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Landessammelstelle für radioaktive Abfälle

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Landessammelstellen für radioaktive Abfälle sind Zwischenlager für (schwach) radioaktive Abfälle, die von den deutschen Bundesländern unterhalten werden.

Radioaktive Abfälle müssen gemäß Atomgesetz geordnet beseitigt werden. Hierfür ist nach dem Verursacherprinzip der jeweilige Abfallerzeuger verantwortlich. Die Beseitigung erfolgt letztlich in einem Endlager. Bis ein solches Endlager zur Verfügung steht, müssen die Abfälle zwischengelagert werden. Für radioaktive Abfälle aus Medizin, Industrie und Forschung hat das Gesetz den Bundesländern die Verpflichtung auferlegt, für die Zwischenlagerung der in ihrem Gebiet anfallenden radioaktiven Abfälle Sammelstellen einzurichten. Diese werden teilweise von mehreren Bundesländern gemeinschaftlich (s. u.) betrieben.<ref>Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit - Zwischenlager für radioaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung</ref><ref>Der Spiegel 38/1981 - Konrad hilft nicht.</ref>

Standorte

Bundesland Betreiber Standort
Baden-Württemberg Kerntechnische Entsorgung Karlsruhe GmbH Karlsruhe<ref>Landessammelstelle. Abgerufen am 28. Oktober 2021.</ref>
Bayern GRB – Sammelstelle Bayern für radioaktive Stoffe GmbH Zwischenlager Mitterteich, Mitterteich<ref>Bayern</ref>
Berlin Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Landessammelstelle Berlin (Zentralstelle für radioaktiven Abfall – ZRA) (Memento des Vorlage:IconExternal vom 8. September 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.helmholtz-berlin.de</ref> Berlin
Hessen Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie Ebsdorfergrund / Roßberg
Mecklenburg-Vorpommern EWN Entsorgungswerk für Nuklearanlagen GmbH Zwischenlager Nord, Rubenow<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mecklenburg-Vorpommern (Memento vom 17. Mai 2008 im Internet Archive)</ref>
Brandenburg
Niedersachsen GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH Jülich<ref>Landessammelstelle für radioaktive Abfälle. Abgerufen am 28. Oktober 2021.</ref> und Leese<ref>Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle des Landes Niedersachsen in Leese | Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz. Abgerufen am 25. Februar 2024.</ref><ref>Landessammelstelle für radioaktive Abfälle | Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz. Abgerufen am 25. Februar 2024.</ref>
Nordrhein-Westfalen Bezirksregierung Köln Jülich<ref>Landessammelstelle für radioaktive Abfälle. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. Oktober 2021; abgerufen am 28. Oktober 2021.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bezreg-koeln.nrw.de</ref>
Rheinland-Pfalz Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz Hoppstädten-Weiersbach
Saarland<ref>Radioaktiver Müll kommt jetzt nach Rheinland-Pfalz. In: Saarbrücker Zeitung. 10. April 2016, abgerufen am 6. September 2018.</ref>
Sachsen VKTA - Strahlenschutz, Analytik & Entsorgung Rossendorf (Dresden)
Thüringen
Sachsen-Anhalt
Hamburg Helmholtz-Zentrum Hereon GmbH Geesthacht
Schleswig-Holstein
Bremen

Literatur

  • Schulze, R. (2001). Aufgaben der Landessammelstellen. in: Strahlenschutz – Wissenschaftliche Grundlagen, Rechtliche Regelungen, Praktische Anwendungen: Kompendium der Sommerschule Strahlenschutz. G. Buchert, R. Czarwinski, A. Kaul et al., H. Hoffmann Verlag: 239–250

Einzelnachweise

<references />