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Magnus II. (Braunschweig-Lüneburg)

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(Weitergeleitet von Magnus II. Torquatus)
Datei:Magnustorquatus gesamt.jpg
Darstellung von Magnus II. in der Schriftenreihe „Braunschweigischer Fürstensaal“ des Historikers Ludwig Ferdinand Spehr von 1840

Magnus II. Torquatus, auch: Magnus mit der silbernen Kette,<ref>Georg_Caspar_Schürmann: Magnus Torquatus oder Magnus mit der silbernen Kette Hertzog zu Braunschweig und Lüneburg, 1730 und Caspar_Diepolt: Historische Welt: Oder Außführliche Beschreibung der vornehmsten und denckwirdigsten Geschichten, 1715, S. 935. (Digitalisat)</ref> Herzog zu Braunschweig-Lüneburg (* 1328; † 25. Juli 1373 bei Leveste) aus dem Geschlecht der Welfen war von 1369 bis zu seinem Tode 1373 Fürst von Lüneburg und Fürst von Braunschweig-Wolfenbüttel.

Leben

Magnus war der älteste Sohn von Magnus I. und dessen Frau Sophie von Brandenburg (1300–1356). Er wirkte zunächst als Verwalter in Sangerhausen, dann ab 1368 als Amtmann. 1369 erbte er nach dem Tode seines Vaters das Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel. Wenige Monate später starb auch der Vater seiner Schwägerin Mechtild von Braunschweig-Lüneburg († vor 16. Mai 1410), der Lüneburger Fürst Wilhelm II. Magnus war von ihm als Erbe bestimmt worden und wäre auch den welfischen Hausgesetzen gemäß erbberechtigt gewesen, da sein Vater Magnus I. ein Vetter 2. Grades des verstorbenen gewesen war. Kaiser Karl IV. betrachtete das Reichslehen jedoch als ans Reich zurückgefallen und belehnte die askanischen Herzöge Albrecht von Sachsen-Wittenberg und dessen Onkel Wenzel mit dem Fürstentum, wodurch der Lüneburger Erbfolgekrieg ausgelöst wurde. Die nächsten Jahre waren von militärischen Auseinandersetzungen mit den Wittenbergern geprägt. Nachdem Lüneburg sich aufgrund wiederholter Geldforderungen seitens Magnus auf die Seite der Wittenberger Herzöge stellte, versuchte Magnus Lüneburg einzunehmen, was jedoch misslang. Magnus starb 1373 an tödlichen Verletzungen, die er sich bei einem Zweikampf mit seinem Schwager, Graf Otto I. von Schaumburg, bei der Schlacht bei Leveste am Deister zugezogen hatte.

Denkmal

Datei:Magnus II. Braunschweig-Lüneburg Denkmal.jpg
Magnus-Denkmal bei Leveste

1864 ließ König Georg V. von Hannover an der Straße von Leveste nach Gehrden ein Denkmal errichten, das an den dort 1373 gefallenen Herzog Magnus Torquatus erinnert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Levester Chronik zum Magnusdenkmal (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref> Es trägt die Inschrift:

<poem style="font-style:italic; margin:2em;"> Herzog Magnus Torqatus fiel hier im Kampfe mit Otto Graf von Schaumburg am XXV Julius MCCCLXXIII. Koenig Georg V. liess dieses Denkmal errichten MDCCCLXIV </poem>

Ursprünglich war an der Todesstelle ein Kreuzstein aufgestellt.<ref>Das Magnus Denkmal</ref> Dieser ehemals rechteckige Quader mit einem kunstlos eingemeißeltem Kreuz dient oben gotisch zugespitzt als Mittelteil<ref name="Kunstdenkmäler120" /> des nach Plänen des Oberlandbaumeisters Christian Adolf Vogell im neugotischen Stil errichteten Denkmals.<ref name="Kunstdenkmäler102" />

Nachkommen

Aus seiner Ehe mit Katharina von Anhalt-Bernburg († 1390), einer Tochter von Fürst Bernhard III. von Anhalt-Bernburg († 1348), hatte Magnus II. elf Kinder:

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="Kunstdenkmäler102"> Leveste. In: Carl Wolff (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover. Heft 1: Landkreise Hannover und Linden. Selbstverlag der Provinzialverwaltung, Theodor Schulzes Buchhandlung, Hannover 1899, S. 102 (online). </ref> <ref name="Kunstdenkmäler120"> Wilh. H. Mitthoff: Leveste. In: Kunstdenkmale und Alterthümer im Hannoverschen. Erster Band: Fürstenthum Calenberg. Helwing’sche Hofbuchhandlung, Hannover 1871, S. 120–121 (online). </ref> </references>

VorgängerAmtNachfolger
Wilhelm II.Herzog zu Braunschweig-Lüneburg
Fürst von Lüneburg

1369–1373
Albrecht von Sachsen-Wittenberg und
Wenzel von Sachsen-Wittenberg
Magnus I.Herzog zu Braunschweig-Lüneburg
Fürst von Braunschweig-Wolfenbüttel

1369–1373
Friedrich

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