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Städtisches Louise-Schroeder-Gymnasium

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Städtisches Louise-Schroeder-Gymnasium
Datei:Louise schroeder gymnasium.jpg
Haupteingang des Städtischen Louise-Schroeder-Gymnasiums
Schulform Gymnasium
Schulnummer 0194
Gründung 1938
Adresse Pfarrer-Grimm-Straße 1
80999 München
Land Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 48° 10′ 48″ N, 11° 27′ 48″ OKoordinaten: 48° 10′ 48″ N, 11° 27′ 48″ O
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Träger Stadt München
Schüler 1123 (Schuljahr 2024/25)<ref name="Schuldatenbank">Städtisches Louise-Schroeder Gymnasium München in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und KultusVorlage:Abrufdatum</ref>
Lehrkräfte 106 (Schuljahr 2024/25)<ref name="Schuldatenbank" />
Leitung Simone Jüngling<ref>Schulleitung – Louise Schroeder Gymnasium. Abgerufen am 16. September 2024.</ref>
Website lsg.musin.de

Das Städtische Louise-Schroeder-Gymnasium ist ein naturwissenschaftlich-technologisches und sprachliches Gymnasium im Münchner Stadtbezirk Allach-Untermenzing.

Geschichte

1938 gründete die Stadt München die Städtische Mädchenoberschule an der Maria-Ward-Straße. Diese Gründung erfolgte – als Ersatz für das katholische Institut der Englischen Fräulein in Nymphenburg – im Zuge des nationalsozialistischen „Münchner Schulkampfs“ zur Abschaffung der Bekenntnisschulen unter Leitung von Josef Bauer. Bei Kriegsbeginn 1939 wurde das Gebäude aber als Hilfskrankenhaus beschlagnahmt und die Schule bezog den Osttrakt der Volksschule an der Hirschbergstraße. Der weitere Kriegsverlauf brachte es 1943/44 mit sich, dass die Unter- und Mittelklassen nach Wiessee-Abwinkl und Berchtesgaden evakuiert wurden und die verbliebenen Oberklassen 1944 in die Volksschule an der Südlichen Auffahrtsallee umziehen mussten, nachdem die Hirschbergschule für Zwangsarbeiter beschlagnahmt worden war.

Im Herbst 1945 konnte in der teilweise zerstörten Hirschbergschule der Unterrichtsbetrieb wieder aufgenommen werden und die Mädchenschule erhielt den Namen Städtisches Mädchenrealgymnasium München-West. Im Februar 1946 war ein neuerlicher Umzug nötig, dieses Mal mit fünf weiteren Schulen in das Volksschulgebäude am Winthirplatz.

Im Herbst 1959 begann der Neubau an der Nibelungenstraße, der Ende 1961 bezogen werden konnte. Mit dem Umzug verbunden war die Umbenennung zum Louise-Schroeder-Realgymnasium, benannt nach der SPD-Politikerin und Berliner Bürgermeisterin von 1947/1948, Louise Schroeder.<ref>Schulreferat der Landeshauptstadt München (Hrsg.): Louise-Schröder-Realgymnasium (= Münchens neue Schulen – Schriftenreihe des Schulreferats der Landeshauptstadt München. Nr. 2). Wurm, München 1962, OCLC 238775250, S. 4–5.</ref> Seit 1965 lautet der Name Louise-Schroeder-Gymnasium. 1967 wurde als Ableger am gleichen Standort das Käthe-Kollwitz-Gymnasium gegründet. Der letzte Umzug erfolgte schließlich 1982 in das Schulzentrum Untermenzing, das neue Gebäude ist Teil eines Schulzentrums mit der „Grundschule an der Pfarrer-Grimm-Straße“ und der Carl-Spitzweg-Realschule.<ref>Schulzentrum Untermenzing. In: Karin Pohl (Hrsg.): Allach-Untermenzing (= Kulturgeschichtspfad. Band 23). München 2015, OCLC 911201680, S. 69–72.</ref>

Unterricht

Es werden zwei Bildungszweige angeboten, der naturwissenschaftlich-technologische Zweig mit Englisch als erster und Latein oder Französisch als zweiter Fremdsprache sowie der neusprachliche Zweig mit Latein oder Französisch als zweiter und Italienisch als dritter Fremdsprache.

Mediale Ausstattung

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Die Schule wurde als eine der ersten in München mit einem Breitband-Internetzugang ausgestattet. Etwa zeitgleich mit der Einrichtung dieses Internetzugangs wurde auch begonnen, einen Webserver einzurichten, auf dem auch Schüler, Lehrer, Eltern und anderen Interessierte Websites bereitstellen können (Webhosting). Auf dem Webserver, der von der schuleigenen Administratorengruppe, die aus Schülern unterschiedlicher Jahrgangsstufen besteht, verwaltet wird, steht jedem Schüler und Lehrer ein eigenes Web zur Verfügung. Diese Webs können nur von Schülern der Schule eingesehen werden.

Die Schule verfügt über sechs Computerräume mit jeweils einem Lehrerrechner, Projektionsmöglichkeit und einem Whiteboard. Außerdem befindet sich in jedem Klassenzimmer ein Computer und ein fest montierter Beamer. Zudem gibt es im Neubau, dem sogenannten Pavillon, in jedem Stockwerk jeweils ein Klassenzimmer, das an jedem Platz einen Computer hat. Die ganze Schule ist vernetzt, sodass Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler die neuen Informationstechniken als Arbeitsmittel nutzen können.<ref name=":0">Leitbild – Louise Schroeder Gymnasium. Abgerufen am 3. Juni 2025.</ref>

Zudem gibt es einen beweglichen Koffer mit Tablets, die von jedem Schüler mit der Erlaubnis eines Lehrers genutzt werden können.

Im Jahr 2000 wurde an der Schule das Konzept der „virtuellen Hefte“ entwickelt. Lehrkräfte können, begleitend zum Unterricht, Unterrichtsinhalte, Arbeitsaufträge, Schülerarbeiten und Bildmaterial im Intranet der Schule ablegen. Dieses Konzept wurde im Rahmen des Wettbewerbs InfoSchul des Bundesministeriums für Bildung und Forschung entwickelt. Das Pädagogische Institut der Stadt München entwickelt das Projekt weiter und macht es für alle Münchner Schulen zugänglich.

Für die Nutzung der digitalen Infrastruktur steht ein schulinternes Beratungsteam zur Verfügung, das sowohl pädagogische als auch technische Unterstützung bietet.<ref name=":0" />

Besonderheiten

Seit dem Schuljahr 2002/03 wird das Schulprofil durch mindestens eine Bläserklasse in der fünften und sechsten Klasse ergänzt. Diese Klassen haben zwei Jahre lang zusätzlich zu einer normalen Musikstunde wöchentlich noch eine Doppelstunde, wo zusammen verschiedene Stücke gelernt werden. Außerdem haben die Schüler am Nachmittag gesonderten Instrumentalunterricht alleine oder in Gruppen von bis zu drei Musikern.<ref>Musik – Louise Schroeder Gymnasium. Abgerufen am 16. September 2024.</ref>

Bekannte ehemalige Schüler

Max Wiedemann und Quirin Berg, zwei ehemalige Schüler des Städtischen Louise-Schroeder-Gymnasiums, gewannen 2006 den Deutschen Filmpreis in Gold sowie den Oscar 2007 für ihren Film Das Leben der Anderen. Anlässlich dieses Erfolges besuchten die Jahrgangsstufen 9–11 eine Kinovorstellung des Filmes, bei der auch Max Wiedemann anwesend war und Fragen der Schüler beantwortete.

Die Schauspielerin Nadeshda Brennicke besuchte das Gymnasium zwischen 1984 und 1989, verließ es dann jedoch Richtung Schauspielschule. Am 14. April 2016 hat sie das Louise-Schroeder-Gymnasium im Rahmen des jährlichen Frühlingskonzerts als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet.<ref>Ursula Löschau: Nadeshda Brennicke zeichnet Louise-Schroeder-Gymnasium als „Schule ohne Rassismus“ aus. In: Hallo München – Nordwest Anzeiger. 6. April 2016, S. 3.</ref>

Der Kommunalpolitiker und Bürgermeister der Stadt München Dominik Krause absolvierte 2009 sein Abitur am Louise-Schroeder-Gymnasium.<ref>Dominik Krause. Zweiter Bürgermeister. Klimarat der Landeshauptstadt München, abgerufen am 11. Dezember 2023.</ref>

Weblinks

  • Website des Städtischen Louise-Schroeder-Gymnasiums

Einzelnachweise

<references />

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