Lössel
Lössel Stadt Iserlohn
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=L%C3%B6ssel 51° 21′ N, 7° 39′ O
{{#coordinates:51,349166666667|7,6525|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Lössel | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Eingemeindung: | 1. Oktober 1956 | |||||
| Eingemeindet nach: | Letmathe | |||||
| Postleitzahl: | 58644 | |||||
| Vorwahl: | 02374 | |||||
Lage von Lössel in Nordrhein-Westfalen
| ||||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Lössel ist ein Stadtteil im Süden der Stadt Iserlohn im Märkischen Kreis im Sauerland. Ende 2025 hatte die Ortschaft zusammen mit Pillingsen 1373 Einwohner.<ref>Stadt Iserlohn: Einwohnerzahlen 2025. (XLSX) Abgerufen am 17. März 2026.</ref>
Geografie
Der Hilkenhohl auf Lösseler Gebiet erreicht 441 Meter über NN.
Geschichte
Erstmals wurde Lössel urkundlich 1396 als gud zu Luyrinchsele erwähnt. Wilhelm Bleicher leitet aus der Bezeichnung („Selle“ bedeutet „Saal“ oder „Haus“) das „Haus der Lühringer“ ab, sodass nach weiteren Ableitungen aufgrund von Lautverschiebungen Lössel als „das Haus der Leute, die von Lothar abstammen“ übersetzt werden kann. Flör meint die Deutung des Ortsnamens kann mit „Wohnstätte des Lindheri/Hlüdheri“ umschrieben werden.<ref>Flöer, Michael: Die Ortsnamen des Märkischen Kreises, Westfälisches Ortsnamenbuch (WOB) 12, Bielefeld 2018, S. 245–247 (Lössel).[1]</ref> Die Erwähnung als Lurxel 1448, die lange für die erste gehalten wurde, hatte für ältere, wohl falsche Ableitungsversuche vom Wort Lurch gesorgt.
Im Jahr 1705 waren in der Bauerschaft Lössel (In Loßeler Baurschafft) 19 Steuerpflichtige mit Abgaben an die Rentei im Kataster verzeichnet. Dabei mit jeweils 20 Morgen Land Hof Bröcker und Hof Bode, ein Pachthof des Herrn von Brabeck.<ref>Westfälisches Schatzungs- und Steuerregister, Band 6, Münster 1980. Darin: Kataster der Kontribuablen Güter in der Grafschaft Mark 1705. Bearb. von Willy Timm, S. 379–380.</ref> Die Bauerschaft Lössel gehörte bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zum Amt Iserlohn, kam aber 1841 zum Amt Hemer. Zum 25. Januar 1921 wurde es aus diesem wieder herausgelöst und bildete mit Oestrich das neue Amt Oestrich. Am 1. Oktober 1956 kam Lössel zur ehemaligen Stadt Letmathe<ref></ref> im damaligen Kreis Iserlohn, mit der es am 1. Januar 1975 nach Iserlohn eingemeindet wurde.<ref>§ 2 Sauerland/Paderborn-Gesetz</ref>
Das in der Nähe westlich liegende Pillingsen wurde im Iserlohner Urkundenbuch erstmals 1448 mit einem Hinrich van Pelinchusen erwähnt. 1482 werden ein Johan Pellinchus, 1485 ein Hannes dey schulte van Pellynchus, 1600 tho Pellinickhausen und 1766 ein Died. Herm. Pilling von Pillingsen genannt. Die Deutung des Ortsnamens kann mit „bei den Häusern der Leute des Pelli/Pello“ umschrieben werden.<ref>Flöer, Michael: Die Ortsnamen des Märkischen Kreises, Westfälisches Ortsnamenbuch (WOB) 12, Bielefeld 2018, S. 281/82 (Pillingsen).[2]</ref>
Im Jahr 1885 gab es in Lössel 35 Wohnhäuser mit 379 Einwohnern, in Pillingsen 14 Wohnhäuser mit 125 Einwohnern und insgesamt im Dorfbezirk noch 18 Wohnplätze.<ref>Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen, Berlin 1887, S. 99, Online-Ausgabe.[3]</ref>
Bauwerke
In Lössel gibt es mit der Brunnenkirche eine evangelische Kirche, die 1981 mithilfe vieler Lösseler Bürger errichtet wurde. Ihr Glockenturm beherbergt die älteste Glocke Iserlohns, die „Pankratiusglocke“.
Das Kriegerdenkmal am Friedhof erinnert an zwei Gefallene des Deutsch-Französischen Kriegs von 1870/71, an 56 Gefallene des Ersten Weltkrieges und an 86 Gefallene des Zweiten Weltkrieges.<ref>http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/iserlohn-Loessel_1870-71_wk1u2_nrw.htm</ref>
Wirtschaft
Der Ort ist im Wesentlichen durch die Lösseler Straße nach Norden über die Iserlohner Stadtteile Roden und Untergrüne an das weitere Straßennetz angeschlossen. Schmale Nebenstraßen führen über Pillingsen in die Untergrüne sowie in die Obergrüne.
Größere Wirtschaftsbetriebe gibt es nicht. Das Wirtschaftsleben ist komplett nach Iserlohn ausgerichtet.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Attern | Calle | Dahlsen | Dröschede | Drüpplingsen | Genna | Gerlingsen | Grüne | Grürmannsheide | Hennen | Hombruch | Iserlohner Heide | Kalthof | Kesbern | Lasbeck | Leckingsen | Letmathe | Lössel | Nußberg | Oestrich | Refflingsen | Rheinen | Rheinermark | Roden | Stübbeken | Sümmern | Wermingsen