Lütterz
Lütterz Gemeinde Großenlüder
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(86)&title=L%C3%BCtterz 50° 36′ N, 9° 36′ O
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| Höhe: | 247 (237–250) m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 4,48 km²<ref name="lagis" /> | |||||
| Einwohner: | 86 (30. Juni 2024) HW<ref name="DF">Entwicklung der Einwohnerzahlen. Gemeinde Großenlüder, abgerufen am 14. September 2024.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 19 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. August 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 36137 | |||||
| Vorwahl: | 06648 | |||||
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Lütterz ist der kleinste Ortsteil der Gemeinde Großenlüder im osthessischen Landkreis Fulda.
Geographie
Der Ort liegt 3 km östlich von Großenlüder oberhalb der Lüder. In Lütterz gibt es keine Straßenbezeichnungen, sondern nur Hausnummern, nach denen sich Einwohner, Postboten, Lieferanten und Besucher orientieren müssen.
- Aktuelle und historische Siedlungsplätze
Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
- Burg Lütterz (Bollheide)<ref>Lütterz (Bollheide), Landkreis Fulda. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 7. Februar 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref>
- Wüstung Meinerts<ref>Meinerts, Landkreis Fulda. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 17. Februar 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref>
- Schmerhof<ref>Schmerhof, Landkreis Fulda. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 10. September 2015). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref>
Geschichte
Ortsgeschichte
Erstmals schriftlich erwähnt wurde der Ort im Jahre 1058. Früher stand am südlichen Ortsrand eine Kemenate. Im Wald gab es eine Burg.
Im Jahr 1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Großenlüder.
Zum 1. August 1972 wurde der bis dahin selbständige Gemeinde Lütterz im Zuge der Gebietsreform in Hessen in die Gemeinde Großenlüder kraft Landesgesetz eingemeindet.<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Fulda und Hünfeld und der Stadt Fulda (GVBl. II 330-14) vom 11. Juli 1972. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 220, § 14 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 1,2 MB]).</ref><ref></ref> Für Lütterz, wie für alle im Zuge der Gebietsreform nach Großenlüder eingegliederten Gemeinden, wurde ein Ortsbezirk gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (DOC; 40 kB) § 5. In: Webauftritt. Gemeinde Großenlüder, abgerufen im September 2020.</ref>
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Lütterz angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
- vor 1803: Heiliges Römisches Reich, Hochstift Fulda, Gericht/Oberamt Lüder
- 1803–1806: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Amt Großenlüder<ref group="Anm.">Durch den Reichsdeputationshauptschluss.</ref> Fürstentum Fulda, Amt Blankenau
- 1806–1810: Kaiserreich Frankreich,<ref group="Anm.">Infolge der Napoleonischen Kriege.</ref> Fürstentum Fulda (Militärverwaltung)
- 1810–1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Großenlüder
- ab 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Großenlüder<ref name="KHK1818" />
- ab 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Fulda<ref group="Anm.">1822: Trennung zwischen Justiz (Justizamt Großenlüder) und Verwaltung.</ref>
- ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
- ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Fulda
- ab 1867: Norddeutscher Bund,<ref group="Anm.">Der Norddeutsche Bund war der erste deutsche Bundesstaat unter der Führung Preußens. Er war die geschichtliche Vorstufe des Deutschen Reichs.</ref> Königreich Preußen,<ref group="Anm.">Infolge des Deutschen Krieges.</ref> Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda
- ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda
- ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda
- ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Fulda
- ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone,<ref group="Anm.">Infolge des Zweiten Weltkriegs.</ref> Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda
- ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda
- ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda, Gemeinde Großenlüder
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Lütterz 81 Einwohner. Darunter waren keine Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 15 Einwohner unter 18 Jahren, 36 zwischen 18 und 49, 21 zwischen 50 und 64 und 12 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 30 Haushalten. Davon waren 9 Singlehaushalte, 6 Paare ohne Kinder und 12 Paare mit Kindern, sowie 36 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In keinem Haushalt lebten ausschließlich Senioren und in 24 Haushalten lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung
- 1812: 14 Feuerstellen, 102 Seelen<ref name="lagis" />
| Lütterz: Einwohnerzahlen von 1812 bis 2024 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1812 | 102 | |||
| 1834 | 134 | |||
| 1840 | 140 | |||
| 1846 | 125 | |||
| 1852 | 116 | |||
| 1858 | 118 | |||
| 1864 | 124 | |||
| 1871 | 106 | |||
| 1875 | 96 | |||
| 1885 | 93 | |||
| 1895 | 103 | |||
| 1905 | 98 | |||
| 1910 | 109 | |||
| 1925 | 112 | |||
| 1939 | 124 | |||
| 1946 | 156 | |||
| 1950 | 156 | |||
| 1956 | 102 | |||
| 1961 | 96 | |||
| 1967 | 100 | |||
| 1970 | 95 | |||
| 1982 | 79 | |||
| 1990 | 69 | |||
| 1995 | 68 | |||
| 2000 | 79 | |||
| 2005 | 86 | |||
| 2010 | 76 | |||
| 2011 | 81 | |||
| 2015 | 76 | |||
| 2020 | 73 | |||
| 2024 | 86 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Gemeinde Großenlüder<ref>Haushalt 2020. (PDF; 35,7 MB) Einwohnerzahlen. In: Webauftritt. Gemeinde Großenlüder, S. 6, abgerufen im September 2020.</ref><ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
Religionszugehörigkeit
-
Die alte St. Vitus Kapelle
Da Lütterz zum Herrschaftsbereich des Klosters Fulda gehörte, blieb die Dorfbevölkerung katholisch und ist es auch mehrheitlich noch heute:<ref name="lagis" />
| • 1885: | 91 katholische, zwei andere christliche Einwohner |
| • 1961: | 95 katholische, ein evangelischer Einwohner |
Politik
Für Lütterz besteht ein Ortsbezirk (Gebiet der ehemaligen Gemeinde Lütterz) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 78,13 %. Dabei wurden gewählt: zwei Mitglieder der CDU und drei Mitglieder der Unabhängigen Bürgerliste (UBL).<ref>Ortsbeiratswahl Lütterz. In: Votemanager. Gemeinde Großenlüder, abgerufen im November 2024.</ref> Der Ortsbeirat wählte Detlef Pitzer-Statt (UBL) zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Lütterz. In: Webauftritt. Gemeinde Großenlüder, abgerufen im November 2024.</ref>
Weblinks
- Ortsteil Lütterz. In: Erbauftritt der Gemeinde Großenlüder.
- Lütterz, Landkreis Fulda. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
- Vorlage:HessBib
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis"> Lütterz, Landkreis Fulda. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 8. Juli 2019). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="KHK1818"> Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 154 (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 8 und 64, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020. </ref> </references>