Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Jakob Matham – Wikipedia Zum Inhalt springen

Jakob Matham

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Matham)

<templatestyles src="Mehrere Bilder/styles.css" />

Jakob Matham (* 15. Oktober 1571 in Haarlem; † 20. Januar 1631 in Haarlem) war ein niederländischer Kupferstecher, Maler, Zeichner und Verleger von Kupferstichen.

Leben

Matham war ein Sohn des Adriaen Matham († um 1579), sowie der Stiefsohn und Schüler des Hendrick Goltzius (1558–1617), der nach dem Tod des Vaters 1579 seine Mutter Margaretha Jansdochter (geborene Bartsen;<ref>Woldemar von Seidlitz: Hendrick Goltzius – Geb. im Februar 1558; gest. am 1. Januar 1617. In: Allgemeines historisches Porträtwerk: eine Sammlung von 600 Porträts der berühmtesten Personen aller Völker und Stände seit 1300 : mit biographischen Daten. Serie 8/9: Künstler und Musiker. Verlagsanstalt für Kunst und Wissenschaft, München 1888, S. 31, doi:10.11588/DIGLIT.67413 (uni-heidelberg.de).</ref> 1549/50–1631)<ref>Margaretha Jansdochter (1549/50–1631), seit 1579 Ehefrau von Hendrick Goltzius (sammlung.mkk.art).</ref> geheiratet hatte.<ref>Otto Hirschmann: Hendrick Goltzius, 1558–1617, Leben und graphische Arbeiten. Klinkhardt, Leipzig 1914, S. 6 (Textarchiv – Internet Archive).</ref> Zwischen 1593 und 1598 besuchte er mit Francesco (Frans) Badens (1571 – 17. November 1618)<ref>Ernst Wilhelm Moes: Badens, Francesco. In: Ulrich Thieme, Felix Becker (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 2: Antonio da Monza–Bassan. Wilhelm Engelmann, Leipzig 1908, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive).</ref> Italien, wo sie unter anderem Venedig und Rom besuchten. Jacob Lauri verlegte 1598 einen seiner Stiche in Rom, den er nach P. Bramer die heilige Apollonia ausgeführt hatte. Anschließend kehrte er nach Haarlem zurück und stach das Bildnis eines Wales, der an der holländischen Küsten gestrandet war. Im Jahr 1600 wurde er in die St. Lukasgilde aufgenommen. 1605 wurde er Doyen (Obmann oder Vorstand) der Gilde. 1616 war er Teil der Haarlemer Bürgerwehr.<ref>Max Ditmar Henkel: Matham, Jakob. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 24: Mandere–Möhl. E. A. Seemann, Leipzig 1930, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive).</ref>

Matham stach eine große Zahl von Blättern, die er teilweise nach Goltzius oder nach eigenen Zeichnungen anfertigte. Der Großteil seiner Werke entstand jedoch nach italienischen, deutschen und niederländischen Meistern, darunter Abraham Bloemaert, Albrecht Dürer, Raffael, Michelangelo, Tizian, Karel van Mander, Michiel van Mierevelt, „welche zwar unter manierierter Formenbehandlung leiden, aber durch die elegante und zarte Führung des Grabstichels auf die Entwicklung der Kupferstichtechnik von großem Einfluss gewesen sind.“Vorlage:": Ungültiger Wert: ref= Nach dem Tod seines Stiefvaters vollendete er dessen begonnenen Stich der Hochzeit zu Kana nach Francesco Salviati, die aus zwei Blättern bestand.<ref>Wedding at Cana. (englisch, artmuseum.princeton.edu).</ref>

Der Nürnberger Auktionator Schmidmer versteigerte 1825 mehrere Kupferstiche Mathams aus dem Nachlass des königlich-preußischen Hauptmanns Hans Albrecht von Derschau.<ref>Verzeichniss der seltenen Kunst-Sammlungen … Manuscripten und Büchern … des dahier verstorbenen … Herrn Hans Albrecht von Derschau, welche zu Nürnberg … gegen gleich baare Bezahlung versteigert werden sollen. Schmidmer, 1825, S. 74, Bild 58. bis 62. (books.google.de).</ref>

Familie

Matham war mit einer Tochter des Malers Jakob de Gheyn II. verheiratet, der ebenfalls ein Schüler seines Stiefvaters war. Seine drei Söhne waren seine Schüler und wurden ebenfalls Kupferstecher. Jan van de Velde I zählte ebenfalls zu seinen Schülern.

Werke (Auswahl)

Datei:Hercules and Omphale.png
Herkules und Omphale
Datei:Kniestukportret van Frederik Hendrik, prins van Oranje-Nassau, gekleed in een harnas, staand naast tafel waarop een gepluimde helm en handschoen. Achter hem een draperie. NL-HlmNHA 1477 53010820.JPG
Frederik Hendrik, prins van Oranje-Nassau
  • 1598: Der 1598 an der Küste von Holland gestrandete Walfisch<ref>Jakob Matham. In: Kupferstiche, Radierungen, Holzschnitte; Clairobscurs des XV bix ende des XIX Jahrhunderts. Berlin 1905, S. 48 (Textarchiv – Internet Archive).</ref>
  • 1617: Porträt von Hendrik Goltzius
  • um 1624: Der Exodus der Bürger von Haarlem und einiger Milizionäre aus Den Haag
  • 1630: Dr. F. Junius
  • Frederik Hendrik, Prinz von Nassau nach Michiel van Mierevelt
  • Brustbild eines Mannes (über 3/4 Ansicht, mit doppeltem Bart; sein Kopf ist unbedeckt mit einer Warze auf seiner Stirn).
  • Brustbild eines Mannes in mittleren Jahren (im Profil gegen die linke Seite gewendet mit Spitz- und Knebelbart und eine Pelzmütze auf dem Kopf).
  • Ein altes lächelndes Weib (Brustbild in ganzer Ansicht: sie hält den Stiel einer Bratpfanne in der rechten Hand).
  • Brustbild eines grinsenden Satyrs (3/4 Ansicht: gegen die rechte Seite gewendet).
  • Brustbild eines bärtigen Mannes (in Profil nach links sehend, mit dicker Nase und einer Warze auf der Wange).

eigene Zeichnungen oder Gemälde

  • Bildnis des Herzogs Wilhelm von Cleve, Jülich und Bergh
  • Bildnis des Johann Wilhelm von Cleve

Literatur

Weblinks

Commons: Jacob Matham – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein