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Meister der Heiligen Sippe der Ältere

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Datei:Flügelaltar der Heiligen Sippe - Meister der Heiligen Sippe der Ältere - Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud-2154.jpg
Meister der Heiligen Sippe d. Ä.: Sippenaltar, ca. 1420

Der Ältere Meister der Heiligen Sippe (Meister der Heiligen Sippe d. Ä.) war ein mittelalterlicher Maler, der ungefähr von 1410 bis 1440 in Köln oder Umgebung tätig war. Da sein wahrer Name unbekannt ist, wurde ihm ein Notname gegeben, nach seinem Hauptwerk, einem dreiteiligen Altarbild. Dieses Triptychon zeigt im Mittelteil die Heilige Sippe, also Mutter und Kind Jesus, umgeben von ihren Vorfahren.

Der Meister wird der Ältere genannt, um ihn von einem kurz nach ihm ebenfalls im Köln des Mittelalters tätigen Maler zu unterscheiden, dem sogenannten Jüngeren Meister der Heiligen Sippe (* um 1450, † um 1515, tätig in Köln um 1475–1515/1518)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Master of the Holy Kinship (Memento vom 10. März 2005 im Internet Archive), In: The Grove Dictionary of Art, Macmillan 2000, auf artnet.com, im Internet Archive auf archive.org, Stand: 10. März 2005, gesehen am 3. Mai 2011;<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Meister der Heiligen Sippe (der Jüngere) (Memento des Vorlage:IconExternal vom 2. April 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bildindex.de</ref>, dessen Hauptwerk ebenfalls das Motiv der Heiligen Familie darstellt.

Die Heilige Sippe des Meisters

Der Stammbaum Jesu als Wurzel Jesse war ein beliebtes mittelalterliches Motiv. Das daraus abgeleitete Bild des Älteren Meisters der Heiligen Sippe ist in seiner Art eine der frühesten Darstellungen einer Heiligen Familie. Es hebt die sonst vor allem in frühmittelalterlicher Ikonografie übliche Beschränkung der Personen auf zentrale, fast statische Figuren auf und führt auf engem Raum eine zahlenreiche Gruppe von Menschen in bewegtem Dialog zusammen – in einem lebhaften „Familientreffen“ im Garten”<ref>R. Kritschel: Bild der 29. Woche - 19. bis 25. Juli 2006 Familientreffen im Garten, Wallraf-Richartz-Museum 2006</ref>.

Malweise und Werkstatt

Die Malweise des Älteren Meisters der Heiligen Sippe wird als Weicher Stil bezeichnet, wie er ab 1400 von Kölner Malern wie dem Meister der Veronika benutzt wurde<ref>Anette Willberg: Die Punzierungen in der Altkölner Malerei Punzierungen in Kölner Tafelbildern des 14. und 15. Jahrhunderts. Dissertation Köln 1997, S. 22.</ref>. Der Stil offenbart sich unter anderem in der Darstellung einer Mutter-Kind-Beziehung und zeigt die besondere Verehrung der Gottesmutter und Madonna seiner Zeit<ref>vgl. Weicher Stil In: Das grosse Kunstlexikon von P. W. Hartmann. Hartmann 1997.</ref>.

Es wird angenommen, dass der Ältere Meister der Heiligen Sippe in Köln eine größere Werkstatt betrieb, deren Mitarbeiter von seinem Stil und dem von anderen oberrheinischen Meistern beeinflusst wurden. Als ein Mitarbeiter gilt der Meister der Darmstädter Passion<ref>Anette Willberg: Die Punzierungen in der Altkölner Malerei Punzierungen in Kölner Tafelbildern des 14. und 15. Jahrhunderts. Dissertation Köln 1997, S. 22.</ref>.

Werke

(unvollständig)

Literatur

  • Werner Esser: Die Heilige Sippe. Studien zu einem spätmittelalterlichen Bildthema in Deutschland und den Niederlanden. Dissertation Bonn 1986.
  • Frank Günter Zehnder: Gotische Malerei in Köln, Altkölner Bilder von 1300-1550, 2. Auflage, Köln 1993.
  • Anette Willberg: Die Punzierungen in der Altkölner Malerei Punzierungen in Kölner Tafelbildern des 14. und 15. Jahrhunderts. Dissertation Köln 1997, S. 53–56 (Digitalisat).

Weblinks

  • R. Krischel: Bild der 29. Woche – 19. bis 25. Juli 2006 Familientreffen im Garten. Wallraf-Richartz-Museum: [1], aufgerufen am 21. Februar 2015

Einzelnachweise

<references />

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