Michelle Müntefering
Michelle-Jasmin Gabriele Müntefering (* 9. April 1980 in Herne; geb. Schumann) ist eine deutsche Journalistin und Politikerin (SPD). Sie war von 2013 bis 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages und vertrat als direkt gewählte Abgeordnete den Bundestagswahlkreis Herne – Bochum II.<ref>Ergebnisse Bundeswahlen 2017 und 2013, Wahlgebiet Herne Erststimme, Link.</ref> Von März 2018 bis Dezember 2021 war sie Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik beim Bundesminister des Auswärtigen im Kabinett Merkel IV.<ref>Auswärtiges Amt: Staatsministerin Michelle Müntefering. Abgerufen am 31. August 2021.</ref> Seit 2025 ist sie Geschäftsführerin der Allianz Deutscher Produzentinnen und Produzenten – Film, Fernsehen und Audiovisuelle Medien (Produktionsallianz).
Leben
Während ihrer Schulzeit an der Hiberniaschule in Herne, an der sie 2000 ihr Abitur erlangte, absolvierte Michelle Müntefering von 1997 bis 1998 eine im Konzept der Schule mögliche Ausbildung mit Abschluss zur Kinderpflegerin. Nach Praktika und freier Mitarbeit in einer Lokalredaktion und bei einer Nachrichten- und Presseagentur begann sie 2002 ein Journalismus-Studium mit dem Schwerpunkt Wirtschaft. Das Studium an der Fachhochschule Gelsenkirchen schloss sie 2007 mit dem akademischen Grad Bachelor of Arts ab.<ref>Glück auf! Und danke für alles, Karl-Martin Obermeier! Abgerufen am 31. August 2021.</ref> Anschließend arbeitete sie zunächst freiberuflich in der Medienarbeit unter anderem für den Verband der Wohnungswirtschaft (VDW). 2008 und 2009 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deutschen Bundestag. Von 2008 bis 2010 absolvierte sie ein Volontariat bei der Vorwärts-Verlagsgesellschaft in Berlin. Bis zu ihrer Wahl in den Deutschen Bundestag war sie als freie Journalistin tätig.
Seit dem 1. Juli 2025 ist sie als Nachfolgerin von Björn Böhning Hauptgeschäftsführerin und Sprecherin des Gesamtvorstands der Allianz Deutscher Produzentinnen und Produzenten – Film, Fernsehen und Audiovisuelle Medien.<ref>Michelle Müntefering wird neue GF der Produktionsallianz. In: new-business.de. 1. Juli 2025, abgerufen am 14. Juli 2025.</ref>
Seit 2009 ist sie mit Franz Müntefering verheiratet.<ref>Michelle heißt jetzt Müntefering. spiegel.de vom 12. Dezember 2009 (abgerufen am 13. März 2018).</ref>
Partei
Michelle Müntefering trat 1999 in die SPD ein und engagierte sich zunächst bei den Jusos in Herne, deren stellvertretende Vorsitzende sie von 1999 bis 2004 war. 2002 wurde sie in Herne im Alter von 22 Jahren zur stellvertretenden Parteivorsitzenden des SPD-Unterbezirks Herne und 2004 als jüngstes Mitglied in den Landesvorstand der SPD Nordrhein-Westfalen gewählt. Diesem gehörte sie bis 2014 an.
Sie absolvierte von 2007 bis 2009 die neu gegründete „Führungsakademie der sozialen Demokratie“ der SPD. Zu ihrem Jahrgang gehörten auch Lars Klingbeil, Nancy Faeser, Svenja Schulze und Eva Högl.<ref>Klaus Tovar: Die Führungsakademie der sozialen Demokratie. In: Zeitschrift für Politikberatung. Band 2, Nr. 2, Juni 2009, S. 275–284.</ref><ref>Führungsakademie: Wie die SPD künftig ihr Spitzenpersonal ausbildet. Abgerufen am 25. Oktober 2025.</ref><ref>Fellows der Führungsakademie der sozialen Demokratie (2007–2015), Parteischule im Willy-Brandt-Haus, November 2015.</ref>
2012 wählten sie die Delegierten der SPD im seit 1961 von der SPD gehaltenen Bundestagswahlkreis Herne – Bochum II zu ihrer Kandidatin für die Bundestagswahl 2013. In einer Kampfabstimmung setzte sie sich mit 77:55 Stimmen gegen die Herner Stadtverordnete Anke Hildenbrand durch.<ref>Michelle Müntefering triumphiert gegen den Mogler. Welt.de, abgerufen am 27. September 2012.</ref><ref>SPD nominiert Michelle Müntefering für den Bundestag. Süddeutsche.de, abgerufen am 27. September 2012.</ref> Ein dritter Kandidat, der vorwärts-Chefredakteur Uwe Knüpfer, hatte seine Kandidatur nach einem schlechten Ergebnis in einer Vorabstimmung im Unterbezirk Herne zurückgezogen.<ref>Michelle Müntefering nominiert. RP-Online.de, abgerufen am 27. September 2012.</ref>
Von Dezember 2021 bis Juni 2025 saß sie als Beisitzerin im SPD-Parteivorstand.<ref>https://www.spd.de/partei/#c75377</ref> 2023 wurde sie im zweiten Wahlgang in diesem Amt bestätigt.<ref>Signal der Geschlossenheit: SPD-Parteitag bestätigt die Führungsspitze | Vorwärts. Abgerufen am 10. Dezember 2023.</ref>
Im September 2023 scheiterte sie beim Versuch, einen Platz auf der NRW-Liste der SPD für die Europawahl zu erlangen. Bei einer Sitzung des SPD-Regionalverbands Westliches Westfalen verlor sie die Abstimmung über den Frauenplatz an der Spitze der Europa-Liste gegen die EU-Abgeordnete Birgit Sippel.<ref>T-Online: SPD-Politikerin Müntefering scheitert mit Kandidatur für EU-Wahl, Artikel vom 15. September 2023, aufgerufen am 22. November 2023</ref> In der Folge wurde sie vom SPD-Landesparteirat nicht für die Europawahl nominiert. Jedoch wurde sie bei der Europadelegiertenkonferenz am 28. Januar 2024 als Ersatzkandidatin für die SPD-Spitzenkandidatin Katarina Barley aufgestellt.<ref>Bundesliste der SPD zur Europawahl 2024 auf spd.de, abgerufen am 6. März 2024.</ref>
Abgeordnetentätigkeit
Im Jahr 2004 kandidierte Müntefering erstmals im Wahlbezirk Eickel-Nord für den Rat der Stadt Herne und wurde zur ehrenamtlichen Stadtverordneten gewählt. Diese Funktion übte sie bis September 2013 aus.<ref>Biografie › Michelle Müntefering. Abgerufen am 31. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Bei der Bundestagswahl 2013 wurde sie, als Nachfolgerin von Gerd Bollmann, mit 48,9 Prozent der Erststimmen direkt in den Deutschen Bundestag gewählt.
Im 18. Deutschen Bundestag war Michelle Müntefering ordentliches Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und im Unterausschuss Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik. Ab 2015 fungierte sie als Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion im Unterausschuss Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik. Außerdem war sie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz sowie im Unterausschuss Kommunales.<ref>Deutscher Bundestag – Auswärtiger Ausschuss. In: Deutscher Bundestag. (bundestag.de [abgerufen am 22. März 2018]).</ref> Bis März 2018 war sie Vorsitzende der Deutsch-Türkischen Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag.<ref>Deutscher Bundestag – Weltweit vernetzt – die Parlamentariergruppen. In: Deutscher Bundestag. (bundestag.de [abgerufen am 22. März 2018]).</ref>
Bei der Bundestagswahl 2017 gelang ihr der Wiedereinzug in den Bundestag. Mit 41,9 Prozent errang sie erneut das Direktmandat und zugleich das beste Erststimmenergebnis der SPD in Nordrhein-Westfalen.<ref>Michelle Müntefering (SPD): Sie holte das beste Erststimmenergebnis für die NRW-SPD. Abgerufen am 23. Juli 2020.</ref>
Im 19. Deutschen Bundestag wurde sie zunächst zur kulturpolitischen Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion gewählt;<ref>Aufbruch in der Kultur- und Medienpolitik. 8. Februar 2018, abgerufen am 31. August 2021.</ref> sie legte dieses Amt mit der Ernennung zur Staatsministerin nieder.
Bei der Bundestagswahl 2021 konnte sie ihr Direktmandat mit 43,4 Prozent der Erststimmen erfolgreich verteidigen.<ref>Ergebnisse Herne – Bochum II – Der Bundeswahlleiter. Abgerufen am 9. Dezember 2021.</ref>
Bei der Bundestagswahl 2025 kandidierte sie nicht erneut.<ref>Bundestagsabgeordnete: Michelle Müntefering tritt nicht mehr für Bundestag an. In: zeit.de. 11. Juni 2024, abgerufen am 11. Juni 2024.</ref>
Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik a. D.
Von März 2018 bis Dezember 2021 war Müntefering Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik beim Bundesminister des Auswärtigen im Kabinett Merkel IV.<ref>Deutscher Bundestag – Michelle Müntefering. In: Deutscher Bundestag. (bundestag.de [abgerufen am 22. März 2018]).</ref>
In dieser Funktion förderte Müntefering die weltweite zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit sowie den kulturellen und wissenschaftlichen Austausch.<ref>Stuttgarter Zeitung, Stuttgart Germany: Staatsministerin Michelle Müntefering: „Kulturpolitik ist eine sanfte Macht“. Abgerufen am 31. August 2021.</ref> Sie unterstützte die Gründung und den Ausbau von Schutzprogrammen für bedrohte Wissenschaftler, Journalisten, Künstler, Menschenrechtler und Studierende, wie die Philipp-Schwartz-Initiative, die Martin-Roth-Initiative, die Elisabeth-Selbert-Initiative und das Hilde-Domin-Programm. Auf ihre Initiative wurde der Freiwilligendienst Kulturweit um die Programmlinie naturweit ergänzt. Damit haben junge Menschen die Möglichkeit, sich unter anderem in Geoparks und Biosphärenreservaten als Freiwillige für den Naturschutz einzusetzen.<ref>Natur-Freiwilligendienst kommt. Abgerufen am 31. August 2021.</ref>
Im Auswärtigen Amt war sie außerdem für die auswärtigen Beziehungen zu den Staaten Subsahara-Afrikas zuständig.<ref>Organisationsplan. In: Auswärtiges Amt. Abgerufen am 31. August 2021.</ref> In zahlreichen Reden forderte Müntefering eine Partnerschaft mit Afrika auf Augenhöhe.<ref>Auswärtiges Amt: Rede von Staatsministerin Michelle Müntefering bei der Eröffnung des Außenwirtschaftstags Architektur, Planen, Bauen. Abgerufen am 31. August 2021.</ref><ref>Michelle Müntefering: Afrika ist überall. In: Politik & Kultur. Deutscher Kulturrat, 1. Oktober 2019, abgerufen am 31. August 2021 (deutsch).</ref> Sie setzte sich für die Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte<ref>Auswärtiges Amt: Rede von Staatsministerin Michelle Müntefering bei der virtuellen Konferenz „Colonialism as Shared History: Past, Present and Future“. Abgerufen am 31. August 2021.</ref> sowie die Rückgabe von Kulturgütern und sterblichen Überresten ein.<ref>Monika Grütters, Michelle Müntefering: Kolonialismus und Raubkunst: Eine Lücke in unserem Gedächtnis. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 31. August 2021]).</ref> Große mediale Aufmerksamkeit erfuhr die Rückgabe sterblicher Überreste an Namibia im August 2018.<ref>Deutsche Welle (www.dw.com): Müntefering entschuldigt sich bei Herero und Nama für deutsche Verbrechen | DW | 29. August 2018. Abgerufen am 31. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Müntefering macht sich außerdem für den Schutz von Frauen in der Welt und eine stärkere Einbeziehung von Frauen in Friedensverhandlungen, Konfliktschlichtung und Wiederaufbau stark.<ref>Sammelband „Female Diplomacy“ – „Frauen sind besonders diplomatisch“. Abgerufen am 31. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In einer Rede vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am 25. Oktober 2018 sagte sie: „Wir können es uns nicht leisten, das Potential der Frauen für Sicherheit, Stabilität und nachhaltigen Frieden zu vernachlässigen.“<ref>Auswärtiges Amt: Rede von Staatsministerin Michelle Müntefering in der offenen Debatte des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen zur Resolution 1325 – 25. Oktober 2018. Abgerufen am 31. August 2021.</ref>
2021 vertrat sie die Bundesrepublik Deutschland bei der G20-Kulturministerkonferenz in Rom und setzte sich dort für die Schaffung eines Rettungsmechanismus gegen die Zerstörung von Kulturgütern während Naturkatastrophen und Konflikten ein.<ref>Ulrike Knöfel: Michelle Müntefering (SPD) fordert Akutmaßnahmen für Kulturgüter in Katastrophengebieten. Der Spiegel, abgerufen am 31. August 2021.</ref>
Mitgliedschaften
Michelle Müntefering engagiert sich in zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen. Sie ist eine vor drei stellvertretenden Vorsitzenden des Beirats der Kulturakademie Tarabya<ref>Kulturakademie Tarabya: Kulturakademie Tarabya | Organisation. Abgerufen am 31. August 2021.</ref>. Darüber hinaus gehört Müntefering dem Kuratorium des Marie-Schlei-Vereins an.<ref>Transparenz und Mitgliedschaften › Michelle Müntefering. Abgerufen am 31. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Bis Oktober 2018 war Müntefering Vizepräsidentin der Deutsch-Türkischen Gesellschaft e. V. Berlin<ref>Angaben des Deutschen Bundestags</ref> und Vorsitzende des Kuratoriums der Deutschen Orient-Stiftung, Berlin. Sie ist Mitglied der Gewerkschaft IG BCE, bei Amnesty International, der AWO und in der überparteilichen Europa-Union Deutschland, die sich für ein föderales Europa und den europäischen Einigungsprozess einsetzt.<ref>Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag A–Z. In: Webseite der Europa-Union Deutschland. Abgerufen am 25. November 2020.</ref>
Positionen
Seit ihrem Einzug in den Bundestag setzte sich Müntefering kontinuierlich für die Entlastung hochverschuldeter Kommunen sowie die Schaffung von gleichwertigen Lebensverhältnissen ein.<ref>Tobias Bolsmann: Michelle Müntefering hat im Bundestag für Kommunen gekämpft. 31. August 2017, abgerufen am 31. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Volle Unterstützung für Solidarpakt von Scholz | Stellungnahme von Michelle Müntefering und Alexander Vogt. Abgerufen am 31. August 2021.</ref>
Im November 2019 schlug Müntefering ein Denkmal für ehemals als Gastarbeiter bezeichnete Einwanderer vor.<ref>Michelle Müntefering fordert Denkmal für Gastarbeiter. In: Zeit Online. 7. November 2018, abgerufen am 31. August 2021.</ref> Es soll den Beitrag von Einwanderern zum Wohlstand in Deutschland würdigen.<ref>Stefan Schulte: Konzerne und Politik wollen Gastarbeiter-Denkmal im Revier. 21. November 2019, abgerufen am 31. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Sonstiges
In der Nacht zum 22. August 2017 wurden Brandanschläge auf Münteferings Privat- und ein SPD-Wahlkampfauto vor ihrem Haus verübt. Zwei schwarz gekleidete Männer, einer mit Sturmhaube, liefen vom Tatort weg. Die Polizei setzte auch einen Hubschrauber und einen Hundeführer ein, um die Täter zu finden. Die Ermittlungen übernahm der Staatsschutz.<ref>Spiegel Online: Autos von Michelle Müntefering angezündet, Artikel vom 22. August 2017, aufgerufen am 22. August 2017</ref>
Im Jahr 2004 gewann Müntefering das „Silberne Mikrofon“ des nationalen Rhetorikwettbewerbs der Deutschen Rednerschule GmbH in Berlin.<ref>Lebenslauf › Michelle Müntefering. Abgerufen am 31. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Publikationen
- als Hrsg.: Welt der Frauen. Von Worten und Taten, die für uns alle gut sind. Elisabeth Sandmann Verlag, München 2021, ISBN 978-3-945543-93-1.
Weblinks
- Biografie beim Deutschen Bundestag
- Vorlage:IMDb/1
- Website von Michelle Müntefering
- Deutschlandfunk Kulturfragen. Debatten und Dokumente vom 26. August 2018: Kulturarbeit über alle Grenzen hinweg
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Müntefering, Michelle |
| ALTERNATIVNAMEN | Müntefering, Michelle-Jasmin Gabriele (vollständiger Name); Schumann, Michelle-Jasmin (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Journalistin und Politikerin (SPD), MdB |
| GEBURTSDATUM | 9. April 1980 |
| GEBURTSORT | Herne |
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- Bundestagsabgeordneter (Nordrhein-Westfalen)
- Mitglied des Auswärtigen Ausschusses (Deutscher Bundestag)
- Staatsminister im Auswärtigen Amt
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- Mitglied der Europa-Union Deutschland
- Politiker (Herne)
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- Deutscher
- Geboren 1980
- Frau