Léon Coutil
Léon Coutil (* 13. Oktober 1856 in Les Andelys oder Villers-en-Vexin, Département Eure; † 25. Januar 1943 in Saint-Pierre-du-Vauvray, Eure) war ein französischer Künstler, Prähistoriker und Archäologe.
Leben
Coutil wurde 1856 im Weiler Villers sur Andelys in Les Andelys<ref name="dict"></ref> oder in Villers-en-Vexin<ref>Coutil, Léon (1856–1943). Notice d’autorité personne. In: BNF catalogue général. Bibliothèque nationale de France, 16. März 2010, abgerufen am 14. August 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> geboren. Von 1878 bis 1882 war er Schüler von Jean-Léon Gérôme an der Staatlichen Hochschule der Schönen Künste Paris. Von 1880 bis 1889 stellte er Porträts und Radierungen im Salon de Paris aus. 1882 kehrte er nach Les Andelys zurück und begann, sich für Archäologie zu interessieren.<ref name="dict" />
Coutil war Konservator des ersten Museums in Les Andelys und sammelte Artefakte aus Alt- und Jungsteinzeit sowie der gallo-römischer Zeit, die heute teilweise im neuen Museum Nicolas-Poussin im Saal Léon Coutil ausgestellt werden.<ref>Le Musée Municipal Nicolas Poussin. La Salle Léon Coutil. In: office-tourisme.ville-andelys.fr. Office Municipal de Tourisme, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. November 2008; abgerufen am 12. August 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Teile der Sammlung werden in den Museen von Toulouse, Évreux und Louviers ausgestellt.<ref>Martine François: Coutil Léon. In: Cths. congrès des sociétés historiques et scientifiques, 26. März 2010, abgerufen am 12. August 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er führte Ausgrabungen in Pîtres (Eure) durch und fand dort gallo-römische Thermen und ein antikes Theater. In Incarville (Eure) entdeckte er eine gallo-römische Villa.<ref name="dict" />
1904 gründete Coutil die Gelehrtengesellschaft Société préhistorique française (‚Französische Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte‘). Er war Mitglied der Société normande d’études préhistoriques (‚Normannische Gesellschaft für prähistorische Studien‘) sowie verschiedener anderer Gelehrtengesellschaften. Er inventarisierte archäologische Funde der Normandie und fertigte Zeichnungen an, die noch heute als wichtige Dokumente gelten. Seine bedeutendste Arbeit war die Inventarisierung der Funde aus dem Tumulus von La Hogue in Fontenay-le-Marmion (Département Manche).<ref></ref> Für seine Leistungen wurde er zum correspondant du Ministère de l’Instruction publique ernannt (etwa ‚korrespondierendes Mitglied des Bildungsministeriums‘).<ref name="dict" />
Werke (Auswahl)
Etwa 125 Schriften veröffentlichte er in wissenschaftlichen Zeitschriften von verschiedenen Gelehrtengesellschaften.<ref></ref>
Weblinks
- Website der Société préhistorique française (französisch)
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Coutil, Léon |
| ALTERNATIVNAMEN | Coutil, Léon Marie |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Künstler, Prähistoriker und Archäologe |
| GEBURTSDATUM | 13. Oktober 1856 |
| GEBURTSORT | Les Andelys oder Villers-en-Vexin, Département Eure |
| STERBEDATUM | 25. Januar 1943 |
| STERBEORT | Saint-Pierre-du-Vauvray, Département Eure |