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Michael Büge

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Michael Büge (* 5. März 1966 in Berlin<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bezirksstadtrat Michael Büge (Memento vom 20. Juni 2012 im Internet Archive), abgerufen am 9. Januar 2012</ref>) ist ein deutscher Politiker (seit 2016 AfD, zuvor CDU). Seit 2026 ist er Fraktionsvorsitzender der AfD im Landtag Rheinland-Pfalz. Von 2011 bis 2013 war er Staatssekretär in der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales.

Leben und Beruf

Büge studierte Betriebswirtschaftslehre und schloss als Diplom-Kaufmann ab. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seit seiner Studienzeit ist er Mitglied der Berliner Burschenschaft Gothia sowie deren angegliederter Schülerverbindung Iuvenis Gothia.

Politik

1982 trat Büge in die CDU ein. Ab 2001 war er Mitglied im Kreisvorstand und ab 2009 Vorsitzender der CDU Neukölln.<ref>Berliner Staatssekretär Michael Büge wird entlassen. In: morgenpost.de. 13. Mai 2013, abgerufen am 26. März 2026.</ref><ref>Sabine Beikler: Nach Entlassung als Staatssekretär: Michael Büge verteidigt Mitgliedschaft in Burschenschaft. In: tagesspiegel.de. 14. Mai 2013, abgerufen am 26. März 2026.</ref>

Ab 2001 war er Bezirksstadtrat in Berlin-Neukölln. Von 2001 bis 2004 war er dort für die Bereiche Soziales und Grundsicherung verantwortlich, danach bis 2006 für Soziales und Bürgerdienste. Von 2006 bis 2011 leitete er das Dezernat Soziales, Wohnen und Umwelt und war ab 2009 als Nachfolger von Stefanie Vogelsang zugleich stellvertretender Bezirksbürgermeister.<ref>Stefan Strauss: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>

Am 6. Dezember 2011 wurde Büge zum Staatssekretär in der von Mario Czaja geführten Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales ernannt. Er war dort für den Bereich Soziales verantwortlich bis zum 30. Juni 2013.

Im November 2012 wurde Büges Mitgliedschaft in der Berliner Burschenschaft Gothia medial thematisiert.<ref name="bz">Büge überdenkt Mitgliedschaft in Verbindung. Berliner Zeitung, 5. Dezember 2012, abgerufen am 6. Dezember 2012.</ref><ref>Staatssekretär verteidigt Burschenschaft gegen Rechtsextremismus-Vorwürfe. Der Tagesspiegel, 1. Dezember 2012, abgerufen am 6. Dezember 2013.</ref> Nach der Entscheidung Büges, weiterhin Mitglied seiner Burschenschaft bleiben zu wollen, wurde seine Entlassung durch Senator Czaja eingeleitet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stellungnahme des Senators Mario Czaja zur Diskussion um Staatssekretär Michael Büge (Memento vom 10. Juli 2013 im Internet Archive)</ref> Der Berliner Senat stimmte am 14. Mai 2013 dem Antrag auf Entlassung zum 30. Juni 2013 zu.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Staatssekretär wird entlassen (Memento vom 15. Juni 2013 im Internet Archive)</ref><ref>otr: Berliner Senator entlässt Staatssekretär. In: spiegel.de. 13. Mai 2013, abgerufen am 26. März 2026.</ref> Büge klagte erfolglos gegen die Entlassung<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ex-Staatssekretär Büge klagt auf Weiterbeschäftigung beim Berliner Senat. (Memento vom 18. August 2015 im Internet Archive)</ref><ref>Entlassung eines politischen Beamten aus dem Beamtenverhältnis auf Probe, Zahlung eines Übergangsgeldes. In: gesetze.berlin.de. 20. Februar 2015, abgerufen am 26. März 2026.</ref> und auf Schadenersatz.<ref>Entlassung von politischen Beamten (hier: eines Staatssekretärs) aus dem Probebeamtenverhältnis; ausgeschlossener Schadensersatzanspruch - Kollegialgerichtsregel. In: gesetze.berlin.de. 20. August 2024, abgerufen am 26. März 2026.</ref> Sein Nachfolger als Staatssekretär wurde daraufhin Dirk Gerstle (CDU).

Ab Februar 2014 war Büge Geschäftsführer der Bürgerhilfe Kultur des Helfens gGmbH in Berlin.<ref>Sebastian Heiser: Bursche hilft jetzt Obdachlosen. In: taz.de. 6. Februar 2014, abgerufen am 26. März 2026.</ref> Nach Informationen der Berliner Morgenpost ist Büge im Oktober 2016 aus der CDU ausgetreten.<ref>Ulrich Kraetzer: AfD-Parteimitglied vergleicht Islam mit Nationalsozialismus. In: morgenpost.de. 6. Oktober 2016, abgerufen am 26. März 2026.</ref>

Ab Dezember 2016 arbeitete er für die AfD als Wahlkampfkoordinator für die Bundestagswahl 2017.<ref>Maria Fiedler: Michael Büge: Ex-CDU-Staatssekretär managt AfD-Wahlkampf. In: tagesspiegel.de. 25. Januar 2017, abgerufen am 31. Januar 2024.</ref> Etwa zur gleichen Zeit hatte er sich erfolglos um die Stelle als Beigeordneter der Stadt Zeitz beworben; für ihn stimmten jedoch lediglich 4 von 32 Stadtratsmitgliedern.<ref>Sebastian Münster: Nach geplatzter Septemberwahl: Zeitzer Oberbürgermeister Christian Thieme hat neue Stellvertreterin. In: Mitteldeutsche Zeitung. 8. Dezember 2016, abgerufen am 26. März 2026.</ref>

Von 2017 bis 2026 arbeitete er als AfD-Fraktionsgeschäftsführer im Landtag Rheinland-Pfalz.<ref>Markus Lachmann: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rheinland-pfälzischer AfD-Spitzenkandidat Münzenmaier gibt Job in Landtagsfraktion auf (Memento vom 21. August 2017 im Internet Archive)</ref>

Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2026 kandidierte Büge auf Listenplatz 14 der AfD-Landesliste und zog in den Landtag ein. Am 25. März 2026 wurde er in einer Kampfkandidatur gegen den Fraktionsvorsitzenden der vorherigen Legislaturperiode Jan Bollinger zum Vorsitzenden der AfD-Fraktion gewählt.<ref>Nach Wahl in Rheinland-Pfalz: AfD-Spitzenkandidat als Fraktionschef abgewählt. In: tagesschau.de. 25. März 2026, abgerufen am 25. März 2026.</ref>

Einzelnachweise

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