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Coccoloba

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Meertraube)

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Coccoloba
Datei:Coccoloba uvifera.jpg

Coccoloba uvifera, Fruchtstand

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Knöterichgewächse (Polygonaceae)
Unterfamilie: Eriogonoideae
Gattung: Coccoloba
Wissenschaftlicher Name
Coccoloba
P.Browne

Coccoloba ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae). Die etwa 120 Arten sind in der Neotropis weitverbreitet.<ref name="FoNA" /> Deutschsprachige Trivialnamen für Arten dieser Gattung sind Meertraubenbaum und Seetraube.

Beschreibung

Datei:Coccoloba pubescens PDold.jpg
Illustration von Coccoloba pubescens

Vegetative Merkmale

Coccoloba-Arten sind verholzende Pflanzen, die als immergrüne Sträucher, Bäume oder Lianen wachsen.<ref name="FoPanama" />

Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind je nach Art sitzend oder gestielt.<ref name="FoPanama" /> Die einfachen Blattspreiten sind je nach Art lanzettlich bis rundlich oder elliptisch, seltener eiförmig. Der Blattrand ist ganz und am Blattstiele ist eine abfallende Ochrea vorhanden.

Generative Merkmale

Viele Blüten stehen in endständigen, oft überhängenden, traubigen Blütenständen zusammen. Die Blüten sind einzeln oder in kleineren Gruppen an der Rhachis, sie sind gestielt und besitzen eine Ochrea.

Coccoloba-Arten sind zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch).<ref name="FdNicaragua" /> Es gibt funktional männliche und weibliche Blüten, selten auch noch zwittrige (Coccoloba cereifera). Die Blütenhülle ist weiß oder grün-weiß bis rötlich und glockenförmig verwachsen, mit kürzeren Zipfeln, Lappen. Es sind fünf Tepalen vorhanden. In den männlichen Blüten sind acht Staubblätter vorhanden, die an der Basis verwachsen sind, ein Stempel ist noch rudimentär vorhanden. In den weiblichen Blüten ist ein mittel- bis oberständiger, teils kurz gestielter Fruchtknoten mit drei Griffeln vorhanden, Staubblätter sind rudimentär vorhanden.

Als Früchte werden braune bis schwarze, einsamige Achänen umgeben von einer oft bunten, fleischigen Blütenhülle (Scheinfrucht) gebildet.

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 11.<ref name="FoNA" />

Datei:Coccoloba arborescens (Vell.) How. - Flickr - Alex Popovkin, Bahia, Brazil (10).jpg
Coccoloba arborescens
Datei:Coccoloba diversifolia - Jacquin.jpg
Illustration aus Icones I: Selectarum stirpium Americanarum historia : in qua ad Linnaeanum systema determinatae descriptaeque sistuntur plantae illae, quas in insulis Martinica, Jamaica, Domingo aliisque et in vicinae continentis parte, observavit rariores; adjectis iconibus ad autoris archetypa pictis / Nicolai Josephi Jacquin. Volume 2 of 3 von Coccoloba diversifolia
Datei:Coccoloba ramosissima Wedd. (6460412709).jpg
Coccoloba ramosissima
Datei:Coccoloba sintenisii.jpg
Blütenstände von Coccoloba sintenisii
Datei:Coccoloba uvifera-Cuba.jpg
Habitus von Coccoloba uvifera

Systematik und Verbreitung

Die Gattung Coccoloba wurde 1756 durch den irischen Botaniker Patrick Browne in The Civil and Natural History of Jamaica in Three Parts, Seite 209–210 aufgestellt, dort mit der Bezeichnung Coccolobis.<ref name="Tropicos" /><ref name="FoNA" /> Der Gattungsname Coccoloba <templatestyles src="Person/styles.css" />P.Browne ist gegenüber Coccolobis (Melbourne ICN Art. 14.11 & App. III) und Guaiabara <templatestyles src="Person/styles.css" />Mill. nom. rej. (Melbourne ICN Art. 14.4 & App. III) konserviert. Ein weiteres Synonym für Coccoloba <templatestyles src="Person/styles.css" />P.Browne ist Campderia <templatestyles src="Person/styles.css" />Benth.<ref name="GRIN" />

Die Gattung Coccoloba ist in der Neotropis in den subtropischen bis meist tropischen Gebieten von den südlichen USA über Mexiko und Zentral- bis Südamerika, einschließlich der karibischen Inseln weitverbreitet.<ref name="FoNA" />

Es gibt 120<ref name="FoNA" /> bis 177 Coccoloba-Arten:<ref name="GRIN" /><ref name="POWO" />

Nutzung

Coccoloba uvifera ist am häufigsten in Kultur. Die Früchte von Coccoloba uvifera sind essbar; sie werden unter anderem zu Marmelade und Wein verarbeitet.<ref name="Floridata" /> Das geäderte Holz von Coccoloba uvifera ist hart, schwer, hat eine schöne rote Farbe und wird unter anderem zu Möbeln verarbeitet.

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Coccoloba bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FdNicaragua"> Coccoloba bei Tropicos.org. In: Flora de Nicaragua. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoPanama"> Coccoloba bei Tropicos.org. In: Flora of Panama (WFO). Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoNA"> Craig C. Freeman: In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 5 - Magnoliophyta: Caryophyllidae, part 2, Oxford University Press, New York und Oxford, 2005, ISBN 0-19-522211-3. Coccoloba Browne - textgleich online wie gedrucktes Werk, </ref> <ref name="Floridata"> Coccoloba uvifera. In: Floridata. </ref> <ref name="POWO">Datenblatt Coccoloba bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Coccoloba – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien