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Marienhagen (Vöhl)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Marienhagen
Gemeinde Vöhl
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(840)&title=Marienhagen 51° 13′ N, 8° 55′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(840) 51° 12′ 41″ N, 8° 54′ 40″ O
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Höhe: 398 m ü. NHN
Fläche: 7,17 km²<ref name="DF" />
Einwohner: 840 (2014)<ref name="DF">Ortsteile Vöhls. In: Webauftritt. Gemeinde Vöhl, abgerufen im Oktober 2020.</ref>
Bevölkerungsdichte: 117 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 34516
Vorwahl: 05635
Datei:Karte Vöhl Marienhagen.svg
Karte
Lage von Marienhagen in Vöhl

Marienhagen ist der zweitgrößte Ortsteil der Gemeinde Vöhl im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg. Neben dem Ortskern rund um die evangelische Kirche gibt es zwei große Neubaugebiete.

Geschichte

Ortsgeschichte

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Marienhagen erfolgte unter dem Namen Merbenhagen im Jahr 1585.<ref name="lagis" /> Der Fund eines Steinbeils aus der jüngeren Steinzeit und mehrere Hügelgräber<ref>Hügelgräber auf www.voehl.de</ref> aus der Bronzezeit lassen jedoch auf eine wesentlich frühere Besiedlung des Gebietes schließen. Im 8. oder 9. Jahrhundert wurde südlich des Orts die Ehrenburg erbaut. Einen sehr schönen Ausblick bietet die Lage der Ruine Frankenkirche, erbaut Anfang des 8. Jahrhunderts zur Zeit Karls des Großen und im Laufe der Grenzstreitigkeiten zwischen Franken und Sachsen schon bald wieder zerstört.

Marienhagen gehörte zunächst zur Landgrafschaft Hessen, seit 1806 zum Großherzogtum Hessen. Dort lag es in dessen Provinz Oberhessen. Nach Auflösung der Ämter im Großherzogtum 1821 gehörte es zum Landratsbezirk Vöhl und zum Bezirk des Landgerichts Vöhl. Die Gemeinde gehörte zu den Landesteilen, die das Großherzogtum nach dem verlorenen Krieg von 1866 mit dem Friedensvertrag vom 3. September 1866 an Preußen abtreten musste. Dort wurde es dem Landkreis Frankenberg und dem Amtsgericht Vöhl zugeordnet.<ref name="lagis" />

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele Heimatvertriebene integriert, die überwiegend aus dem Sudetenland nach Marienhagen kamen.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Zum 1. Januar 1974 wurden die Gemeinden Hessenstein, Ittertal, Marienhagen, Obernburg und Vöhl kraft Landesgesetz zur Großgemeinde Vöhl zusammengeschlossen.<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Frankenberg und Waldeck (GVBl. II 330-23) vom 4. Oktober 1973. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1973 Nr. 25, S. 359, § 6 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 2,3 MB]).</ref><ref></ref> Für alle ehemals eigenständigen Gemeinden von Vöhl wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref>Hauptsatzung. (PDF; 22 kB) § 5. In: Webauftritt. Gemeinde Vöhl, abgerufen im Oktober 2020.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Marienhagen angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Marienhagen 810 Einwohner. Darunter waren 21 (2,6 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 318 Einwohner unter 18 Jahren, 159 waren zwischen 18 und 49, 192 zwischen 50 und 84 und 24 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 360 Haushalten. Davon waren 105 Singlehaushalte, 120 Paare ohne Kinder und 105 Paare mit Kindern, sowie 27 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 81 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 222 Haushaltungen leben keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

  • 1585: 25 Hausgesesse<ref name="lagis" />
  • 1742: 29 Haushaltungen<ref name="lagis" />
  • 1806: 310 Einwohner, 46 Häuser<ref name="Adr-LG-HD-1806" />
  • 1829: 325 Einwohner, 46 Häuser<ref name="GW" />
Marienhagen: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2014
Jahr  Einwohner
1791
  
219
1800
  
286
1806
  
310
1829
  
325
1834
  
301
1840
  
291
1846
  
359
1852
  
351
1858
  
363
1864
  
338
1871
  
299
1875
  
302
1885
  
297
1895
  
315
1905
  
334
1910
  
319
1925
  
280
1939
  
303
1946
  
485
1950
  
480
1956
  
429
1961
  
388
1967
  
443
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
810
2014
  
840
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: 1791<ref name="Adr-LG-HD" />: 180<ref name="Adr-LG-HD-1800" />;0 Gemeinde Vöhl<ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

Im Jahr 1885 waren von den 297 Einwohnern 289 evangelisch was (96,3 % entspricht), zwei katholisch (3,0 %) und 9 Einwohner bekannten sich zum jüdischen Glauben (0,7 %). 1961 wurden 350 evangelische (90,2 %) und 36 katholische (9,3 %) Christen gezählt.<ref name="lagis" />

Kultur

Zahlreiche Vereine, wie Turnverein, Männergesangverein, Frauenchor, Freiwillige Feuerwehr Marienhagen und Altenclub sowie ein Restaurant mit Übernachtungsmöglichkeit runden das kulturelle Leben im Dorf ab.

Die Gemeinde der evangelischen Kirche gehört zum Kirchenkreis Eder.

Weblinks

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Marienhagen, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 8. Juli 2020). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="PR"> Vorlage:BibOCLC </ref> <ref name="NLVK"> Neuste Länder und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände. Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und die freien Städte. Band 22. Weimar 1821, S. 420 (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Adr-LG-HD"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1791. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1791, S. 201 f. (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1800"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1800. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1800, S. 219 f. (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1806"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1806. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1806, S. 265 f. (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="GW"> Vorlage:BibOCLC </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 50 und 106, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;.</ref> </references>

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