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Lottengrün

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Lottengrün
Gemeinde Tirpersdorf
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(169)&title=Lottengr%C3%BCn 50° 27′ N, 12° 14′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(169) 50° 26′ 44″ N, 12° 14′ 22″ O
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Höhe: 525 m
Einwohner: 169 (2007)<ref name="WebsTirp">Lottengrün auf der Website der Gemeinde Tirpersdorf</ref>
Eingemeindung: 1. Januar 1994
Postleitzahl: 08606
Vorwahl: 037463
Datei:Lottengrün in Tirpersdorf.svg
Karte
Lottengrün in Tirpersdorf

Lottengrün ist ein Ortsteil der Gemeinde Tirpersdorf im sächsischen Vogtlandkreis. Der Ort wurde am 1. Januar 1994 nach Tirpersdorf eingemeindet.

Geografie

Lage und Verkehr

Datei:Lottengrün, Ehemaliges Bahnhofsrestaurant (3).jpg
Lottengrün, Ehemaliges Bahnhofsrestaurant (2018)

Lottengrün am Westrand des Jägerswaldes bildet den nordöstlichsten Ortsteil der Gemeinde Tirpersdorf. Lottengrün befindet sich im Zentrum des Vogtlandkreises und im sächsischen Teil des historischen Vogtlands. Geografisch liegt der Ort im Osten des Naturraums Vogtland (Oberes Vogtland). Im 1869 eröffneten Bahnhof Lottengrün zweigte bis zur Stilllegung der Station im Jahr 1972 die Bahnstrecke Lottengrün–Plauen von der Bahnstrecke Herlasgrün–Oelsnitz ab. Letztere führt heute als Bahntrassenradweg durch den Ortskern von Lottengrün.

Der Ort ist mit der vertakteten RufBus-Linie 57 des Verkehrsverbunds Vogtland an Oelsnitz, Theuma und Kottengrün angebunden.

Nachbarorte

Theuma
Droßdorf Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Theuma
Tirpersdorf

Geschichte

Datei:Lottengrün, alte Schmiede.jpg
Lottengrün, alte Schmiede
Datei:Lottengrün, Gasthof Zur Schule.jpg
Lottengrün, Gasthof Zur Schule
Datei:Lottengrün, Gefallenendenkmal 1. Weltkrieg.jpg
Denkmal für die acht Opfer des Ersten Weltkriegs

Lottengrün wurde im Jahr 1267 erstmals als „Lotthengrune“ im Urkundenbuch der Vögte von Weida und Gera erwähnt.<ref name="LoGrünDe">Bericht auf Lottengrün.de, Abruf am 13. März 2026</ref> Lottengrün gehörte im Gegensatz zum Nachbarort Tirpersdorf bis ins 19. Jahrhundert anteilig zu den kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Ämtern Plauen<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas 1790. Gumnior, Chemnitz 2009, ISBN 978-3-937386-14-0, S. 76 f.</ref> und Voigtsberg.<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas 1790. Gumnior, Chemnitz 2009, S. 74 f.</ref> Die Grundherrschaft über den Plauener Anteil lag um 1542 anteilig bei der Pfarre Theuma und dem Rittergut Mechelgrün untern Teils, um 1764 beim Rittergut Mechelgrün untern Teils. Der Voigtsberger Anteil von Lottengrün unterstand um 1542 anteilig der Grundherrschaft der Pfarre Oelsnitz und des Amts Voigtsberg und um 1764 vollständig als Amtsdorf direkt dem Amt Voigtsberg. Kirchlich ist Lottengrün seit jeher nach Theuma gepfarrt.<ref>Arthur Kolbe: Handbuch der Kirchen-Statistik für das Königreich Sachsen, Ramming, Dresden 1900, S. 239 (Link zum Digitalisat)</ref>

1856 wurde Lottengrün dem Gerichtsamt Oelsnitz und 1875 der Amtshauptmannschaft Oelsnitz angegliedert.<ref>Die Amtshauptmannschaft Oelsnitz im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. März 2023; abgerufen am 31. Juli 2025.</ref> Im Jahr 1869 erhielt der Ort mit dem Bahnhof Lottengrün an der Bahnstrecke Herlasgrün–Oelsnitz Eisenbahnanschluss. Ab 1902 zweigte bei der Haltestelle Lottengrün (seit 1905 Bahnhof) eine Industriebahn zu den Theumaer Schieferbrüchen ab, die schrittweise bis 1923 als öffentliche Bahnstrecke bis Chrieschwitz an der Bahnstrecke Gera Süd–Weischlitz verlängert wurde.<ref>Wilfried Rettig: Die Eisenbahnen im Vogtland. Band 1, S. 116 f.</ref> Die schrittweise Stilllegung betraf 1951 den Abschnitt Lottengrün–Oelsnitz der Bahnstrecke Herlasgrün–Oelsnitz und 1970/72 die restlichen Bahnstrecken, wodurch der Bahnhof Lottengrün am 1. Oktober 1972 außer Betrieb ging.

Durch die zweite Kreisreform in der DDR kam Die Gemeinde Lottengrün im Jahr 1952 zum Kreis Oelsnitz im Bezirk Chemnitz (1953 in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt), der 1990 als sächsischer Landkreis Oelsnitz fortgeführt wurde und 1996 im Vogtlandkreis aufging. Am 1. Januar 1994 erfolgte die Eingemeindung von Lottengrün nach Tirpersdorf.<ref name="GOV">Lottengrün im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref>

Kulturdenkmale

Auch in Lottengrün gibt es eine Reihe von denkmalgeschützten Gebäuden, darunter auch ein früherer Dreiseitenhof,<ref>Link zum Herunterladen aus Denkmalliste.Denkmalpflege.Sachsen.de, Abruf am 13. März 2026</ref> eine frühere Eisenbahnbrücke über den Wiesengrund<ref>Link zum Herunterladen aus Denkmalliste.Denkmalpflege.Sachsen.de, Abruf am 13. März 2026</ref> der früheren Bahnstrecke Lottengrün–Plauen und ein an die Opfer des Ersten Weltkriegs erinnerndes Denkmal.<ref>Link zum Herunterladen aus Denkmalliste.Denkmalpflege.Sachsen.de, Abruf am 13. März 2026</ref> Auf diesem Denkmal stehen die Namen von acht Männern aus Lottengrün. Dies bedeutet, dass bei einer Bevölkerung von um 200 Einwohnern, davon die Hälfte männlich, davon wiederum die Hälfte Kinder und etwa 20 im Rentenalter, ein großer Teil der männlichen Bevölkerung Opfer dieses Krieges war.

Bevölkerungsentwicklung

Die Zahl der Einwohner im Jahr 1883 betrug 184,<ref>Adressbuch aller Länder der Erde von 1883, S. 143 b, Abruf am 13. März 2026</ref> 1900 betrug sie 218<ref>Kalender und Statistisches Jahrbuch für 1900, S. 57</ref>, 1933 betrug sie 235, sie stieg auf 321 im Jahr 1946.<ref name="GOV"/>

Weblinks

Commons: Lottengrün – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references responsive />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Droßdorf mit Altmannsgrün, Juchhöh, Obermarxgrün und Schloditz | Lottengrün | Tirpersdorf mit Brotenfeld Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein