Michail Iwanowitsch Dragomirow
Michail Iwanowitsch Dragomirow ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), * 8.jul. / 20. November 1830greg. bei Konotop, Gouvernement Tschernigow, Russisches Kaiserreich, heute Ukraine; † 15.jul. / 28. Oktober 1905greg. ebenda) war ein General in der Kaiserlich Russische Armee.
Leben
Dragomirow entstammte einer adligen Familie mit ukrainischen Wurzeln<ref>Owsijenko Oleksandr: ДРАГОМИРОВ Михайло Іванович. In: Smolij W.A. (Hrsg.): Енциклопедія історії України. Band 2. Naukowa dumka, Kyjiw 2004, ISBN 966-00-0632-2 (org.ua).</ref>. Sein Urgroßvater war im 18. Jahrhundert aus Galizien nach Russland übergesiedelt und hatte 1739 die russische Staatsbürgerschaft angenommen. Sein Vater, Iwan Dragomirow, trat 1804 in den Militärdienst ein und nahm als Kavallerist am Vaterländischen Krieg von 1812 teil.
Dragomirow besuchte die St. Petersburger Kriegsakademie und wurde dann dort Professor für Taktik. Nachdem er 1861 zum Oberst befördert worden war, nahm er als Militärattaché 1866 am Deutschen Krieg teil, wurde 1868 Generalmajor und Chef des Generalstabs in Kiew sowie Kommandeur der 14. Division.
Während des Russisch-Osmanischen Krieges 1877 führte Dragomirow die Vorhut und zeichnete sich in der Schlacht von Swischtow beim Übergang über die Donau aus. Nach dem Krieg wurde er Direktor der Kriegsakademie, 1889 General der Infanterie und Generalkommandant des Militärbezirks Kiew. Ab 1898 war er auch Generalgouverneur von Kiew. Beide Ämter bekleidete er bis September 1903. Anschließend wurde er zum Mitglied des Staatsrates ernannt.
Dragomirow starb am 28. Oktober 1905 in Konotop. Zwei seiner Söhne erreichten ebenfalls den Generalsrang in der kaiserlich-russischen Armee:
- Wladimir Michailowitsch Dragomirow (1867–1928), Generalleutnant
- Abram Michailowitsch Dragomirow (1868–1955), General der Kavallerie
Rezeption als Infanterietaktiker
Dragumirow galt als russische Autorität auf dem Gebiet der Infanterietaktik. Bekannt von ihm sind die Lehrsätze: Die Kugel ist töricht, allein das Bajonett ist ein Mann. und Es gibt eine nationale Taktik, unter die sich die moderne Bewaffnung beugen muß, und keineswegs eine moderne Bewaffnung, an die sich die nationale Taktik anzupassen habe.<ref name="Linnenkohl">Hans Linnenkohl: Vom Einzelschuss zur Feuerwalze. Der Wettlauf zwischen Technik und Taktik im Ersten Weltkrieg. Bernard & Graefe, Bonn 1996, ISBN 3-7637-5966-2, S. 41 f.</ref> Damit stellte er sich als Kriegstheoretiker bloß, da er die Umwälzungen in der Kriegführung, welche die Einführung von Schnellfeuergeschützen, Repetiergewehren mit rauchloser Munition und Maschinengewehren mit sich brachten, vollkommen ignoriert hatte.<ref name="Linnenkohl" />
Werke
- Skizzen des österreichisch-preußischen Krieges im Jahre 1866. Petersburg (1867), deutsch in zwei Übersetzungen (Berlin, 1868)
- Leitfaden für die Vorbereitung der Truppen zum Kampf. 3 Tle. Petersburg (1885–87), deutsch von Freiherr von Tetta (3 Tle., Hannover 1889)
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dragomirow, Michail Iwanowitsch |
| ALTERNATIVNAMEN | Драгомиров, Михаил Иванович (russisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | russischer General |
| GEBURTSDATUM | 20. November 1830 |
| GEBURTSORT | Konotop |
| STERBEDATUM | 28. Oktober 1905 |
| STERBEORT | Konotop |
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Mitglied des Russischen Staatsrates
- Generalgouverneur (Russisches Kaiserreich)
- General der Infanterie (Russisches Kaiserreich)
- Person im Deutschen Krieg
- Person im Russisch-Osmanischen Krieg (1877–1878)
- Person (Kiew)
- Russischer Militärattaché
- Russe
- Geboren 1830
- Gestorben 1905
- Mann