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Löschenrod

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Löschenrod
Gemeinde Eichenzell
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1279)&title=L%C3%B6schenrod 50° 30′ N, 9° 41′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1279) 50° 29′ 53″ N, 9° 40′ 44″ O
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Höhe: 280 m ü. NHN
Fläche: 1,58 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 1279 (2023)<ref>Zahlen, Daten & Fakten. Gemeinde Eichenzell, Kreis: Fulda, abgerufen im November 2024.</ref>
Bevölkerungsdichte: 809 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 1972
Postleitzahl: 36124
Vorwahl: 06659

Löschenrod ist ein Ortsteil der Gemeinde Eichenzell im osthessischen Landkreis Fulda.

Geographie

Geographische Lage

Löschenrod liegt in den westlichen Ausläufern der Rhön, südlich von Fulda bei der Abzweigung der Frankfurter von der Würzburger Straße. Östlich von Löschenrod verläuft der Fluss Fulda, westlich der Fluss Fliede.

Nachbargemeinden

Löschenrod grenzt im Südwesten und Süden an Kerzell, im Norden an Fulda-Bronnzell und im Osten an Eichenzell.

Geschichte

Ortsgeschichte

Datei:Eichenzell Loeschenrod Arch Gate Church Alte Wehrkirche d.png
Historische Wehrkirche (1386) seit 1986 Marienkapelle

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Löschenrod erfolgte unter dem Namen „Lessenrode“ (Rodung der Familie Leisse) im Jahr 1303.<ref name="lagis" /> Die um 1386 erbaute gotische Wehrkirche ist heute eine Marienkapelle und gleichzeitig das Wahrzeichen des Ortes. Die neue Auferstehungskirche wurde 1968 eingeweiht.

Zum 1. August 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Löschenrod im Zuge der Gebietsreform in Hessen kraft Landesgesetz als Ortsteil in die zuvor gebildete Großgemeinde Eichenzell eingegliedert.<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Fulda und Hünfeld und der Stadt Fulda (GVBl. II 330-14) vom 11. Juli 1972. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 220, § 10 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 1,2 MB]).</ref><ref></ref> Für Löschenrod wurde, wie für die übrigen Ortsteile von Eichenzell, ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung eingerichtet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 151 kB) § 2. In: Webauftritt. Gemeinde Eichenzell, abgerufen im Januar 2022.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Löschenrod angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Bevölkerung

Einwohnerentwicklung

• 1812: 19 Feuerstellen, 127 Seelen<ref name="lagis" />
Löschenrod: Einwohnerzahlen von 1812 bis 2023
Jahr  Einwohner
1812
  
127
1834
  
181
1840
  
167
1846
  
190
1852
  
199
1858
  
204
1864
  
213
1871
  
216
1875
  
207
1885
  
186
1895
  
204
1905
  
221
1910
  
219
1925
  
219
1939
  
143
1946
  
360
1950
  
284
1956
  
419
1961
  
439
1967
  
639
1970
  
652
1980
  
?
1990
  
?
1996
  
1.101
2000
  
1.121
2005
  
1.188
2011
  
1.185
2016
  
1.148
2020
  
1.254
2023
  
1.279
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Gemeinde Eichenzell<ref name="EW" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Löschenrod 1185 Einwohner. Darunter waren 30 (2,5 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 255 Einwohner unter 18 Jahren, 555 zwischen 18 und 49, 186 zwischen 50 und 64 und 192 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 495 Haushalten. Davon waren 126 Singlehaushalte, 150 Paare ohne Kinder und 168 Paare mit Kindern, sowie 39 Alleinerziehende und 9 Wohngemeinschaften. In 102 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 357 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

• 1885: 186 katholische (= 100 %) Einwohner<ref name="lagis" />
• 1961: 27 evangelische (= 6,15 %), 411 katholische (= 93,62 %) Einwohner<ref name="lagis" />

Politik

Für den Ortsteil Löschenrod besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Löschenrod) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat besteht aus sieben Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 54,93 %. Dabei wurden gewählt: drei Mitglieder der SPD und je zwei Mitglieder der CDU und der „Bürgerliste Eichenzell“.<ref>Ortsbeiratswahl Löschenrod. In: Votemanager. Gemeinde Eichenzell, abgerufen im November 2024.</ref> Der Ortsbeirat wählte Holger Breithecker (SPD) zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeiräte Eichenzell. In: Webauftritt. Gemeinde Eichenzell, abgerufen im Oktober 2024.</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • „Dreieckbildstock“ aus dem Jahre 1711 in der Straße Am „Bildstock“; einzigartig im Fuldaer Land.<ref>Michael Mott: Einzigartiger Bildstock im Fuldaer Land / Der "Dreieckbildstock" von Löschenrod - Einst Haltestation der Walldürner Fußwallfahrt; in: "Buchenblätter" der Fuldaer Zeitung, 63. Jahrg., Nr. 29, 27. Nov. 1990, S. 115.</ref>

Literatur

Weblinks

Commons: Löschenrod – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis"> Löschenrod, Landkreis Fulda. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="KHK1818"> Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 157 f. (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="EW"> Einwohner Löschenrod: 2016 (HW), 1996–2020 (HW+NW) Abkürzungen für die Art des Wohnsitzes </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 6 und 62, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;.</ref> </references>

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