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Leinblättriger Gauchheil

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Leinblättriger Gauchheil
Datei:Anagallis monelli - Portugal.JPG

Leinblättriger Gauchheil (Anagallis monelli)

Systematik
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Primelgewächse (Primulaceae)
Unterfamilie: Myrsinengewächse (Myrsinoideae)
Gattung: Gauchheil (Anagallis)
Art: Leinblättriger Gauchheil
Wissenschaftlicher Name
Anagallis monelli
L.

Der Leinblättrige Gauchheil (Anagallis monelli) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Gauchheil (Anagallis).

Beschreibung

Datei:The Botanical Magazine, Plate 319 (Volume 9, 1795).png
Illustration aus The Botanical Magazine, Volume 9, 1795, Tafel 319

Vegetative Merkmale

Der Leinblättrige Gauchheil ist eine kurzlebige, ausdauernde krautige Pflanze, die eine Größe von 10 bis 50, selten bis 70 Zentimeter, erreicht. Der Stängel verholzt am Grund und ist aufrecht, aufsteigend oder niederliegend,<ref name="FlIb" /> wurzelt aber nicht an den Knoten.<ref name="Rothmaler" /> Die Laubblätter sind gegenständig, zu dritt in Quirlen angeordnet oder seltener wechselständig. Die einfache Blattspreite ist lineal-lanzettlich, lanzettlich oder elliptisch.<ref name="Rothmaler" />

Datei:Anagallis linifolia L.jpg
Anagallis monelli subsp. linifolia

Generative Merkmale

Die Blüten sind zwittrig. Die blaue oder seltener ziegelrote oder weiße Blütenkrone ist bei einem Durchmesser von 15 bis 25 Millimetern radförmig.<ref name="FlIb" /> Die Kronblätter sind am Rand glatt oder wenig gekerbt, mit Drüsenhaaren aus vier gleich großen Zellen.<ref name="Manns-Anderberg2007" />

Die Blütezeit reicht am Naturstandort von März bis Juli<ref name="FlIb" />, in Gartenkultur von Mai bis September.<ref name="Rothmaler" />

Wildpflanzen sind diploid mit einer Chromosomenzahl von 2n = 20.<ref name="FlIb" /> In Kultur gibt es auch großblütige Sorten mit einem tetraploiden Chromosomensatz von 2n = 4x = 40.<ref name="Rothmaler" />

Vorkommen

Anagallis monelli kommt im westlichen Mittelmeerraum (von Portugal bis Süd-Italien<ref name="FlIb" /> und von Marokko bis Tripolitanien<ref name="FlLibya" />) an trockenen, offenen Orten, Acker-<ref name="FlIb" /> und Wegrändern, Brachen und Sandküsten<ref name="FlIb" /> vor.<ref name="Rothmaler" />

Systematik

Die Erstveröffentlichung von Anagallis monelli erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum.<ref name="SpPl" /> Ein wichtiges Synonym für Anagallis monelli <templatestyles src="Person/styles.css" />L. ist Anagallis linifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />L.

Die Unterarten Anagallis monelli subsp. maritima <templatestyles src="Person/styles.css" />(Mariz) M.Laínz (dicht beblätterte Pflanzen der Küste) und Anagallis monelli subsp. linifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Maire (besonders schmalblättrige Pflanzen) sind nicht klar von typischen Pflanzen abgegrenzt und können als standörtliche Varianten angesehen werden.<ref name="FlIb" />

Nutzung

Der Leinblättrige Gauchheil wird selten als Zierpflanze für Sommerblumenbeete genutzt. Er ist spätestens seit dem Beginn des 17. Jahrhunderts in Kultur.<ref name="Rothmaler" />

Einzelnachweise

<references> <ref name="Rothmaler"> </ref> <ref name="FlIb"> Antonio Pujadas: Anagallis. In: Santiago Castroviejo, Carlos Aedo, Manuel Laínz, Ramón Morales, Félix Muñoz Garmendia, Gonzalo Nieto Feliner, Jorge Paiva (Hrsg.): Flora Ibérica. Plantas vasculares de la Península Ibérica e Islas Baleares. Vol. V. Ebenaceae–Saxifragaceae. Real Jardín Botánico, C.S.I.C., Madrid 1997, ISBN 84-00-07641-9, S. 57–62 (floraiberica.es [PDF]). </ref> <ref name="Manns-Anderberg2007"> Ulrika Manns, Arne A. Anderberg: Character Evolution in Anagallis (Myrsinaceae) inferred from Morphological and Molecular Data. In: Systematic Botany. Band 32, Nr. 1, 2007, S. 166–179, doi:10.1600/036364407780360210. </ref> <ref name="FlLibya"> Syed Irtifaq Ali: Primulaceae. In: Syed Irtifaq Ali, Saiyad Masudal Hasan Jafri (Hrsg.): Flora of Libya. Band 1, Al Faateh University, Faculty of Science, Department of Botany, Tripolis 1976, S. 10. </ref> <ref name="SpPl"> Carl von Linné: Species Plantarum. Band 1, Lars Salvius, Stockholm 1753, S. 148 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttp%3A%2F%2Fwww.biodiversitylibrary.org%2Fopenurl%3Fpid%3Dtitle%3A669%26volume%3D1%26issue%3D%26spage%3D148%26date%3D1753~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D). </ref> </references>

Weblinks