Mission der Vereinten Nationen für das Referendum in Westsahara
Die Mission der Vereinten Nationen für das Referendum in Westsahara (MINURSO, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Mission der Vereinten Nationen und wurde am nach der Resolution 690 des UN-Sicherheitsrates vom 29. April 1991 auf Empfehlung des UN-Generalsekretärs vom UN-Sicherheitsrat eingesetzt. Das Mandat umfasst die Überwachung des Waffenstillstands in der Westsahara, sowie die Durchführung eines Referendums, bei dem zwischen einer Integration der Westsahara in den marokkanischen Staat und der Unabhängigkeit gewählt werden soll.
Organisation
Die maximale Stärke der Beobachtermission beträgt 245 autorisierte Militärangehörige (Stand: August 2021), sowie 433 zivile Mitarbeiter und 11 UN-Freiwillige.<ref name="factsheet"/>
Das – aufgrund des bislang ausgebliebenen Referendums und des nach wie vor ungeklärten Status des Territoriums – weiterhin notwendige Mandat der Mission wird regelmäßig um ein Jahr erneuert.<ref>SECURITY COUNCIL RESOLUTIONS AND STATEMENTS. In: minurso.unmissions.org. United Nations, abgerufen am 14. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2018 und 2019 wurden die Mandate nur um sechs Monate verlängert – diese kürzere Befristung konnte als Zeichen des Drucks auf die Konfliktparteien gewertet werden, nach den Eskalationen in der Pufferzone sowie einem stagnierenden Status quo wieder zu direkten Gesprächen zurückzufinden.<ref>Artikel. In: Maghreb-Post, 28. April 2018</ref>
Der Deutsche Wolfgang Weisbrod-Weber war am 15. Juni 2012 vom UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zum neuen Sonderbeauftragten für Westsahara und Leiter der MINURSO ernannt worden.<ref>Ban appoints UN official as head of mission on referendum in Western Sahara. UN, 15. Juni 2012, abgerufen am 23. Juni 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 31. Juli 2014 trat die Kanadierin Kim Bolduc, zuletzt Koordinatorin der Vereinten Nationen für Entwicklungsprogramme (UNDP) in Panama sowie stellvertretende Sonderbeauftragte bei den Vereinten Nationen in Haiti (MINUSTAH), seine Nachfolge an.<ref>Secretary-General Appoints Kim Bolduc of Canada Special Representative, Head of United Nations Mission for Referendum in Western Sahara. UN, 12. Mai 2014, abgerufen am 23. Juni 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pressemitteilung SG/A/1469-BIO/4591-PKO/400).</ref> Ihr folgte am 1. Dezember 2017 der Kanadier Colin William Stewart nach.<ref>UN Secretary-General statement vom 1. Dezember 2017</ref>
Force Commander
Deutsche Beteiligung
Die Bundesregierung hat am 16. Oktober 2013 die Teilnahme von bis zu vier Offizieren der Bundeswehr beschlossen und damit einer Anfrage der Vereinten Nationen vom 16. September 2013 entsprochen. Der Kabinettsbeschluss gilt unbefristet bis zur Beendigung der Mission.<ref>Aktuelle Lage in den Einsatzgebieten der Bundeswehr 42/2013. (PDF; 256 kB) Bundeswehr, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. Oktober 2013; abgerufen am 23. Juni 2016.</ref><ref>Als Militärbeobachter in die Westsahara. Bundeswehr, 6. November 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 10. November 2013; abgerufen am 23. Juni 2016.</ref>
Schweizer Beteiligung
Die Schweizer Armee beteiligte sich von November 1991 bis August 1994 mit einer Swiss Medical Unit (SMU) mit maximal 85 Angehörigen an der MINURSO. Am 10. November 1993 beschloss der Bundesrat das Mandat der SMU ein letztes Mal bis zum 30. Juni 1994 zu verlängern. Während das Gros der SMU Ende Juni 1994 in die Schweiz zurückkehrten, blieben einzelne SMU-Mitglieder noch bis August 1994 vor Ort, um die Übergabe an Südkorea zu gewährleisten, welches die medizinische Nachfolge der SMU antrat. Seit Juli 2011 wurde die Mission von der Schweiz mit zwei Minenräumspezialisten unterstützt. Im Juli 2014 wurde die Schweiz von der UNO für die Entsendung von unbewaffneten Militärbeobachtern angefragt. Die Abklärungen des VBS haben ergeben, dass die Schweizer Armee über die gesuchten Militärbeobachter verfügt. Der Bundesrat hat deshalb beschlossen, die MINURSO mit bis maximal sechs unbewaffneten Armeeangehörigen zu unterstützen.<ref>admin.ch: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />MINURSO (West-Sahara) ( vom 13. August 2016 im Internet Archive)</ref><ref>Schweizer Militärbeobachter für die UNO-Mission in der Westsahara. 20. August 2014, abgerufen am 23. Juni 2016.</ref>
Siehe auch
Weblinks
- Offizielle MINURSO-Seite (englisch)
- UN-Karte des Konfliktgebietes
- Übersicht über alle UN-Resolutionen zur Westsahara seit 1995
- Major General Md Fakhrul Ahsan of Bangladesh – Force Commander of the United Nations Mission for the Referendum in Western Sahara (MINURSO). In: Pressemitteilung der Vereinten Nationen. 16. März 2023, abgerufen am 24. August 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
Einzelnachweise
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| Laufende Missionen: |
MINUSCA (2014, Zentralafrikanische Republik) | UNSOM (2012, Somalia) | UNMISS (2011, Südsudan) | UNISFA (2011, Sudan/Südsudan) | MONUSCO (1999, Demokratische Republik Kongo) | MINURSO (1991, Westsahara) | UNSMIL (2011, Libyen) |
|
| Beendete Missionen: |
MINUSMA (2013-2023, Mali) | UNAMID (2007-2020, Sudan/Darfur) | UNOGBIS/UNIOGBIS (1999-2020, Guinea-Bissau) | UNMIL (2003-2018, Liberia) | ONUCI (2004-2017, Elfenbeinküste) | MINURCAT (2007-2010, Tschad/Zentralafrikanische Republik) | UNMIS (2005–2011, Sudan) | BINUB (2007-2010, Burundi) | BNUB (2011-2014, Burundi) | UNIPSIL (2008–2014, Sierra Leone) | UNIOSIL (2006–2008, Sierra Leone) | ONUB (2004–2006, Burundi) | UNAMSIL (1999–2005, Sierra Leone) | UNOMSIL (1998–1999, Sierra Leone) | MINURCA (1998–2000, Zentralafrikanische Republik) | MONUA (1997–1999, Angola) | UNAVEM III (1995–1997, Angola) | UNASOG (1994–1994, Tschad/Libyen) | UNAMIR (1993–1996, Ruanda) | UNOMIL (1993–1997, Liberia) | UNOMUR (1993–1994, Ruanda/Uganda) | UNOSOM II (1993–1995, Somalia) | ONUMOZ (1992–1994, Mosambik) | UNOSOM I (1992–1993, Somalia) | UNAVEM II (1991–1995, Angola) | UNTAG (1989–1990, Namibia) | UNAVEM I (1988–1991, Angola) | UNMEE (2000-2008, Äthiopien, Eritrea) | ONUC (1960–1964, Kongo) |