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Marie Bäumer

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Marie Bäumer, 2018

Henrike Marie Bäumer (* 7. Mai 1969 in Düsseldorf) ist eine deutsche Theater- und Filmschauspielerin.

Biografie

Marie Bäumer wurde als Tochter eines Architekten und einer Ergotherapeutin im Rheinland geboren. Sie wuchs in Hamburg auf und besuchte dort erst das Gymnasium Blankenese und dann die Waldorfschule in Nienstedten, die sie nach der 11. Klasse verließ.<ref>Nataly Bombeck: Marie Bäumer zurück auf die Schulbank. IN: Hamburger Abendblatt, 11. Mai 2022. (Bäumer besuchte die Rudolf Steiner Schule Hamburg-Nienstedten in der 10. und 11. Klasse.)</ref>

Ihre Schauspielausbildung begann 1992 an der Scuola Teatro Dimitri in Verscio (Tessin) und im Studio 033 in Hamburg. Von 1994 bis 1996 studierte sie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, unter anderem bei Jutta Hoffmann. Während dieser Zeit gelang ihr der Durchbruch mit Detlev Bucks Filmkomödie Männerpension. Für ihre Rolle in Oskar Roehlers Der alte Affe Angst wurde Bäumer 2002 mit dem Bayerischen Filmpreis und 2003 mit dem Preis der deutschen Filmkritik ausgezeichnet.

Neben ihrer Filmarbeit spielte Bäumer auch in Bühnenstücken. So trat sie 1995 unter der Regie von Dieter Löbsch in August von Kotzebues Drama Menschenhass und Reue im Theater im Zimmer in Hamburg auf, 1996 spielte sie im Theater im Kampnagel in einer Inszenierung Falk Richters im Stück Silikon. 2007 folgte sie dem Ruf der Salzburger Festspiele und spielte die Buhlschaft in Hugo von Hofmannsthals Theaterstück Jedermann.

Im Januar 2011 führte Bäumer erstmals selbst Regie bei der Inszenierung des von ihr verfassten Theaterstücks Abschied an den Hamburger Kammerspielen. Wiederholt wirkte sie bei den Dresdner Musikfestspielen am Staatsschauspiel Dresden mit, so 2013 bei einem Wagnerabend;<ref>Spielplan. Wagner zum 200.: Louis Lortie & Thomas Quasthoff. In: Staatsschauspiel Dresden. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. April 2016; abgerufen am 26. April 2016.</ref> 2016 erzählte sie in der Uraufführung des Schwans von Catania die Geschichte der Blütezeit des Belcanto in Italien.<ref>Spielplan. Dresdner Musikfestspiele „Der Schwan von Catania“. In: Staatsschauspiel Dresden. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. April 2016; abgerufen am 26. April 2016.</ref>

Datei:MJK 16010 Marie Bäumer (Berlinale 2018).jpg
Marie Bäumer auf dem roten Teppich der Berlinale 2018

Regelmäßig gibt sie Schauspielkurse und -workshops, so lehrt sie zum Beispiel an der Schule für Schauspiel in Hamburg und an der Filmakademie Baden-Württemberg.<ref>Fortbildung mit Marie Bäumer. In: Die Schule für Schauspiel Hamburg. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. April 2016; abgerufen am 26. April 2016.</ref><ref>Stefan Reckziegel: „Kein Pippi-Theater!“ Was man von Marie Bäumer lernen kann. Hamburger Abendblatt, 23. April 2014, abgerufen am 26. April 2016.</ref><ref>Filmschauspielworkshop. Seit 2000 unterrichteten im Filmschauspielworkshop. In: Filmakademie Baden-Württemberg. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. April 2016; abgerufen am 26. April 2016.</ref> 2016 war sie Festivaldirektorin und Juryleiterin eines Drohnen-Filmfestivals.<ref>Drone Film Festival. Peugeot präsentiert einzigartiges Drohnenfilmfestival Deutschlands. In: Peugeot. Abgerufen am 26. April 2016.</ref> 2018 gewann Bäumer für ihre Darstellung der Romy Schneider in Emily Atefs Filmbiografie 3 Tage in Quiberon den Deutschen Filmpreis als Beste Hauptdarstellerin. Neben ihrer Tätigkeit im Schauspiel bietet sie Kurse zu Selbstfindung und Persönlichkeitsentwicklung, vor allem mit Pferden, an.<ref>Escapade Equus. Website Escapade Marie Bäumer (abgerufen am 15. Dezember 2018).</ref>

Privatleben

Mit dem Schauspieler Nicki von Tempelhoff, von dem sie sich im Juli 2009 trennte, hat Bäumer einen Sohn. Sie lebt im französischen L’Isle-sur-la-Sorgue<ref>DBMobil, 4/2018.</ref> in der Nähe von Avignon.

Filmografie (Auswahl)

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Auszeichnungen

Datei:Grimme-Preis 2011 - Marie Bäumer 1.JPG
Grimme-Preisträgerin Marie Bäumer bei der Verleihung 2011

Literatur

  • Manfred Hobsch, Ralf Krämer, Klaus Rathje: Filmszene D. Die 250 wichtigsten jungen deutschen Stars aus Kino und TV. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2004, ISBN 3-89602-511-2, S. 32 ff.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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