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Márton Homonnai

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(Weitergeleitet von Márton Homonnay)

Vorlage:Infobox Wasserballspieler Márton Homonnai (* 5. Februar 1906 in Budapest; † 15. Oktober 1969 in Buenos Aires) war ein ungarischer Wasserballspieler.

Homonnai nahm erstmals an den Olympischen Spielen 1924 in Paris teil, als er mit 18 Jahren im Wasserball den fünften Platz belegte. Vier Jahre später erreichte er in Amsterdam mit der ungarischen Mannschaft das Finale und verlor dort erst gegen das Team aus Deutschland mit 2:5 und holte Silber. Wiederum vier Jahre später, bei den Olympischen Spielen 1932 in Los Angeles, revanchierte sich das ungarische Team für diese Niederlage und schlug Deutschland im entscheidenden Finalspiel mit 6:2. Ungarn wurde Olympiasieger und Homonnai, der diesmal als Teamkapitän agierte, gewann seine erste Goldmedaille, zusammen mit seinen Teamkollegen György Bródy, Sándor Ivády, Olivér Halassy, József Vértesy, János Németh, István Barta, Alajos Keserű, Miklós Sárkány und Ferenc Keserű.

Seine zweite Goldmedaille holte Homonnai bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin, als er nach einem 5:0-Sieg über Frankreich und einem 2:2-Unentschieden über Deutschland zusammen mit György Bródy, Kálmán Hazai, Olivér Halassy, Jenő Brandi, Mihály Bozsi, János Németh, István Molnár, György Kutasi, Sándor Tarics und Miklós Sárkány aufgrund des besseren Torverhältnisses die Goldmedaille gewann und Deutschland Zweiter wurde.

Homonnai gewann außerdem von 1926 bis 1934 vier Europameistertitel. Insgesamt bestritt er 126 Länderspiele für die ungarische Nationalmannschaft.

Márton Homonnai beendete 1936 seine Karriere in der ungarischen Nationalmannschaft, blieb jedoch bis 1939 auf Vereinsebene aktiv. Nach dem Ende seiner Laufbahn war er als Trainer, Schiedsrichter und Sportfunktionär tätig. Zwischen 1936 und 1940 arbeitete er zudem als Herausgeber von Sportzeitschriften, bevor er an der Ostfront eingesetzt wurde.

Während des Zweiten Weltkriegs war Homonnai als Polizist tätig und gehörte den rechtsradikalen Pfeilkreuzler an, die mit dem nationalsozialistischen Regime in Deutschland kooperierte. Nach Kriegsende wurde er deshalb verfolgt und später in Abwesenheit wegen Kriegsverbrechen zum Tode verurteilt. Er entzog sich jedoch der Strafverfolgung, indem er über Deutschland nach Brasilien und später nach Argentinien floh, wo er 1969 verstarb. Zuvor war er beim Wasserballteam von River Plate als Trainer aktiv gewesen.

1971 wurde Márton Homonnai in die International Swimming Hall of Fame aufgenommen. Da seine Tochter Katalin Szőke unter dem Familiennamen ihres Vaters nicht in die ungarische Schwimm-Nationalmannschaft aufgenommen worden wäre, nahm sie den Mädchennamen ihrer Mutter an, um an den Olympischen Spielen 1952 und 1956 teilnehmen zu können.<ref>https://www.olympics.com/en/athletes/marton-homonnai</ref>

Weblinks

Einzelnachweis

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