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Lydia Hüskens

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Lydia-Hüskens-MdL-Portrait.jpg
Lydia Hüskens (2022)

Lydia Maria Hüskens (* 26. März 1964 in Geldern) ist eine deutsche Politikerin (FDP). Sie ist seit dem 24. Juli 2021 Vorsitzende der FDP Sachsen-Anhalt und seit dem 16. September 2021 Ministerin für Infrastruktur und Digitales sowie zweite stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Sachsen-Anhalt. Sie ist seit 2021 Abgeordnete im Landtag von Sachsen-Anhalt, dem sie bereits von 2002 bis 2011 angehörte.

Leben

Nach dem Abitur in Geldern 1983 studierte Hüskens Geschichtswissenschaft, Politikwissenschaft und Publizistik in Münster und wurde dort 1990 mit einer Dissertation zum Thema Vereine und Politik. Politische Vereine exemplarisch untersucht für den Kreis Geldern in den Reichsgründungsjahren und während des Kulturkampfes zum Dr. phil. promoviert. Danach arbeitete sie von 1990 bis 1992 als PR-Beraterin in Mülheim an der Ruhr. Zwischen 1992 und 2002 war Hüskens als Regierungsangestellte im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt tätig. Von 2011 bis 2014 arbeitete sie im Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt, von Januar 2015 bis Juni 2021 war sie Geschäftsführerin des Studentenwerks Halle.

Hüskens ist römisch-katholische Christin, verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt in Magdeburg.<ref>- Biografien. Abgerufen am 1. Februar 2026.</ref>

Parteilaufbahn

Hüskens trat 1989 in die FDP ein. Seit 1994 gehört sie dem Kreisvorstand der FDP Magdeburg an und wurde im März 2009 zur Kreisvorsitzenden gewählt. Daneben ist Hüskens seit 2003 Mitglied des Landesvorstands der FDP Sachsen-Anhalt und wurde im April 2011 zur stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt. Seit September 2020 ist sie Mitglied im Präsidium der Bundespartei der FDP. Sie kandidierte für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2021 im Landtagswahlkreis 10 (Magdeburg-Nord) und war Spitzenkandidatin der FDP-Landesliste.<ref>mdr.de: Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: FDP wählt Lydia Hüskens als Spitzenkandidatin | MDR.DE. Abgerufen am 23. April 2021.</ref> Auf dem Bundesparteitag der FDP im Mai 2025 wurde sie als Beisitzerin in das Präsidium der Bundespartei gewählt.<ref>FDP-Landeschefin Hüskens in Bundesvorstand gewählt. 17. Mai 2025, abgerufen am 8. November 2025.</ref> Bei der Landtagswahl 2026 ist sie erneut Spitzenkandidatin ihrer Partei.<ref>Landesparteitag: FDP-Spitzenkandidatin Hüskens: Liberale waren nie so wichtig. In: mz.de. 25. April 2026, abgerufen am 25. April 2026.</ref>

Hüskens ist Autorin des Diskussionspapiers Zukunft Sachsen-Anhalt (2004) und gehörte der Grundsatzkommission der FDP Sachsen-Anhalt an, die im April 2008 ein neues Grundsatzprogramm für den sachsen-anhaltischen Landesverband unter dem Titel Zukunftsland Sachsen-Anhalt vorlegte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ZUKUNFTSLAND Sachsen-Anhalt. Grundsatzprogramm der Freien Demokratischen Partei Sachsen-Anhalt (Memento vom 28. September 2020 im Internet Archive). fdp-lsa.de, abgerufen am 7. Februar 2014.</ref> Sie wurde 2010 in die Grundsatzkommission des FDP-Bundesverbands berufen, welche die Karlsruher Freiheitsthesen erarbeitete, die auf dem 63. Ordentlichen Bundesparteitag der FDP am 22. April 2012 in Karlsruhe verabschiedet wurden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Karlsruher Freiheitsthesen (Memento vom 22. Februar 2014 im Internet Archive), fdp.de vom 2. Mai 2012, Archiv vom 28. April 2019, abgerufen am 7. Juni 2021.</ref>

Nachdem Frank Sitta als Landesvorsitzender der FDP Sachsen-Anhalt zurückgetreten war, leiteten Marcus Faber und Hüskens seit Ende September 2020 als amtierende Landesvorsitzende den Landesverband. Auf dem Parteitag der FDP-Sachsen-Anhalt im Juli 2021 wurde Hüskens zur alleinigen Landesvorsitzenden gewählt.<ref>FDP-Parteitag in Magdeburg: Lydia Hüskens führt den Landesverband nun alleine. Mitteldeutscher Rundfunk, 24. Juli 2021, abgerufen am 16. September 2021.</ref> Im April 2025 wurde sie ohne Gegenkandidatur mit nur noch 61,7 Prozent der Delegiertenstimmen im Amt bestätigt<ref>mdr.de: Landesparteitag der FDP in Sachsen-Anhalt: Hüskens als Vorsitzende wiedergewählt | MDR.DE. Abgerufen am 8. November 2025.</ref>, nachdem sie zwei Jahre zuvor noch 93 Prozent der Delegiertenstimmen erhielt.<ref>Michael Bock: Viel Lob für Sachsen-Anhalts Parteichefin Hüskens. Abgerufen am 3. April 2023.</ref>

Öffentliche Ämter

Hüskens war von 2002 bis 2011 Mitglied des Landtages von Sachsen-Anhalt. Dort war sie unter anderem Parlamentarische Geschäftsführerin sowie finanz- und sozialpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion. Seit den Kommunalwahlen 2019 bis zum September 2021 war sie Stadträtin der Landeshauptstadt Magdeburg und seit Oktober 2020 Fraktionsvorsitzende der Fraktion FDP/Tierschutzpartei im Stadtrat. Sie arbeitete im Verwaltungsausschuss der Stadt und im Ausschuss für Kommunales, Rechts- und Bürgerangelegenheiten. Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2021 erhielt sie erneut ein Mandat.<ref>Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt: Wahl des Landtages von Sachsen-Anhalt am 06. Juni 2021. Abgerufen am 10. Juli 2021.</ref> Ab Beginn der Legislaturperiode bis zu ihrer Ernennung zur Ministerin war sie kurzzeitig Vorsitzende der FDP-Fraktion im Landtag.

Im Kabinett Haseloff III war sie seit dem 16. September 2021 Ministerin für Infrastruktur und Digitales.<ref>mdr.de: Sachsen-Anhalts neue Regierung: Die Ministerinnen und Minister | MDR.DE. Abgerufen am 16. September 2021.</ref> Dieses Amt hat sie seit dem 28. Januar 2026 auch im Kabinett Schulze inne.

Schriften

  • Vereine und Politik. Politische Vereine exemplarisch untersucht für den Kreis Geldern in den Reichsgründungsjahren und während des Kulturkampfes. Diss. phil, Münster 1990, DNB 901543683.
  • Zukunft Sachsen-Anhalt. Ein Diskussionspapier. FDP-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, Magdeburg 2004 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />PDF; 706 kB (Memento vom 22. Februar 2014 im Internet Archive)).

Weblinks

Commons: Lydia Hüskens – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Präsidium

Vorsitzender: Christian Dürr 

Stellvertretende Vorsitzende: Wolfgang Kubicki | Svenja Hahn | Henning Höne | Schatzmeister: Michael Georg Link 

Gewählte Beisitzer im Präsidium: Florian Toncar | Lydia Hüskens | Susanne Seehofer 

Generalsekretärin: Nicole Büttner | Bundesgeschäftsführerin: Maria Wandel 

Vertreterin der Fraktion im Europaparlament: Marie-Agnes Strack-Zimmermann

Ehrenvorsitzender: Hermann Otto Solms 

Beratende Mitglieder des Präsidiums: Karl-Heinz Paqué | Hans-Ulrich Rülke | Steffen Saebisch 

Weiterer Bundesvorstand

Gewählte Mitglieder des Bundesvorstands: Judith Skudelny | Katja Hessel | Daniela Kluckert | Zyon Braun | Thore Schäck | Finn Ole Ritter | Thorsten Lieb | Gero Pickert | Konstantin Kuhle | Moritz Körner | Steven Wink | Angelika Hießerich-Peter | Torsten Herbst | Andreas Silbersack | Christopher Vogt | Linda Teuteberg | Otto Fricke | Jens Teutrine | Maria Westphal | Johannes Vogel | Wiebke Knell | Anja Schulz | Ria Schröder | Jens Brandenburg | Frank Schäffler | Franziska Brandmann | Muhanad Al-Halak | Alexander Müller | Maren Jasper-Winter | David Dietz | Marko Miholic | Helmer Krane | Marie-Florence Mahwera

Ombudsmitglied: Christopher Gohl

Beratende Mitglieder des Bundesvorstands: Nemir Ali | Manfred R. Eisenbach | Frank Hoffmeister | Michael Kauch | Benjamin Kurtz | Jacqueline Krüger | Detlef Parr | Mario Burow

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Gerd Brunner (1990–1991) | Peter Kunert (1991–1994) | Bruno Menzel (1994–1995) | Cornelia Pieper (1995–2011) | Veit Wolpert (2011–2013) | Cornelia Pieper (2013–2015) | Frank Sitta (2015–2020) | Lydia Hüskens & Marcus Faber (2020–2021, kommissarisch) | Lydia Hüskens (seit 2021)

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Hans-Herbert Haase (1990–1994) | Cornelia Pieper (2002) | Rainhard Lukowitz (2002–2004) | Veit Wolpert (2004–2006) | Karl-Heinz Paqué (2006–2008) | Veit Wolpert (2008–2011) | Lydia Hüskens (2021) | Andreas Silbersack (seit 2021)

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