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Leingewächse

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Leingewächse
Datei:Gemeiner flachs.jpg

Gemeiner Lein (Linum usitatissimum)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Malpighienartige (Malpighiales)
Familie: Leingewächse
Wissenschaftlicher Name
Linaceae
DC. ex Perleb

Die Leingewächse (Linaceae) sind eine Familie in der Ordnung Malpighienartige (Malpighiales) innerhalb der Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliopsida). Die 10 bis 16 Gattungen mit etwa 290 Arten sind fast weltweit von der Dauerfrostzone bis in die Tropen verbreitet.

Beschreibung

Datei:Linum usitatissimum - Köhler–s Medizinal-Pflanzen-088.jpg
Illustration des Gemeinen Lein (Linum usitatissimum) aus Köhler’s Medizinalpflanzen

Erscheinungsbild und Blätter

Die Arten der Leingewächse sind meist krautige Pflanzen, seltener verholzende Pflanzen: Lianen, Sträucher oder sehr selten Bäume.

Die stets ungeteilten, ungestielten Laubblätter sind wechselständig und meist spiralig angeordnet oder gegenständig. Die Blattränder sind glatt oder gesägt. Sie besitzen oft keine Nebenblätter, wenn diese vorhanden sind, dann sind sie klein.

Blütenstände und Blüten

In zymös verzweigten Blütenständen sind unterschiedlich aufgebaute Teilblütenstände zusammengefasst.

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und meist fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind manchmal an der Basis verwachsen. Die fünf Kronblätter sind frei. Es sind ein, zwei oder ganz selten drei Kreise mit je fünf Staubblättern vorhanden, ein Teil davon ist oft zu Staminodien umgewandelt. Zwei bis fünf Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen.

Früchte und Samen

Es werden innerhalb dieser Familie viele unterschiedliche Fruchttypen ausgebildet (siehe Unterfamilien). Der gut entwickelte Embryo ist gerade bis etwas gekrümmt und besitzt zwei große Keimblätter (Kotyledonen).

Datei:MapLinaceae.PNG
Verbreitung der Linaceae (dargestellt in Schwarz)

Systematik und Verbreitung

Datei:Cliococca selaginoides 1.jpg
Unterfamilie Linoideae: Cliococca selaginoides
Datei:Hesperolinoncongestum.jpg
Unterfamilie Linoideae: Blüte von Hesperolinon congestum
Datei:Linum australe var australe 6.jpg
Unterfamilie Linoideae: Blüte von Linum australe var. australe
Datei:Radiola linoides 2010 07 14.jpg
Unterfamilie Linoideae: Zwerg-Lein (Radiola linoides)
Datei:Hugonia mystax L..jpg
Unterfamilie Hugonioideae: Zweig mit Laubblättern und Blüte von Hugonia mystax

Die Familie Linaceae wurde 1818 durch Augustin Pyrame de Candolle in Karl Julius Perleb: Versuch über die Arzneikräfte der Pflanzen, S. 107 unter der Bezeichnung „Lineae“ aufgestellt. Typusgattung ist Linum <templatestyles src="Person/styles.css" />L. Ein Synonym für Linaceae <templatestyles src="Person/styles.css" />DC. ex Perleb ist Hugoniaceae <templatestyles src="Person/styles.css" />Arn.<ref name="Tropicos" />

Die Arten der Familie Linaceae gedeihen fast weltweit von der Dauerfrostzone bis in die Tropen.

Man unterteilt die Linaceae in zwei Unterfamilien, die Linoideae und die Hugonioideae. Es gibt insgesamt etwa 10 bis 16 Gattungen mit etwa 290 bis 300 Arten:<ref name="GRIN" />

  • Unterfamilie Linoideae: Die Linoideae sind überwiegend krautige Pflanzen mit meist schmalen Blättern und sie bilden nur Kapselfrüchte aus. Sie enthält sechs bis acht Gattungen<ref name="GRIN" /> mit etwa 240 Arten:
    • Anisadenia <templatestyles src="Person/styles.css" />Wall. ex Meisn.: Mit nur zwei Arten vom nordöstlichen Indien, Bhutan, Nepal, nördlichen Myanmar, nördlichen Thailand bis China (beide Arten) verbreitet.
    • Cliococca <templatestyles src="Person/styles.css" />Bab.: Sie enthält nur eine Art:
      • Cliococca selaginoides <templatestyles src="Person/styles.css" />(Lam.) C.M.Rogers & Mildner: Sie ist im südlichen Südamerika und in Brasilien verbreitet.<ref name="GRIN" /> Sie wird von manchen Autoren auch als Linum selaginoides <templatestyles src="Person/styles.css" />Lam. zur Gattung Linum gestellt.
    • Hesperolinon <templatestyles src="Person/styles.css" />(A.Gray) Small: Die etwa 13 Arten kommen nur in Kalifornien vor.
    • Lein (Linum <templatestyles src="Person/styles.css" />L.): Die etwa 180 Arten sind von gemäßigten bis tropischen Gebieten fast weltweit verbreitet; das Zentrum der Artenvielfalt ist der Mittelmeerraum.
    • Radiola <templatestyles src="Person/styles.css" />Hill: Sie enthält nur eine Art:
    • Reinwardtia <templatestyles src="Person/styles.css" />Dumort.: Sie enthält etwa zwei Arten, darunter:
      • Reinwardtia indica <templatestyles src="Person/styles.css" />Dumort. (Syn: Reinwardtia trigyna <templatestyles src="Person/styles.css" />(Reichenb.) Planchon): Sie ist vom Indischen Subkontinent über Laos, Myanmar, Thailand und Vietnam bis China verbreitet.
    • Sclerolinon <templatestyles src="Person/styles.css" />C.M.Rogers: Sie enthält nur eine Art:
      • Sclerolinon digynum <templatestyles src="Person/styles.css" />(A.Gray) C.M.Rogers: Sie ist im zentralen und westlichen Amerika verbreitet.
    • Tirpitzia <templatestyles src="Person/styles.css" />Hallier f.: Sie enthält nur drei Arten, von denen zwei in China und Vietnam und eine im nordöstlichen Thailand vorkommen.
  • Unterfamilie Hugonioideae <templatestyles src="Person/styles.css" />Mabb. ex Reveal: Die Hugonioideae (Syn.: Hugoniaceae <templatestyles src="Person/styles.css" />Arn.) sind meist verholzende Pflanzen, die recht breite Blätter besitzen und eine Steinfrucht oder andere Fruchttypen ausbilden. Sie enthält vier bis acht Gattungen mit etwa 61 Arten:<ref name="GRIN" />
    • Hebepetalum <templatestyles src="Person/styles.css" />Benth.: Die drei bis sechs Arten sind in der Neotropis verbreitet.
    • Hugonia <templatestyles src="Person/styles.css" />L.: Die 15 bis 32 Arten sind in den Tropen verbreitet.
    • Indorouchera <templatestyles src="Person/styles.css" />Hallier f.: Mit ein bis drei Arten in Südostasien verbreitet.
    • Philbornea <templatestyles src="Person/styles.css" />Hallier f.: Die ein bis drei Arten kommen auf Borneo und den Philippinen vor.
    • Roucheria <templatestyles src="Person/styles.css" />Planch.: Die fünf bis acht Arten sind im tropischen Südamerika verbreitet.

Quellen

Einzelnachweise

<references> <ref name="Tropicos"> Linaceae bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Leingewächse (Linaceae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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