Marvão
| Marvão | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
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| Basisdaten | ||||||
| Staat: | Datei:Flag of Portugal.svg Portugal | |||||
| Region: | Alentejo | |||||
| Unterregion: | Alto Alentejo | |||||
| Distrikt: | Portalegre | |||||
| Concelho: | Marvão | |||||
| Koordinaten: | 39° 24′ N, 7° 22′ W
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| Einwohner: | 3512 (Stand: 30. Juni 2011)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl PT 1210">www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence, Sex and Age; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística</ref> | |||||
| Fläche: | 154,9 km² (Stand: 1. Januar 2010)<ref name="Fläche">Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 23 Einwohner pro km² | |||||
| Kreis Marvão | ||||||
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| Einwohner: | 3512 (Stand: 30. Juni 2011)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl PT 1210">www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence, Sex and Age; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística</ref> | |||||
| Fläche: | 154,9 km² (Stand: 1. Januar 2010)<ref name="Fläche">Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 23 Einwohner pro km² | |||||
| Anzahl der Gemeinden: | 4 | |||||
| Verwaltung | ||||||
| Adresse der Verwaltung: | Câmara Municipal Largo de Santa Maria 7330-101 Marvão | |||||
| Präsident der Câmara Municipal: | Victor Manuel Martins Frutuoso (PSD/PPD) | |||||
| Website: | www.cm-marvao.pt | |||||
Marvão ist eine an der spanischen Grenze gelegene Kleinstadt (Vila) und ein Kreis (Município) in Portugal mit 3512 Einwohnern (Stand 30. Juni 2011).<ref name="Metadaten Einwohnerzahl PT 1210">www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence, Sex and Age; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística</ref> Er gehört zum Distrikt Portalegre in der Region Alentejo.
Auf einem 800–860 m hohen Felsplateau gelegen, bietet die Stadt einen schönen Blick über die umliegende Serra de São Mamede. Dank seiner strategischen Lage im Grenzgebiet zu Spanien blickt der Ort auf eine bewegte Geschichte zurück. Im Zusammenhang mit den steten Bedrohungen und Eroberungen über die Jahrhunderte sind die umfangreichen Befestigungsanlagen der Stadt entstanden. Zusammen mit den Festungsanlagen von Elvas, Valença und Almeida steht die Burg von Marvão auf der Tentativliste der UNESCO.<ref>www.unesco.org, abgerufen am 21. März 2026.</ref>
Geschichte
Seit der Altsteinzeit und besonders seit der Jungsteinzeit siedelten hier Menschen, wovon über 20 Antas zeugen. Die später entstandenen eisenzeitlichen Siedlungen und Castros wurden von den Römern ab dem 2. Jahrhundert v. Chr. unterworfen. Ausgrabungen römischer Landgüter belegen die folgende intensive landwirtschaftliche Nutzung des Gebietes. Ammaia (heute São Salvador da Aramenha) war eine Civitas im heutigen Kreisgebiet. Ammaia wurde zum Municipium erhoben, bis es ab dem 5. Jahrhundert durch einfallende Germanenstämme unterworfen wurde und vermutlich durch einen Dammbruch überschwemmt und weitgehend aufgegeben wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Seite der Stadtverwaltung zur Vorgeschichte der Stadt ( des Vorlage:IconExternal vom 5. September 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 27. Juli 2013.</ref>
Ab 711 eroberten die Mauren die Iberische Halbinsel. Sie fanden hier die Festungsreste der Stadt Ammaia vor, die sie Burg von Ammaia nannten. Der galicische Konvertite Ibn Marwan (Bem Marvão) errichtete 884 eine neue Festung und legte eine nach ihm benannte Ortschaft an, aus der sich das heutige Marvão entwickelte.
Nach einer ersten Eroberung 1166 durch Portugals ersten König, Afonso Henriques konnte erst König Sancho II. den Ort 1226 endgültig einnehmen und neu besiedeln.<ref>www.verportugal.pt, abgerufen am 27. Juli 2013.</ref>
Im Verlauf des Restaurationskrieges (1640–1668) wurden die Festungsanlagen umgebaut, und Marvão wurde nach 1641 vor allem 1648 Ziel spanischer Angriffe. Im Zusammenhang mit dem Spanischen Erbfolgekrieg erlebte der Ort 1704 eine französisch-spanische Invasion. Zum Ende des Siebenjährigen Krieges war der Ort 1762 einer der wenigen Schauplätze tatsächlicher Gefechte in Portugal, als spanische Truppen die von Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe organisierte Verteidigung angriffen. Während der Napoleonischen Invasionen fiel Marvão dann in französische Hand, um 1808 durch portugiesisch-spanische Aufständische wieder befreit zu werden.
Im Miguelistenkrieg wurde der Ort 1833 mit Zustimmung der Bevölkerung durch liberale Truppen eingenommen, die mit Unterstützung der Bewohner und mit Nachschub aus Spanien einer Belagerung durch absolutistische Truppen 1834 trotzten. Im Juli 1847 wurde Marvão ein letztes Mal erobert, durch Truppen unter dem spanischen General Concha im Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg zwischen liberalen Setembristen und konservativen Cartisten.<ref>Geschichtsseite auf der Website der Stadtverwaltung, abgerufen am 27. Juli 2013.</ref>
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Zu den Baudenkmälern des Ortes zählt u. a. die Burg und dazugehörige Befestigungen,<ref>www.monumentos.pt, abgerufen am 27. Juli 2013.</ref> historische Brunnenanlagen und Brücken, das Herrenhaus Palácio Bourbon e Valle (auch Palácio dos Barros Castelo-Branco Barba Mouzinho e Mattos),<ref>dito</ref> und die ab 1954 eingerichtete Pousada.<ref>dito</ref> Auch eine Reihe denkmalgeschützter Sakralbauten sind in Marvão zu finden, darunter das Kloster Convento de Nossa Senhora da Estrela.<ref>dito</ref> Der Gotikbau wurde 1448 begonnen und danach mehrmals erweitert und umgestaltet.<ref>www.verportugal.net, abgerufen am 27. Juli 2013.</ref>
Der historische Ortskern steht zudem als Ganzes unter Denkmalschutz.<ref>dito</ref>
Im alten Rathaus ist die dreigeschossige Casa da Cultura untergebracht. In einer Dauerausstellung wird traditionelles Kunsthandwerk der Region gezeigt, das in einer Werkstatt im Haus auch hergestellt und verkauft wird. Daneben finden in anderen Räumen Wechselausstellungen und andere Veranstaltungen statt. Auch das Stadtarchiv ist hier untergebracht.<ref>dito</ref><ref>Seite der Casa da Cultura auf der <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Website der Stadtverwaltung ( des Vorlage:IconExternal vom 5. September 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 27. Juli 2013.</ref>
Das 1987 in der ehemaligen Kirche Santa Maria eröffnete Stadtmuseum Museu Municipal zeigt sakrale, ethnografische und archäologische Exponate der Region.<ref>Seite des Museu Municipal auf der <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Website der Stadtverwaltung ( des Vorlage:IconExternal vom 5. September 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 27. Juli 2013.</ref>
Weitere Museen sind das zweigeschossige interaktive Heimatkundemuseum in der alten Wassermühle Moinho da Cova,<ref>Die Mühle Moinho da Cova auf der <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Website der Stadtverwaltung ( des Vorlage:IconExternal vom 5. September 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 27. Juli 2013.</ref> und die römischen Ausgrabungsstätten Ammaia in der Gemeinde São Salvador da Aramenha.<ref>A Cidade Romana de Ammaia Ausgrabungsstätte Ammaia, abgerufen am 1. April 2016.</ref><ref>www.verportugal.net, abgerufen am 27. Juli 2013.</ref>
Wanderwege und Lehrpfade sind in und um Marvão und der Serra de São Mamede angelegt.<ref>Streckenverläufe auf der <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Website der Stadtverwaltung ( des Vorlage:IconExternal vom 5. September 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 27. Juli 2013.</ref> Auch Stadtführungen, Ausflüge auf Pferden und andere thematische Rundgänge werden angeboten.<ref>Hinweise auf der Website der Stadtverwaltung, abgerufen am 27. Juli 2013.</ref>
Seit 2013 findet in Marvão und umgebenden Dörfern das internationale Filmfestival Festival Internacional de Cinema de Marvão statt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Artikel vom 12. September 2014 in der Zeitung Correio Alentejo ( des Vorlage:IconExternal vom 20. Oktober 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. zur zweiten Auflage des Festivals, abgerufen am 11. Oktober 2014.</ref>
Seit 2014 findet hier von Ende Juli bis Anfang August das Marvão International Music Festival statt. Es wurde von dem deutschen Dirigenten Christoph Poppen initiiert.<ref>Offizielle Website des Festivals. marvaomusic.com, abgerufen am 30. Juli 2015.</ref><ref>Mozart mit Wind und Wäscheklammern. faz.de, abgerufen am 30. Juli 2015.</ref>
Verwaltung
Kreis
Marvão ist Verwaltungssitz eines gleichnamigen Kreises. Im Norden und Osten grenzt der Kreis Marvão an Spanien, die Nachbarkreise sind im Süden Portalegre und im Nordwesten Castelo de Vide.
Der Kreis (Concelho) Marvão besteht aus vier Gemeinden (Freguesias), von denen Santa Maria de Marvão das eigentliche Stadtgebiet Marvãos umfasst.
Die Gemeinden sind im Einzelnen:
Vorlage:Verwaltungstabelle PT Kopf
Bevölkerungsentwicklung
| Einwohnerzahl im Kreis Marvão (1801–2011) | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1801 | 1849 | 1900 | 1930 | 1960 | 1981 | 1991 | 2001 | 2004 | 2011 |
| 4.048 | 3.780 | 5.994 | 7.116 | 7.478 | 5.418 | 4.419 | 4.029 | 3.739 | 3.512 |
Kommunaler Feiertag
- 8. September
Städtepartnerschaften
- Datei:Flag of Brazil.svg Brasilien: Castelo do Piauí, Bundesstaat Piauí<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.anmp.pt ( des Vorlage:IconExternal vom 11. Dezember 2019 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 27. Juli 2013.</ref>
Verkehr
Bis zur Einstellung des Personenverkehrs am 1. Januar 2012 war der Ort über die Eisenbahnstrecke Ramal de Cáceres zu erreichen.
Marvão liegt an der Nationalstraße N246, die 50 km nordwestlich auf die Autobahn A23 (hier auch Europastraße 802) trifft, nachdem sie nach etwa 26 km bei Alpalhão in die IP2 übergangen ist.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
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