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Lenka Dürr

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Lenka Dürr Vorlage:SportPicto
Datei:Lenka Dürr 2015 02.jpg
2015 bei Impel Wrocław
Porträt
Geburtsdatum 10. Dezember 1990
Geburtsort Memmingen, Deutschland
Größe 1,70 m
Position Libera
Vereine

bis 2005
2005–2006
2006–2013
2013–2014
2014–2015
2015–2016
2016–2017
2017–2018
2018–2019
2019–2021
TV Kaufbeuren
SV Mauerstetten
FTSV Straubing
Rote Raben Vilsbiburg
Igtisadchi Baku
Azerrail Baku
Impel Wrocław
Schweriner SC
CSM Târgoviște
Rote Raben Vilsbiburg
Dresdner SC
Nationalmannschaft

221 mal
Jugend / Juniorinnen
A-Nationalmannschaft
Erfolge
2007
2008
2009
2009
2009
2009
2009
2010
2010
2011
2012
2013
2013
2014
2014
2015
2015
2017
2017
2020
2021
Jugend-Europameisterin
deutsche Meisterin
Vierte CEV-Pokal
DVV-Pokalsiegerin
deutsche Vizemeisterin
U20-Weltmeisterin
EM-Vierte
deutsche Meisterin
WM-Siebte
Vize-Europameisterin
DVV-Pokalfinalistin
Siegerin Europaliga
Vize-Europameisterin
Siegerin Montreux Masters
WM-Neunte
Fünfte Europaspiele
EM-Fünfte
DVV-Pokalfinalistin
deutsche Meisterin
DVV-Pokalsiegerin
deutsche Meisterin
Stand: Saisonende 2020/21

Lenka Dürr (* 10. Dezember 1990 in Memmingen; jetzt Lenka Bitter) ist eine ehemalige deutsche Volleyballspielerin. Die Libera wurde mit der deutschen Nationalmannschaft zweimal Vize-Europameisterin. Auf Vereinsebene wurde sie DVV-Pokalsiegerin und viermal deutsche Meisterin und spielte in verschiedenen Europapokal-Wettbewerben. Außerhalb Deutschlands war sie bei Vereinen in Aserbaidschan und Polen aktiv. Zuletzt spielte sie zwischen 2019 und 2021 für den Dresdner SC.

Karriere

Dürr begann ihre Karriere gemeinsam mit ihrer Schwester beim TV Kaufbeuren.<ref name="DSC">Lenka Dürr wird DSC-Volleyballerin. Dresdner SC, 15. April 2019, abgerufen am 4. Oktober 2020.</ref> Außerdem spielte sie in der Jugend für den SV Mauerstetten.<ref>Krafttanken in der Heimat. (PDF) Allgäuer Zeitung, 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. März 2016; abgerufen am 4. Oktober 2020.</ref> 2005 wechselte sie zum damaligen Zweitligisten FTSV Straubing.<ref name="DSC" />

Ein Jahr später wurde die Libera vom Erstligisten Rote Raben Vilsbiburg verpflichtet.<ref name="DSC" /> Mit dem Verein erreichte sie den sechsten Platz in der Bundesliga-Saison 2006/07. 2007 wurde sie mit der deutschen Jugend-Nationalmannschaft Europameisterin.<ref name="DSC" /> In der Saison 2007/08 erreichte sie mit den Raben das Halbfinale im DVV-Pokal und wurde in der Bundesliga erstmals deutsche Meisterin. In der folgenden Saison gewann sie den DVV-Pokal 2008/09 im Finale gegen den Dresdner SC und wurde deutsche Vizemeisterin. Außerdem erreichte sie mit Vilsbiburg den dritten Platz im CEV-Pokal. Mit den deutschen Juniorinnen gewann sie 2009 die U20-Weltmeisterschaft in Mexicali.<ref>Lenka Dürr holt WM-Titel. Allgäuer Zeitung, 28. Juli 2009, abgerufen am 4. Oktober 2020.</ref> Bei der Europameisterschaft 2009 gab sie ihr Debüt in der A-Nationalmannschaft und kam mit dem Team auf den vierten Rang.<ref>Nationalspielerin Lenka Dürr aus Kaufbeuren über ihren Wechsel nach Polen und die deutschen Chancen bei der Europameisterschaft. Allgäuer Zeitung, 26. August 2015, abgerufen am 4. Oktober 2020.</ref>

Datei:2021-04-24 Dresdner SC 1898 gegen Allianz MTV Stuttgart (Play-off-Finale Frauen Volleyball-Bundesliga) by Sandro Halank–005.jpg
Lenka Dürr (2021)

Im DVV-Pokal 2009/10 schied Vilsbiburg als Titelverteidiger im Halbfinale aus. Im Challenge Cup kam die Mannschaft ins Achtelfinale. Anschließend gewann Dürr mit dem Verein ihre zweite deutsche Meisterschaft. Mit der Nationalmannschaft nahm sie an der Weltmeisterschaft in Japan teil, die mit dem siebten Platz endete.<ref>WM 2010 (F): 'Volleyball Team Deutschland' vor WM-Start. DVV, 28. Oktober 2010, abgerufen am 4. Oktober 2020.</ref> In der Saison 2010/11 erreichte sie mit den Roten Raben das Pokal-Viertelfinale, das Achtelfinale im CEV-Pokal sowie das Playoff-Halbfinale. Anschließend wurde sie mit Deutschland nach einer 2:3-Niederlage gegen Serbien Vize-Europameisterin.<ref name="DVVEnde">Lenka Dürr beendet Nationalmannschafts-Karriere. DVV, 23. Juli 2019, abgerufen am 4. Oktober 2020.</ref>

In der Saison 2011/12 unterlag Vilsbiburg mit Dürr im DVV-Pokalfinale und im Playoff-Halbfinale jeweils dem Schweriner SC, während die Mannschaft im CEV-Pokal wieder im Achtelfinale ausschied. In der folgenden Saison endeten beide nationale Wettbewerbe für die Roten Raben im Halbfinale, im DVV-Pokal wieder gegen Schwerin und in der Bundesliga gegen Dresden. Außerdem gab es das dritte Achtelfinale in Folge im CEV-Pokal Dürr gewann mit der Nationalmannschaft die Volleyball-Europaliga 2013.<ref name="DSC" /> Anschließend wurde sie bei der EM in Deutschland erneut Vize-Europameisterin.<ref name="DVVEnde" />

Danach wechselte die Libera in die aserbaidschanische Superliga zu Igtisadchi Baku.<ref name="FAZ">Zweite Heimat Baku. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. Juni 2015, abgerufen am 4. Oktober 2020.</ref> 2014 gewann sie mit Deutschland das Turnier in Montreux und wurde dabei als beste Abwehrspielerin ausgezeichnet.<ref>Ab ins Wasser Volleyballerinnen räumen in Montreux ab. Süddeutsche Zeitung, 2. Juni 2014, abgerufen am 4. Oktober 2020.</ref> Anschließend kam sie mit der DVV-Auswahl bei der Weltmeisterschaft in Italien nicht über den neunten Rang hinaus.<ref>Lenka Dürr aus Kaufbeuren setzt enttäuschendes WM-Abschneiden zu. Allgäuer Zeitung, 10. Oktober 2014, abgerufen am 4. Oktober 2020.</ref> Danach wechselte Dürr innerhalb der aserbaidschanischen Hauptstadt zu Azerrail Baku. Mit dem Verein kam sie in der Saison 2014/15 unter die besten zwölf Teams der Champions League. Bei den Europaspielen 2015 in Baku belegte sie mit dem DVV-Team den fünften Rang.<ref>«Mikrokosmos»: Volleyballerin Dürr als Kulturvermittlerin. 12. Juni 2015, abgerufen am 4. Oktober 2020.</ref> Das gleiche Ergebnis gab es bei der Europameisterschaft 2015 nach dem Viertelfinal-Aus gegen die Türkei.<ref>Frauen-EM: Bitteres Aus im Viertelfinale - 2:3 gegen die Türkei. DVV, 1. Oktober 2015, abgerufen am 4. Oktober 2020.</ref> In der folgenden Saison spielte Dürr in Polen bei Impel Wrocław.<ref name="DSC" /> Mit dem Verein war sie ebenfalls in der Champions League aktiv, schied aber in der Vorrunde aus.

2016 kehrte Dürr zurück in die deutsche Bundesliga und spielte für den Schweriner SC.<ref>Lenka Dürr: Der Schweriner SC hat mich am meisten überzeugt. Ostsee-Zeitung, 27. Juli 2016, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 4. Oktober 2020.@1@2Vorlage:Toter Link/www.ostsee-zeitung.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Mit dem Verein erreichte sie das Finale im DVV-Pokal 2016/17, das gegen Allianz MTV Stuttgart verloren ging. Im Playoff-Finale gegen denselben Gegner gewann die Libera ihre dritte deutsche Meisterschaft. In der Saison 2017/18 war sie in Rumänien bei CSM Târgoviște aktiv.<ref>Auch Lenka Dürr geht nach Rumänien. Schweriner SC, 26. Juni 2017, abgerufen am 4. Oktober 2020.</ref> Mit dem Verein kam sie ins Achtelfinale des Challenge Cups. In der Saison 2018/19 spielte sie vorübergehend wieder bei den Roten Raben Vilsbiburg in der Bundesliga.<ref>Lenka Dürr feiert gegen Straubing ihr Comeback im Raben-Trikot. Rote Raben Vilsbiburg, 2018, abgerufen am 4. Oktober 2020.</ref>

Im Sommer 2019 erklärte Dürr ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft.<ref name="DVVEnde" /> Zur Saison 2019/20 wechselte sie zum Dresdner SC.<ref name="DSC" /> Mit dem Verein gewann sie den DVV-Pokal 2019/20 im Finale gegen Stuttgart. Im Challenge Cup stand Dresden im Halbfinale, als die Saison wegen der COVID-19-Pandemie abgebrochen wurde, und in der kurz vor Ende der Hauptrunde abgebrochenen Bundesliga-Saison war die Mannschaft Vierter. In der Saison 2020/21 gewann sie mit dem Dresdner Verein die deutsche Meisterschaft. Nach dem Ende der Saison gab der Verein bekannt, dass Dürr den Verein verlässt.<ref>Kadernews kompakt. In: dresdnersportclub.de. Dresdner SC, 30. April 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. April 2021; abgerufen am 30. April 2021.</ref> Am 15. Mai 2021 gab sie über die sozialen Medien ihr Karriereende bekannt.<ref>Bekanntgabe Karriereende. Lenka Dürr, 15. Mai 2021, abgerufen am 23. Mai 2021.</ref> In der Saison 2021/22 agierte sie als Co-Trainerin beim Bundesligisten Schwarz-Weiss Erfurt.

Privates

Dürr ist mit dem Volleyball-Trainer Konstantin Bitter verheiratet.<ref>Lenka Bitter. Volleybox, 2022, abgerufen am 18. Oktober 2022.</ref><ref>#MissionMannheim: Viertelfinals im DVV-Pokal der Frauen ausgelost. Volleyball Bundesliga, 14. Oktober 2022, abgerufen am 18. Oktober 2022.</ref>

Soziales Engagement

Seit 2015 ist Dürr Botschafterin des Vereins Volleyball ohne Grenzen, der Kinder und Jugendliche in wirtschaftsschwachen Regionen unterstützt.<ref name="VOG">Mit Volleyball Grenzen überwinden. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. April 2016, abgerufen am 4. Oktober 2020.</ref> Außerdem engagiert sie sich für ein SOS-Kinderdorf in Augsburg.<ref name="VOG" />

Weblinks

Commons: Lenka Dürr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />