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Ulrike Lunacek

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 Ulrike Lunacek (2015)
Ulrike Lunacek (2015)

Ulrike Lunacek ([<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈluːnatʃɛk], * 26. Mai 1957 in Krems an der Donau, Niederösterreich) ist eine österreichische Politikerin (Die Grünen).

Sie war Delegationsleiterin der österreichischen Grünen im Europaparlament und von Juli 2014 bis Oktober 2017 Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments. Von 1999 bis 2009 war sie Abgeordnete zum österreichischen Nationalrat, ehe sie bis November 2017 als Abgeordnete ins EU-Parlament wechselte. Bei der Nationalratswahl in Österreich 2017 war Lunacek Spitzenkandidatin der Grünen. Nach großen Stimmenverlusten und dem Ausscheiden der Grünen aus dem Nationalrat trat sie am 17. Oktober 2017 von allen Parteiämtern und als EU-Abgeordnete zurück. In der Bundesregierung Kurz II kehrte sie für kurze Zeit als Kunst- und Kulturstaatssekretärin in die Politik zurück. Nach Kritik an ihrem Vorgehen während der COVID-19-Pandemie trat sie nach vier Monaten von ihrem Amt zurück. Seit April 2020 ist Lunacek Obmann-Stellvertreterin im überparteilichen „BürgerInnen Forum Europa“.<ref name=":0">Pressekonferenz zum Neustart des "BürgerInnen Forum Europa". Abgerufen am 19. Oktober 2021.</ref>

Leben

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Ulrike Lunacek, LGBTIQ + SPORT Konferenz, EuroGames 2024 Wien

Lunacek besuchte von 1967 bis 1975 das Gymnasium in der Kleinen Sperlgasse im 2. Wiener Gemeindebezirk, wobei sie von 1973 bis 1974 ein Jahr als AFS-Schülerin an einer Highschool in Iowa in den Vereinigten Staaten verbrachte. 1975 nahm sie an der Universität Innsbruck ein Dolmetscherstudium für Englisch und Spanisch auf, das sie 1983 abschloss. Schon während dieser Zeit war sie am Aufbau des Frauenhauses Innsbruck beteiligt und leistete dort auch Sozialarbeit.<ref name="ulrikelunacek.eu34"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> In den Jahren 1982 bis 1984 wirkte sie in mehreren Produktionen des Theater Brett in Wien als Darstellerin mit.<ref>Archiv des Theater Brett</ref> Von 1984 bis 1986 arbeitete sie als Referentin für die Organisation Frauensolidarität in Wien. Von 1994 bis 2023 war sie Obfrau der Frauensolidarität, seither ist sie stv. Obfrau. Von 1989 bis 1995 war sie Redakteurin des Südwind-Magazins und Pressereferentin des Österreichischen Informationsdienstes für Entwicklungspolitik (ÖIE), heute Südwind. Freiberuflich war sie als Dolmetscherin, Journalistin und Referentin tätig.

Lunacek war 1994 NGO-Delegierte bei der UNO-Weltbevölkerungskonferenz in Kairo und koordinierte 1995 von Wien aus für die nichtstaatlichen Organisationen die Pressearbeit für die Weltfrauenkonferenz in Peking. Seit 1994 lebt Lunacek mit Rebeca Sevilla zusammen, ehemalige Mitarbeiterin von Education International in Brüssel.

Lunacek ist begeisterte Schwimmerin, Mitglied des SC Diana Wien sowie des LGBTIQ-Schwimmclubs Kraulquappen<ref> Kraulquappen</ref> und war Mitorganisatorin der EuroGames 2024 in Wien.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Vienna International Meet.] In: Swimcloud. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 14. August 2024.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Kick-off Event EuroGames Vienna 2024.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL;.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Politische Laufbahn

Lunaceks politische Laufbahn begann 1995 mit der Moderation des Appells an die Vernunft, veranstaltet vom Österreichischen Lesben- und Schwulenforum im Palais Auersperg, und der erstmaligen Kandidatur – offen als Lesbe – bei der Nationalratswahl 1995 für die Grünen, deren Bundesgeschäftsführerin sie von 1996 bis 1998 wurde. Von 1999 bis 2009 war sie Nationalratsabgeordnete und im Grünen Klub außen- und entwicklungspolitische Sprecherin sowie Sprecherin für die Gleichstellung von Lesben, Schwulen und Transgendern. Ebenfalls ab 1999 war sie stellvertretende Vorsitzende des außenpolitischen Ausschusses des Nationalrates, ab 2002 außerdem Fraktionsvorsitzende der Grünen im Hauptausschuss.

Als erste offen lesbische Politikerin im Nationalrat<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.parlament.gv.atStenographische Protokolle des Nationalrates, XXII. Gesetzgebungsperiode, 112. Sitzung, 8. Juni 2005, S. 217 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im November 2024. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot.</ref> ist sie auch Mitglied der Grünen Andersrum. Ihr Coming-out hatte sie 1980.<ref>E. Znaymer: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ihre eigene Geschichte (Memento vom 11. Januar 2016 im Internet Archive). In: Datum. Nr. 2, 1. Februar 2006</ref> Am 5. Mai 2006 wurde Lunacek in Helsinki zur Ko-Vorsitzenden der Europäischen Grünen Partei gewählt. In dieser Funktion war sie drei Jahre lang tätig. Am 28. Oktober 2008 wurde sie stellvertretende Klubobfrau der Grünen im Nationalrat und für die Europawahl 2009 zum Europäischen Parlament als Spitzenkandidatin nominiert.

Lunacek zog am 14. Juli 2009 als Delegationsleiterin der österreichischen Grünen ins Europäische Parlament ein und war Mitglied im „Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten (AFET)“, im „Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter (FEMM)“ sowie in der „Delegation in den Ausschüssen für parlamentarische Kooperation EU-Armenien, EU-Aserbaidschan und EU-Georgien (DSCA)“. Weiters war sie stellvertretendes Mitglied im „Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres (LIBE)“, in der „Delegation für die Beziehungen zu Albanien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Montenegro sowie Kosovo (DSEE)“ sowie in der „Delegation in der Parlamentarischen Versammlung EURO-NEST (DEPA)“.<ref>https://www.europarl.europa.eu/meps/de/97017/ULRIKE_LUNACEK_history.html</ref> Überdies war sie Berichterstatterin des Europaparlaments für den Kosovo und außenpolitische Sprecherin der Grünen/EFA-Fraktion.<ref name="ulrikelunacek.eu34" /> Im Rahmen der Intergroup on LGBT Rights, deren Ko-Präsidentin Lunacek war, setzte sie sich zudem für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern ein.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 27. Mai 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lgbt-ep.eu, zugegriffen am 25. Mai 2013</ref>

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Ulrike Lunacek (r.) mit Conchita Wurst (l.) im Europäischen Parlament (2014)


Im Februar 2013 wurde Lunacek zur Vizepräsidentin der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament gewählt.<ref>https://www.europarl.europa.eu/meps/de/97017/ULRIKE_LUNACEK_history.html</ref> Am 1. Dezember wurde sie zur Grünen-Spitzenkandidatin für die Europawahl am 25. Mai 2014, nachdem sie beim Grünen-Bundeskongress in Salzburg mit 81,6 Prozent der Delegiertenstimmen auf Listenplatz eins gewählt worden war.<ref>Grüne: Lunacek Spitzenkandidatin bei EU-Wahl, Der Standard, 1. Dezember 2013, abgerufen am 15. Mai 2020.</ref> Bei dieser Wahl erreichte sie mit den Grünen 14,52 Prozent<ref>Endgültiges Endergebnis, BMI: https://www.bmi.gv.at/412/Europawahlen/Europawahl_2014/start.aspx</ref> und damit das beste jemals bundesweit erzielte Wahlergebnis der Partei.<ref>EU-Wahl: Karas auf Platz eins, Grüne und FPÖ legen stark zu. In: kurier.at. 25. Mai 2014, abgerufen am 24. Dezember 2017.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 14. Juli 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gruene.at</ref> Dies bedeutete den Zugewinn eines weiteren Mandats, weshalb die österreichischen Grünen zum ersten Mal mit drei Mandaten im Europäischen Parlament vertreten waren.

Am 1. Juli 2014 wurde sie zu einer der Vizepräsidentinnen des Europäischen Parlaments gewählt<ref>Lunacek zur Vizepräsidentin des EU-Parlaments gewählt. In: DiePresse.com. 1. Juli 2014, abgerufen am 20. Februar 2018.</ref> und am 19. Mai 2017 vom Parteivorstand zur Spitzenkandidatin für die Nationalratswahl 2017.<ref>Grüne: Felipe wird Parteichefin, Lunacek Spitzenkandidatin. In: Die Presse. 23. Mai 2017 (diepresse.com [abgerufen am 23. Mai 2017]).</ref> Nach der Abwahl der Grünen aus dem Nationalrat trat Lunacek am 17. Oktober 2017 von allen Funktionen auf österreichischer und europäischer Ebene zurück.<ref name="Krone 1" /> 2020 kehrte sie in die aktive Politik in Österreich zurück und war von 7. Jänner als Staatssekretärin für Kunst und Kultur tätig. Sie gab am 15. Mai 2020 ihren Rücktritt vom Amt wegen Kritik an ihrem Handeln in der Coronakrise bekannt.<ref name="RUEC_Standard">Theo Anders, Jan Michael Marchart: Rücktritt von Ulrike Lunacek: Der Vorhang fällt. In: Der Standard. 15. Mai 2020, abgerufen am 16. Mai 2020.</ref> Im April 2020 wurde bekannt, dass Lunacek zukünftig als Obmann-Stellvertreterin im von Vizepräsident Othmar Karas (ÖVP) gegründeten überparteilichen „BürgerInnen Forum Europa“ mitwirken wird.<ref name=":0" />

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(v. l. n. r.) Matthias Strolz (NEOS), Heinz-Christian Strache (FPÖ), Christian Kern (SPÖ), Sebastian Kurz (ÖVP), Ulrike Lunacek (Die Grünen) bei der ORF-Elefantenrunde zur Nationalratswahl in Österreich 2017

Auszeichnungen

Publikationen

  • Zwischenrufe: Kolumnen, Kommentare, Interviews, mit einem Vorwort von Johanna Dohnal und Freda Meissner-Blau, Milena-Verlag, Wien 2006, ISBN 978-3-85286-148-7
  • Frieden bauen, heißt weit bauen: Von Brüssel ins Amselfeld und retour: Mein Beitrag zu Kosovos/Kosovas Weg in die EU, Wieser-Verlag, Klagenfurt 2018, ISBN 978-3-99029-304-1
  • Zwei Grüne Leben. Vater und Tochter in Umbrüchen, Aufbrüchen und Wendezeiten. Kremayr & Scheriau, Wien 2022, ISBN 978-3-218-01365-9 (Verlagsseite zum Buch).
  • Global Female Future. Wie feministische Kämpfe Arbeit, Ökologie und Politik verändern. Herausgegeben von Andrea Ernst, Ulrike Lunacek, Gerda Neyer, Rosa Zechner, Andreea Zelinka, Kremayr & Scheriau, Wien 2022, ISBN 978-3-218-01361-1 (Verlagsseite zum Buch).

Weblinks

Commons: Ulrike Lunacek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="Krone 1"> Nach Wahldebakel: Felipe und Lunacek treten zurück. Kronen Zeitung, 17. Oktober 2017, abgerufen am 17. Oktober 2017. </ref> </references>

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