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Johannisloge Victoria zur Morgenröthe

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(Weitergeleitet von Loge Victoria zur Morgenröthe)

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Datei:Logensiegel 1858.jpg
Historisches Logensiegel Victoria zur Morgenröthe
Datei:Freimaurer-Logenhaus-Victoria-z.M.Hagen.jpg
Das 1958 fertiggestellte Logenhaus in Hagen
Datei:Freimaurertempel.JPG
Blick in den Tempel

Die Johannisloge Victoria zur Morgenröthe ist eine Freimaurerloge in Hagen.<ref>Hubertus Heuel: Bei den Freimaurern ist Verschwiegenheit eine Tugend. 8. Oktober 2016, abgerufen am 29. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Andreas Reitmajer: Logenbrüder räumen mit Legenden auf. Westfalenpost, 13. Januar 2011, abgerufen am 29. Februar 2020.</ref>

Geschichte

Die Loge wurde 1858<ref>C. Lenning: Allgemeines Handbuch der Freimaurerei. F. A. Brockhaus, 1863 (google.de [abgerufen am 29. Februar 2020]).</ref> von Persönlichkeiten der Stadt unter Mithilfe von Logenbrüdern aus Iserlohn und Schwelm gegründet.<ref>Johannisloge „Victoria zur Morgenröthe“. In: Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland – Freimaurerorden. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. September 2020; abgerufen am 30. März 2020.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.freimaurerorden.de</ref> Der erste Vorsitzende Logenmeister, Peter Adolf Reincke, war Gründer und Chefarzt des Allgemeinen Krankenhauses in Hagen.

Ihre Konstitution erhielt die Loge durch die Großloge Berlin am 14. September 1857. Inspiriert durch die gerade erfolgte Verlobung der englischen Prinzessin Victoria mit Prinz Friedrich Wilhelm von Preußen, dem späteren Kaiser Friedrich III., man der Loge den Namen „Victoria zur Morgenröthe“.<ref>Freimaurer-Zeitung. M. Zille., 1858 (google.de [abgerufen am 29. Februar 2020]).</ref><ref name=":0">Ralf Blank: Bijou der Johannisloge „Victoria zur Morgenröthe“. In: westfalen.museum-digital.de. Abgerufen am 30. März 2020.</ref>

Zunächst trafen sich die Logenbrüder in einem Gasthof, aber bereits 1872 konnte in der Elberfelder Straße ein Wohnhaus mit Grundstück erworben werden.<ref name=":0" /> Dieses erwies sich aber schon zum 25-jährigen Stiftungsfest als zu klein. Weitere Umbauten in den folgenden Jahren waren durch die schnell steigende Mitgliederzahl ebenfalls ungenügend. 1898 wurde das alte Logenhaus abgerissen und durch einen Neubau zu ersetzt, der außer den Logenräumen auch einen großen Festsaal, Gesellschaftsräume, Kegelbahn, Weinkeller etc. enthielt. Ein Jahr später wurde das Haus eingeweiht. Es war ein Treffpunkt für ernste Arbeit und kulturelle Veranstaltungen. Der Erste Weltkrieg jedoch forderte seine Opfer in der Bruderschaft und unterbrach die bis dahin stetige Aufwärtsentwicklung. Nach Kriegsende setzte der bisher stärkste Mitgliederzuwachs ein.

Die völkische Bewegung nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg bildete die Basis für Angriffe auf die Freimaurerei. Am 4. Juli 1934 wurde das Hagener Logenhaus von der SS besetzt und ausgeplündert.<ref name=":0" /> Durch diesen Überfall kam unter anderem das Archiv mit allen historisch relevanten Unterlagen abhanden.<ref name=":0" /> 1935 erfolgte die generelle Auflösung aller deutschen Logen. Entschädigungslos übernahm die Stadt Hagen das Logenhaus und benutzte es als Dienststelle der Luftschutzbehörde, bis es am 15. März 1945 bei einem Luftangriff zerstört wurde.<ref name=":0" />

Während der Verbotszeit hatten wenige Mitglieder den Zusammenhalt aufrechterhalten. Nach Ende des Krieges versuchte man, die verstreuten Mitglieder wieder zu sammeln. Aber erst nachdem die britische Militärregierung Anfang 1947 die Genehmigung zur Wiedererrichtung der Loge gegeben hatte, war ein Neubeginn möglich.<ref name=":0" /> Nach jahrelangen Verhandlungen führten die Wiedergutmachungsverhandlungen zu einem Vergleich, sodass an der Ecke Bergstraße/Konkordiastraße ein Neubau entstehen konnte, der anlässlich der 100-Jahr-Feier im Januar 1958 eingeweiht wurde.<ref name=":0" />

Heute hat die Loge 35 Mitglieder und tritt mit kulturellen Veranstaltungen im Logenhaus Bergstr. 96 regelmäßig in die Öffentlichkeit, auch in Kooperation mit dem Theater Hagen.<ref>Theater Hagen: Veranstaltungsansicht: Theater in der Loge. Abgerufen am 30. März 2020.</ref>

Auch heute versteht sich die Hagener Loge nicht als verschlossener Zirkel, sondern betreibt seit vielen Jahren eine offensive Informationspolitik mit öffentlichen Veranstaltungen und Vorträgen, sowie Gästeabenden für interessierte Herren.

Literatur

  • Wilhelm Reinecke: Zur Erinnerung an die Feier des 100. Stiftungsfestes, verbunden mit der Weihe des großen Tempels. Johannisloge Victoria zur Morgenröthe zu Hagen 1858–1958. Hagen 1958
  • Ernst Glaser-Gerhard: Zur Geschichte der Grossen Landesloge der Freimaurer von Deutschland zu Berlin 1920–1970. Schröder Verlag, Uetersen 1970<ref>Ernst Glaser-Gerhard: Zur Geschichte der Grossen Landesloge der Freimaurer von Deutschland zu Berlin 1920-1970. Schröder, 1970 (google.de [abgerufen am 30. März 2020]).</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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