Márton Gyöngyösi
Márton Gyöngyösi (* 8. Dezember 1977 in Kecskemét<ref>globalleadershipproject.org (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>) war ein ungarischer Politiker der Partei Jobbik und von Juli 2022 bis Juni 2024 deren Vorsitzender. Er war von 2010 bis 2019 Abgeordneter des ungarischen Parlaments, dabei ab 2018 Vorsitzender der Jobbik-Fraktion.<ref>Márton Gyöngyösis Lebenslauf. In: parlament.hu. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. Mai 2014; abgerufen am 8. Mai 2018. (ungarisch)</ref> Von 2019 bis 2024 war er Mitglied des Europäischen Parlaments und dort fraktionslos. Im Oktober 2024 gab Gyöngyösi seinen Austritt aus der Partei Jobbik bekannt und kündigte an, sich vollständig aus dem politischen Leben zurückzuziehen.<ref name="MN">Kilép a pártból és visszavonul Gyöngyösi Márton, a Jobbik volt elnöke. In: Magyar Narancs. 14. Oktober 2024, abgerufen am 28. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Leben
Aufgrund der Tätigkeit seines Vaters verbrachte er seine Kindheit in Ägypten, im Irak, in Afghanistan und Indien. Seinen Schulabschluss machte er in Ungarn. Dann zog er nach Irland, wo er am Trinity College einen B.A. in Wirtschaft und Politikwissenschaft machte. Ein Studienjahr verbrachte er auch an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Gyöngyösi spricht Englisch, Deutsch und Russisch.<ref>Jobbik’s foreign relations expert: Márton Gyöngyösi</ref> 2005 arbeitete er für KPMG, 2007 bis 2010 für Ernst & Young.
Er ist verheiratet und hat einen Sohn.
Politische Tätigkeit
Gyöngyösi trat 2006 der Jobbik-Partei bei und er wurde schnell einer der engsten Ratgeber vom Parteichef Gábor Vona. Er gelangte bei den Parlamentswahlen 2010 als Kandidat der Jobbik in das Ungarische Parlament und wurde zum stellvertretenden Fraktionschef unter den 21 Fraktionsmitgliedern der Partei gewählt.
Im Jahre 2014 wurde er ins Parlament wiedergewählt und war als Vizevorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Parlaments tätig.
2017 hat die Jobbik eine europäische Bürgerinitiative gestartet, deren Ziel es ist, ein gerechtes Lohnsystem in Europa einzuführen und die wirtschaftliche Ungleichheiten zwischen den westlichen und östlichen EU-Staaten aufzulösen.<ref>www.wageunion.eu: Unsere Deklaration. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. Mai 2018; abgerufen am 8. Mai 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Gyöngyösi wurde der Leiter der Bürgerkommission der Initiative.
Er kritisiert heftig die ungarische Diplomatie und fordert, dass Ungarn die guten Beziehungen mit den westlichen Ländern wiederherstellt. Er steht für eine ausgeglichene Außenpolitik des Landes.<ref>Gyöngyösi Márton: Nemzetközileg Fidesz–Jobbik helycsere történt. In: MNO.hu. 20. Januar 2018 (mno.hu [abgerufen am 8. Mai 2018]).</ref>
Im September 2023 wurde Gyöngyösi individuelles Mitglied der Europäischen Christlichen Politischen Bewegung.<ref>C. N. E. news: European Christian party embraces Hungarian MEP of former racist Jobbik party. Abgerufen am 30. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Aufnahme gingen Gespräche hervor, nach denen die ECPM den Schluss zog, dass Jobbik „nicht mehr rassistisch“ sei.
Kritik
Laut dem Jüdischen Weltkongress warf Gyöngyösi früher Juden vor, Ungarn kolonisieren zu wollen.<ref>Leading official of Hungarian extremist party accuses Jews of colonializing country, worldjewishcongress.org, 3. Februar 2012.</ref> Am 26. November 2012 forderte Gyöngyösi im ungarischen Parlament vom Außenstaatssekretär Zsolt Németh (Fidesz), angesichts des Konflikts zwischen Israel und der Hamas in Gaza sei es an der Zeit, „Menschen mit jüdischer Abstammung, die hier leben, insbesondere im ungarischen Parlament und in der ungarischen Regierung zu zählen, die in der Tat ein nationales Sicherheitsrisiko für Ungarn darstellen“.<ref>Ungarn: Ungarischer Politiker wegen judenfeindlicher Äußerungen in der Kritik. In: Die Welt. 27. November 2012 (welt.de [abgerufen am 8. Mai 2018]).</ref> Gyöngyösi hat sich mehrmals entschuldigt und hat mehrmals mitgeteilt, dass er falsch formuliert habe und er die Abgeordneten mit doppelter Staatsbürgerschaft gemeint habe. In einem Interview aus dem Jahr 2018 hat Gyöngyösi seine Aussage als „einen schlimmen Satz, einen nicht gut durchgedachten Satz, einen katastrophalen Satz“ bezeichnet.<ref>How Hungary’s Far-Right Extremists Became Warm and Fuzzy. In: Foreign Policy. Abgerufen am 8. Mai 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Den französischen Front National sowie die niederländische PVV, die im Europaparlament kein Bündnis mit Jobbik eingehen wollten, bezeichnete Gyöngyösi 2014 als „liberal“ und „islamophob“. Es gebe bei ihnen zwar Feindseligkeit gegenüber Immigration, jedoch gemäß der „zionistischen Unterstützung von Israel“.<ref>Ungarische Jobbik bezeichnet FPÖ als zionistische Partei. www.nachrichten.at, 26. Juni 2014</ref>
Weblinks
- Márton Gyöngyösi in der Abgeordnetendatenbank des Europäischen Parlaments
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gyöngyösi, Márton |
| KURZBESCHREIBUNG | ungarischer Politiker, Mitglied des Parlaments |
| GEBURTSDATUM | 8. Dezember 1977 |
| GEBURTSORT | Kecskemét |
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- Mitglied des Europäischen Parlaments für Ungarn
- Abgeordneter (Ungarn)
- Politiker (21. Jahrhundert)
- Jobbik-Mitglied
- Ungar
- Geboren 1977
- Mann