Martin U. Müller
Martin U. Müller (* in Berlin<ref>Der Spiegel, Hamburg Germany: Martin U. Müller – Der Spiegel. Abgerufen am 6. Oktober 2021.</ref>) ist ein deutscher Journalist.
Leben
Müller studierte Medizin sowie Neuropsychologie und Geschichte der Medizin. Danach besuchte er die Henri-Nannen-Schule. Seit 2009 arbeitet er beim Hamburger Nachrichten-Magazin Der Spiegel.
Er beschäftigt sich dort unter anderem mit der Wirtschafts- und Medienberichterstattung und ist Jurymitglied des Preises „Journalist des Jahres“, welcher vom Medium Magazin ausgelobt wird. Martin U. Müller ist Lehrbeauftragter an der juristischen Fakultät der Universität Freiburg.<ref>Lehrbeauftragte – Rechtswissenschaftliche Fakultät. Abgerufen am 1. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Regelmäßig arbeitet Müller investigativ. So berichtete er über die Affäre um Bundespräsident Christian Wulff und den Berliner Filmfinanzier David Groenewold,<ref name="SPON-918768">Martin U. Müller: Vorwurf der Vorteilsnahme: Wulff muss vor Gericht. In: Spiegel Online. 27. August 2013, abgerufen am 14. Dezember 2014.</ref> über den Justizfall Jörg Kachelmann,<ref name="spiegel-73388917">Martin U. Müller, Barbara Schmid: Unappetitliche Details. In: Der Spiegel. Nr. 34, 2010 (online).</ref> den Skandal um das First-Class-Upgrade auf Flügen nach Indien des Bischofs von Limburg, Franz-Peter Tebartz-van Elst,<ref name="spiegel-87818587">Martin U. Müller, Peter Wensierski: First Class in die Slums. In: Der Spiegel. Nr. 34, 2012 (online).</ref> zu den Hintergründen zur Insolvenz der Fluglinie Air Berlin,<ref>Air Berlin: Warum die Rettung der Fluglinie misslang. Spiegel Online, abgerufen am 24. Oktober 2018.</ref> über den Pilotensuizid von Germanwings-Flug 9525,<ref>Der Amokflug. In: Der Spiegel. 27. März 2015, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 6. Oktober 2021]).</ref> die Methoden des Krankenhaus-Konzerns Asklepios<ref>Asklepios-Kliniken: Der kranke Konzern. In: Spiegel Online. 21. Dezember 2016, abgerufen am 3. November 2017.</ref>, die Affäre um den damaligen Chefredakteur der Bild-Zeitung, Julian Reichelt<ref>Isabell Hülsen, Alexander Kühn, Juliane Löffler, Martin U. Müller, Anton Rainer, Katrin Langhans: »Bild«-Chef Julian Reichelt: Warum er gehen musste. In: Der Spiegel. 18. Oktober 2021, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 5. Juli 2023]).</ref> oder über sexuellen Missbrauch beim Fahrdienst Uber<ref>Martin U. Müller: (S+) Uber als Sicherheitsrisiko: Vergewaltigung auf dem Heimweg. In: Der Spiegel. 16. Juni 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 1. September 2025]).</ref>. Regelmäßig berichtet er zudem über Missstände im Gesundheitswesen genauso wie über Schwachstellen in Konzernen, etwa der Lufthansa.
Müller schrieb zuvor Texte unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und den Tagesspiegel.
Er ist Jurymitglied des Spiegel-Schülerzeitungspreises und verlieh den „Spiegel-Sonderpreis für die beste journalistische Leistung“ beim Schülerzeitungswettbewerb der Länder im Bundesrat.<ref name="SPON-201517">SPIEGEL-Schülerzeitungspreis 2015 - Die besten jungen Blattmacher des Jahres: Ausschreibung. In: Spiegel Online. 17. November 2014, abgerufen am 14. Dezember 2014.</ref><ref>Martin U. Müller: Spiegel-Sonderpreis 2017 „Beste journalistische Leistung“. 14. Juni 2017, abgerufen am 3. November 2017.</ref>
Auszeichnungen
2022 wurde Müller gemeinsam mit Kollegen mit dem Henri-Nannen-Preis (Stern-Preis) in der Kategorie Geschichte des Jahres für eine Recherche zu Julian Reichelt ausgezeichnet.<ref>SPIEGEL-Geschichten ausgezeichnet: Hanau-Protokolle und Recherche zu Julian Reichelt erhalten Journalistenpreis. In: Der Spiegel. 22. Juni 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 5. Juli 2023]).</ref> 2021 wurde er gemeinsam mit zwei Spiegel-Kollegen mit dem Deutschen Journalistenpreis für eine internationale Recherche zum damaligen Stand der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs ausgezeichnet.<ref>Deutscher Journalistenpreis (djp). Abgerufen am 6. Oktober 2021.</ref> Weiterhin wurde Müller mit dem 1. Preis beim Medienpreis Luft- und Raumfahrt 2018 geehrt.<ref>Medienpreis Luft- und Raumfahrt 2018 geht an vier Journalistenteams für ihre Beiträge in Der Spiegel, WDR und Zeit Online – Sonderpreis für Hamburger Abendblatt. In: BDLI. Verein zur Förderung des technisch-wissenschaftlichen Journalismus e. V., abgerufen am 24. Oktober 2018.</ref> 2017 gewann er gemeinsam mit einem Team den 1. Platz beim Otto-Brenner-Preis für die Recherche Ein krankes Haus.<ref>1. Preis: Otto Brenner Preis 2017. Abgerufen am 3. November 2017.</ref><ref>Zitate / Ehrungen. In: Der Spiegel. Nr. 43, 2017 (online).</ref> Ebenfalls 2017 wurde er mit dem Deutschen Sozialpreis ausgezeichnet.<ref>Preisträger Sparte Print. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. November 2017; abgerufen am 3. November 2017.</ref> Ein Report von ihm über die Zukunft der Medizin in Zeiten der Digitalisierung schaffte es auf die Shortlist für den Ernst-Schneider-Preis 2018.<ref>Shortlist Ernst-Schneider-Preis 2018 - Ernst-Schneider-Preis. In: Ernst-Schneider-Preis. 26. Juni 2018 (ernst-schneider-preis.de [abgerufen am 5. November 2018]).</ref> Zusammen mit Thomas Tuma erhielt Müller den 3. Preis<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />helmutschmidtjournalistenpreis.de ( vom 24. April 2012 im Internet Archive)</ref> beim Helmut-Schmidt-Journalistenpreis 2011 für den Spiegel-Artikel Weltreligion Shoppen.<ref>Martin U. Müller: Helmut-Schmidt-Journalisten-Preis für Thomas Tuma und Martin U. Müller. 11. Januar 2015, abgerufen am 3. November 2017.</ref><ref name="spiegel-75638315">Martin U. Müller, Thomas Tuma: Weltreligion Shoppen. In: Der Spiegel. Nr. 50, 2010 (online).</ref> Er ist gemeinsam mit einem Team um Thomas Tuma Preisträger des Hauptpreises Print des Friedrich-und-Isabel-Vogel-Preises für Wirtschaftsjournalismus<ref name="spiegel-89470612">Ehrung. In: Der Spiegel. Nr. 45, 2012 (online).</ref><ref>www.stifterservice.de</ref> für eine vierteilige Serie Deutschland, deine Reichen.<ref>Im Reich der Reichen. In: Der Spiegel. Nr. 9, 2012 (online).</ref> Weiterhin war er 2012 für den Deutschen Journalistenpreis in der Kategorie Mobilität und Logistik für einen Report über Vielflieger und den Lufthansa HON Circle<ref name="spiegel-83504592">Martin U. Müller: Der Weg ist das Ziel. In: Der Spiegel. Nr. 2, 2012 (online).</ref> nominiert,<ref>media08.djp.info</ref> 2013 in der Kategorie Innovation und Nachhaltigkeit mit einem Titel zum Thema Big Data<ref name="spiegel-94865611">Martin U. Müller, Marcel Rosenbach, Thomas Schulz: Die gesteuerte Zukunft. In: Der Spiegel. Nr. 20, 2013 (online).</ref>, 2024 mit einem Porträt über Lufthansa-Chef Carsten Spohr.
Buchbeiträge
- Post-COVID-Syndrom und Long-COVID (Beitrag). Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2023, ISBN 978-3-95466-698-0.
- Visionäre der Gesundheit (Beitrag). Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2023, ISBN 978-3-95466-767-3.
- Was Ärzte von Journalisten lernen können (Beitrag). Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2020, ISBN 978-3-95466-465-8.
- Wie ein Medienskandal entsteht (Beitrag). Springer Gabler, Wiesbaden 2020, ISBN 978-3-658-27496-2.
- Endlich Zeit (Beitrag). Penguin Verlag, München 2018, ISBN 978-3-328-10271-7.
- Deutschland, Deine Reichen: Wer sind sie – und warum so viele? (Beitrag). Spiegel Verlag, Hamburg 2013.
- Demenz: Was wir darüber wissen, wie wir damit leben (Beitrag). Deutsche Verlags-Anstalt, München 2010, ISBN 978-3-421-04487-7.
- Schwarz, Rot, Grau. Altern in Deutschland (Beitrag). Süddeutsche Zeitung; 1. edition, München 2008, ISBN 978-3-86615-616-6.
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Müller, Martin U. |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Journalist |
| GEBURTSDATUM | 20. Jahrhundert |
| GEBURTSORT | Berlin |