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Lolotoe

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Lolotoe
Lolotoe (Osttimor)
Lolotoe (Osttimor)
Koordinaten 9° 10′ S, 125° 16′ OKoordinaten: 9° 10′ S, 125° 16′ O
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Der Suco Opa
Basisdaten
Staat Osttimor
Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink Bobonaro
Verwaltungsamt Lolotoe
Suco Opa
Aldeia Raimea
Höhe 822 m
Prozession zur Pfarrkirche von Lolotoe
Prozession zur Pfarrkirche von Lolotoe
Prozession zur Pfarrkirche von Lolotoe

Lolotoe (Lolotoi, Lolo-Toe) ist der Hauptort des Verwaltungsamts Lolotoe (Gemeinde Bobonaro) im Südwesten Osttimors.

Geographie

Lolotoe liegt im Norden der Aldeia Raimea (Suco Opa). Zur Landeshauptstadt Dili sind es in Luftlinie etwa 78 km nach Nordosten, zur Gemeindehauptstadt Maliana etwa 18 km nach Norden. Die Grenze zu Indonesien ist nur wenige Kilometer entfernt. Der Lolotoe besteht aus mehreren kleinen Gruppen von Häusern. Seinen Ostteil bildet die Siedlung Raimea, Mokou ist ein Vorort im Nordwesten.<ref name="GIS"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)</ref><ref name="Atlas Bobonaro">Direcção-Geral de Estatística: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Atlas der Gemeinde Bobonaro (Memento vom 14. August 2022 im Internet Archive).</ref> Nördlich liegen die Berge Sibi (976 m) und Tulo (1285 m), südlich der Gubulba (906 m) und südöstlich der Lolo Beleasu (764 m) und der Sulogup (797 m).<ref name="PV">PeakVisor: Mount Sibi, abgerufen am 8. Juni 2025.</ref>

Eine Straße führt nach Westen durch Mokou und die beiden bereits im Suco Deudet liegenden Vororte Bou-Tal und Deudet weiter nach Nordwesten. Nach Osten geht die Straße in den Suco Lupal, in den Nachbarort Ames und weiter nach Südosten.<ref name="Atlas Bobonaro" />

Lolotoe verfügt über ein Mikroklima, so dass hier mit 2837 mm pro Jahr die größten jährlichen Niederschlagsmengen in Osttimor registriert werden.<ref name="ADB">Asian Development Bank: TIM: District Capitals Water Supply Project – Rehabilitation of Lake Lehumo, September 2011, abgerufen am 23. Februar 2014.</ref>

In Lolotoe befinden sich der Sitz des Sucos Opa und des Verwaltungsamtes Lolotoe, die Pfarrkirche Nossa Senhora de Fátima, ein Hospital, eine Bücherei, eine Polizeistation, eine Grundschule und eine Prä-Sekundarschule.<ref name="Atlas Bobonaro" /><ref>Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)</ref>

Geschichte

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Im Mai 1999, als das Unabhängigkeitsreferendum in Osttimor vorbereitet wurde, besetzten indonesische Truppen und pro-indonesische Milizen Deudet und Opa und begannen die Bevölkerung zu terrorisieren.<ref name="CAVR7.4"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />CAVR-Abschlussbericht: 7.4. Arbitrary, Detention, Torture, and Ill-treatment (Memento vom 4. Februar 2016 im Internet Archive) (englisch; PDF; 2,0 MB)</ref> Es kam zu willkürliche Verhaftungen, Missbrauch, Vergewaltigungen, Folter und Mord.<ref name="horr"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />1999 Crimes against humanity in East Tiomor (Memento vom 2. Februar 2010 im Internet Archive)</ref>

Indonesische Soldaten und Mitglieder der Miliz Kaer Metin Merah Putih (KMP) trieben Mitglieder und vermeintliche Unterstützer des CNRT zusammen, der Dachorganisation der Unabhängigkeitsbewegung Osttimors. Viele wurden geschlagen und gefoltert. Frauen wurden in einem so genannten Rape houses vergewaltigt. 2005 fand man in Lolotoe ein Massengrab mit 30 Unabhängigkeitsbefürwortern, die hier umgebracht wurden.<ref name="horr" /> Erst das Eintreffen der INTERFET beendete das Leiden der Bevölkerung.<ref name="CAVR7.4" />

Einzelnachweise

<references />