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Hoher Wolfstrapp

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(Weitergeleitet von Lycopus exaltatus)

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Hoher Wolfstrapp
Datei:Lycopus exaltatus sl11.jpg

Hoher Wolfstrapp (Lycopus exaltatus)

Systematik
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Unterfamilie: Nepetoideae
Tribus: Mentheae
Untertribus: Nepetinae
Gattung: Wolfstrapp (Lycopus)
Art: Hoher Wolfstrapp
Wissenschaftlicher Name
Lycopus exaltatus
Ehrh.

Der Hohe Wolfstrapp (Lycopus exaltatus) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Wolfstrapp (Lycopus) innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).

Datei:Lycopus exaltatus sl32.jpg
Hoher Wolfstrapp (Lycopus exaltatus)
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Blüten
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Frucht
Datei:Lycopus exaltatus sl49.jpg
Nüsschen

Beschreibung

Der Hohe Wolfstrapp wächst als immergrüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 90 bis 160 cm. Sein Erscheinungsbild ähnelt dem Ufer-Wolfstrapp. Seine Stängel sind jedoch kahl bis flaumig behaart. Die Laubblätter sind auf beiden Seiten rau und tief fiederspaltig.<ref name="HegiGams1964" /> Sie sind gestielt, 5 bis 12 Zentimeter lang, 4 bis 6 (bis 8) Zentimeter breit und beiderseits von kurzen Haaren rau.<ref name="HegiGams1964" />

Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Die Scheinquirle sind wenigblütig. Die weißen Blüten sind etwa 3 bis 4 Millimeter lang.<ref name="HegiGams1964" /> Die Kelchzähne stechen nicht und sind so lang wie die Kelchröhre. Die Lappen der Blütenunterlippe haben je einen roten halbmondförmigen Fleck.<ref name="HegiGams1964" /> Die Staminodien sind kopfig oder fehlen ganz.<ref name="HegiGams1964" /> Die Nüsschen sind fast so lang wie der Kelch.<ref name="HegiGams1964" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22.<ref name="Oberdorfer2001" />

Ökologie

Die Bestäubung erfolgt über Insekten und die Ausbreitung der Diasporen über Wasser sowie durch Klettausbreitung.

Vorkommen

Der Hohe Wolfstrapp kommt in Europa und von Westasien bis China vor.<ref name="WCSP" /> Während er in ganz Zentraleuropa als gefährdet oder ausgestorben gilt, ist er in Osteuropa teilweise und in Baschkirien, Kasachstan und in der Ukraine durchgehend häufig. Er stellt ein subkontinentales Element der südsibirisch-pontischen Waldsteppengebiete dar. In Europa erfolgte eine weitere Ausbreitung nach Norden nur entlang der großen Stromtäler. So wurde er 1856 im nordwestlichen Teil der Kreuzhorst nahe der Elbe bei Magdeburg gefunden, galt aber bereits als selten.<ref>Paul Ascherson: Flora der Provinz Brandenburg, der Altmark und des Herzogthums Magdeburg, Dritte Abteilung, Specialflora von Magdeburg, Verlag von August von Hirschwald Berlin 1864, Seite 85.</ref> In Deutschland gilt der Hohe Wolfstrapp als fast ausgestorben, er kommt aber noch im Chiemgau vor.<ref name="Schmeil und Fitschen2024" /> In Europa kommt die Art in folgenden Ländern vor: Deutschland, Italien, Österreich, Polen, in der früheren Tschechoslowakei, im früheren Jugoslawien, Albanien, Griechenland, Bulgarien, Rumänien, Russland, Belarus und Ukraine.<ref name="POWO" />

Der Hohe Wolfstrapp ist eine Halblichtpflanze und wächst auf nassen, stickstoffhaltigen Böden. Er ist schwach salzertragend und ein Anzeiger für schwach basische Böden. Er gilt als Art des Verbands Salicion albae, kommt aber auch in Magnocaricion-Gesellschaften vor.<ref name="Oberdorfer2001" />

Taxonomie

Der Hohe Wolfstrapp wurde 1782 von Carl von Linné (Sohn) in Supplementum Plantarum Seite 87 als Lycopus exaltatus erstbeschrieben. Ein Synonym ist Lycopus laciniatus <templatestyles src="Person/styles.css" />Rouy.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="HegiGams1964">Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 4. Verlag Carl Hanser, München 1964. S. 2388–2389.</ref> <ref name="POWO">Lycopus exaltatus. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Schmeil und Fitschen2024">Jens G. Rohwer: Lamiaceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 688.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Lycopus exaltatus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien