 2009</ref><ref name="micoperi-buc3">Nachricht zur Entführung. CNN.com (englisch); abgerufen am 12. April 2009</ref> Die Besatzung des Schiffes und das Schiff selbst wurden am 10. August 2009 schließlich freigelassen.<ref name="micoperi-buc3-so">Meldung zur Freilassung. Spiegel Online; abgerufen am 7. Dezember 2009.</ref>

Bergung der Costa Concordia

Im April 2012 erhielt ein Konsortium aus Titan Salvage und Micoperi den Zuschlag für die Bergung der Costa Concordia, die im Januar 2012 vor der Insel Giglio auf ein Riff gelaufen und infolgedessen vor der Insel auf Grund gegangen war. Aufgrund der Lage des Wracks im Nationalpark direkt vor der Insel soll das Schiff vor Ort mit Hilfe von Schwimmkörpern aufgerichtet und am Stück abtransportiert werden. Die Bergung ist die größte je vorgenommene Operation dieser Art.<ref name="tirreno120116">Domani si comincia a svuotare i serbatoi In: iltirreno.it, 16. Januar 2012.</ref> Die Kosten werden sich voraussichtlich auf ca. 400 Millionen Euro belaufen.<ref>Wrack der „Costa Concordia“ ist gesichert. tagesschau.de, 2. November 2012; abgerufen am 2. Oktober 2012.</ref> Nach Abschluss der Bergungsarbeiten wurden die Kosten sogar mit 1,5 Milliarden Euro angegeben.<ref>Havarie der Costa Concordia kostet 1,5 Milliarden Euro. Focus, 7. Juli 2014, abgerufen am 11. Oktober 2025.</ref>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />