Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Margot Leonard – Wikipedia Zum Inhalt springen

Margot Leonard

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Margot Léonard)

Vorlage:Externes Bild

Margot Schnell<ref name=":2">Sul Verbano lombardo le olimpiadi dei turisti vanno ai tedeschi. 9. August 2021, abgerufen am 11. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> (* 2. Oktober 1927 in Chemnitz als Margot Löbel; † 3. September 2014<ref name=":2" />) war eine deutsche Schauspielerin. Sie zählte unter dem Namen Margot Leonard jahrzehntelang zu den gefragtesten Synchronsprecherinnen, unter anderem als deutsche Standardstimme von Marilyn Monroe und Brigitte Bardot.

Leben

Margot Leonard erhielt ihre erste Filmrolle bereits 1949 in Man spielt nicht mit der Liebe. In den 1950er Jahren war sie eine vielbeschäftigte Darstellerin im Film und in frühen Fernsehproduktionen. Daneben spielte sie in Berlin Theater. Ab den 1950er-Jahren war Leonard umfangreich in der Synchronisation tätig, weswegen ihre Auftritte in Film und Fernsehen immer seltener wurden. Einem breiteren Publikum dürfte sie vor allem durch ihre Rolle als Elfriede Zerfass in der ARD-Serie Moselbrück bekannt sein.<ref name=":1">Nils Daniel Peiler: Ich blicke auf Perlen. In: Filmdienst. Nr. 20, 2012.</ref>

Leonard gehörte jahrzehntelang zu den meistbeschäftigten Synchronsprecherinnen und war die deutsche Standardstimme mehrerer internationaler Stars. Sie wurde ein Jahrzehnt lang – zwischen 1952 und 1961 – als kongeniale Sprecherin von Marilyn Monroe besetzt und sprach die Schauspielerin unter anderem in Klassikern wie Blondinen bevorzugt, Manche mögen’s heiß, Das verflixte 7. Jahr, Niagara oder Wie angelt man sich einen Millionär?. Zwischen 1955 und 1971 synchronisierte Leonard in 15 Filmen die französische Schauspielerin Brigitte Bardot, darunter in Mit den Waffen einer Frau, Und immer lockt das Weib sowie Viva Maria!. Zwischen 1949 und 1966 lieh Leonard in elf Filmen Janet Leigh die Stimme, darunter in Scaramouche, der galante Marquis und Psycho. Ebenfalls regelmäßig sprach sie Kim Novak, etwa in Meine Braut ist übersinnlich und Der Mann mit dem goldenen Arm.

Des Weiteren lieh sie ihre Stimme zahlreichen bekannten Kolleginnen wie Katharine Hepburn in Leoparden küßt man nicht, Judy Garland in Der Zauberer von Oz, Grace Kelly in Zwölf Uhr mittags, Gina Lollobrigida in Die Schönen der Nacht, Vera Miles in Der schwarze Falke, Julie Harris in Jenseits von Eden, Glynis Johns in Der Hofnarr, Mylène Demongeot in den Fantomas-Filmen, Natalie Wood in … denn sie wissen nicht, was sie tun sowie Carroll Baker in Weites Land und Cheyenne. Diana Rigg sprach sie im James-Bond-Film Im Geheimdienst Ihrer Majestät sowie in der Fernsehserie Mit Schirm, Charme und Melone. Im 3. James-Bond-Film Goldfinger synchronisierte sie Honor Blackman in der Rolle der Pussy Galore und im 4. James-Bond-Film Feuerball Luciana Paluzzi in der Rolle der Fiona Volpe. In einer weiteren Fernsehserie sprach sie Ros Drinkwater in der Rolle der Steve Temple in Paul Temple.

Darüber hinaus kannte man sie von vielen Hörspielproduktionen, wie 1967 aus dem letzten Paul-Temple-Mehrteiler als Steve Temple, nämlich in Paul Temple und der Fall Alex von Francis Durbridge. Zu ihren Partnern gehörten Paul Klinger als Paul Temple sowie Ernst Hilbich, Kurt Lieck und Gerd Baltus. 1972 sprach sie in der WDR-Adaption von Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt Nessi, das Ungeheuer von Loch Ness.

Privates

In den 1950er- und frühen 1960er-Jahren war Margot Leonard mit dem Maler Ferry Ahrlé verheiratet.<ref name=":0">Manfred Christ: Graphische Träume - 800 Filmplakate deutscher und internationaler Produktionen. Renato Casaro Verlag, Hambergen 2004, S. 21.</ref> In den 1990er-Jahren zog sie sich aus dem Berufsleben zurück und lebte seitdem mit ihrem zweiten Ehemann, dem Hörspielregisseur Raoul Wolfgang Schnell am Lago Maggiore in Italien.<ref name=":1" /> Margot Leonards ältere Schwester war die Schauspielerin Bruni Löbel, ihr Schwager war der Schauspieler und Synchronsprecher Holger Hagen.

Wie erst im Jahr 2023 öffentlich bekannt wurde, starb Margot Leonard am 3. September 2014 im Alter von 86 Jahren. Sie wurde auf dem Friedhof der Gemeinde Tronzano Lago Maggiore in einem gemeinsamen Grab mit ihrem Mann bestattet.<ref name=":2" />

Namensvarianten

In der fachlichen Literatur und einigen Adressbucheinträgen lassen sich verschiedene Varianten ihres Namens finden. So finden sich die Schreibungen Margot Leonhard<ref name=":0" /> und Margot Leonhard-Löbel<ref>Ulrike Schlieper, Rolf Geserick: Hörspiel 1950-1951: eine Dokumentation. Deutsches Rundfunkarchiv, Frankfurt a. M. 2004, S. 556.</ref> sowie, die auf ihre Ehen zurückzuführenden Namensvarianten Margot Leonhard-Ahrlé<ref>Stadt Frankfurt am Main (Hrsg.): Adressbuch der Stadt Frankfurt am Main: 1963/1964. 1963, S. 741.</ref>, Margot Ahrlé<ref>Stadt Berlin (Hrsg.): Berliner Stadtadressbuch: 1957. 1957, S. 11.</ref> und Margot Leonard-Schnell<ref name=":1" />.

Film und Fernsehen (Auswahl)

Als Schauspielerin

Als Synchronsprecherin (Auswahl)

Marilyn Monroe
Brigitte Bardot
Diana Rigg

Filme

Serien

Hörspiele (Auswahl)

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein