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Loučovice

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Loučovice
Wappen von Loučovice
Basisdaten
Staat: TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg Tschechien
Region: Jihočeský kraj
Bezirk: Český Krumlov
Fläche: 4201<ref>http://www.uir.cz/obec/545601/Loucovice</ref> ha
Geographische Lage: 48° 37′ N, 14° 15′ OKoordinaten: 48° 37′ 12″ N, 14° 15′ 26″ O
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Höhe: 663 m n.m.
Einwohner: 1.506 (1. Jan. 2023)<ref>Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2023 (PDF; 602 kB) </ref>
Postleitzahl: 382 76
Kfz-Kennzeichen: C
Verkehr
Straße: Vyšší BrodFrymburk
Bahnanschluss: Bahnstrecke Rybník–Lipno nad Vltavou
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 2
Verwaltung
Bürgermeister: Jan Kubík (Stand: 2018)
Adresse: Loučovice 51
382 76 Loučovice
Gemeindenummer: 545601
Website: www.loucovice.info
Lage von Loučovice im Bezirk Český Krumlov
Datei:Loucovice CK CZ.png
Datei:Loučovice, kostel svatého Oldřicha Dm449863-1339 IMG 6062 2018-07-30 14.15.jpg
Loučovice, Kirche: kostel svatého Oldřicha

Loučovice (deutsch Kienberg) ist eine Gemeinde im Okres Český Krumlov in Tschechien. Sie liegt vier Kilometer westlich von Vyšší Brod (Hohenfurth) im Moldautal nördlich der österreichischen Landesgrenze.

Geographie

Loučovice liegt am linken Ufer der Moldau im Böhmerwald. Südlich erstreckt sich der Sternwald, der auf tschechoslowakischer Seite seit dem Bau des Eisernen Vorhangs im Jahre 1959 entvölkert wurde. Durch Loučovice / Kienberg führt die Staatsstraße 163 zwischen Frymburk nad Vltavou und Vyšší Brod / Hohenfurth sowie die Eisenbahn Rybník u Dolního Dvořiště–Lipno nad Vltavou / Lippen. Im Norden erhebt sich der 933 m hohe Luč (Kienberg), der von der Moldau an drei Seiten umflossen wird. Nordöstlich liegt die Čertova stěna (Teufelswand) und im Nordwesten der Stausee Lipno.

Nachbarorte sind Dvorečná und Přední Loučovice im Norden, Lachovice und Vyšší Brod im Osten, Krásná Pole im Süden, Lipová und Nové Domky im Westen sowie Lipno nad Vltavou im Nordwesten.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Loučovice besteht aus den Ortsteilen Loučovice und Nové Domky (Neuhäusel)<ref>http://www.uir.cz/casti-obce-obec/545601/Obec-Loucovice</ref> Grundsiedlungseinheiten sind Dvorečná (Woraschne), Kapličky (Kapellen), Kapličky I (Kienberger Kapellen), Loučovice 1.díl (Kienberg 1.Anteil), Loučovice 2.díl (Kienberg 2.Anteil), Loučovice-pod přehradou, Loučovice-u zastávky, Mnichovice (Minichschlag) und Nové Domky.<ref>http://www.uir.cz/zsj-obec/545601/Obec-Loucovice</ref> Zu Loučovice gehören außerdem die Weiler und Einschichten Přední Loučovice (Vorder Kienberg), Svatý Prokop (St. Prokop) und Lipová (Lindberg). Auf den Gemeindefluren liegen die Wüstungen Adámky (Abdank), Dobřín (Dobring), Dorstadt, Frantoly (Frauenthal), Hodoň (Hornschlag), Hřbítek (Hundsruck), Hvězda (Stern), Krásná Pole (Schönfeld), Lhota (Stift), Martínkov (Martetschlag) und Mlýnská (Mühldorf).

Das Gemeindegebiet gliedert sich in die Katastralbezirke Dvorečná, Kapličky, Loučovice und Mnichovice u Loučovic.<ref>http://www.uir.cz/katastralni-uzemi-obec/545601/Obec-Loucovice</ref>

Nachbargemeinden

Lipno nad Vltavou
Přední Výtoň Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Vyšší Brod
Vorderweißenbach Bad Leonfelden

Geschichte

Kyenberg wurde 1361 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte zum Kloster Hohenfurth.

Nach der Ablösung der Patrimonialherrschaften wurde Kienberg eine selbstständige Gemeinde, zu der jedoch nicht die rechts der Moldau befindlichen Ortsteile gehörten. Kienberg 1. Anteil war ein Teil von Minichschlag und Kienberg 2. Anteil gehörte zu Schönfelden.

Bedeutung erlangte das Dorf durch die zwischen 1885 und 1886 durch Ernst Porák aus Trautenau errichtete Moldaumühle, die zu einer der größten böhmischen Papierfabriken wurde. Nach Erweiterungen errichteten die Gebrüder Porák 1901 am gegenüberliegenden Moldauufer in St. Prokop eine weitere Kartonagenfabrik mit Kraftwerk und Holzschleiferei. Für den Abtransport der Produkte engagierten sich die Gebrüder Porák zusammen mit dem Abt des Klosters Hohenfurth für den Bau einer Anschlussbahn nach Zartlesdorf zur Strecke BudweisLinz. Der 1909 begonnene Bau wurde 1911 abgeschlossen und am 17. Dezember erfolgte die Inbetriebnahme der elektrischen Bahn von Zartlesdorf über Hohenfurth nach der Lippnerschwebe.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Besitzer der Fabrik enteignet; sie ging in Staatsbesitz über. Loučovice war zu dieser Zeit ein Ortsteil der Gemeinde Bolechy. Im Zuge der Errichtung des Eisernen Vorhangs erfolgte die Verlegung des Gemeindesitzes nach Loučovice; 1951 wurde die Gemeinde Bolechy in Loučovice umbenannt.<ref>Vyhláška č. 16/1952 Sb., Vyhláška ministra vnitra o změnách úředních názvů míst v roce 1951</ref>

Sehenswürdigkeiten

  • katholische Kirche mit dem Patrozinium des hl. Ulrich, erbaut am Ende des 15. Jahrhunderts an Stelle einer 1361 errichteten Kapelle. Die Kirche wurde zwischen 1640 und 1644 umgebaut.
  • Kapelle des hl. Prokop, seit 1310 nachweisbar
  • Čertova stěna, Naturschutzgebiet Teufelswand am Ufer der Moldau

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

  • Michael Wollner: Das war unser Kienberg an der Moldau. Die Geschichte eines Industriestandortes in Südböhmen, Linz 1968

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Loučovice – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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