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Küstenreiher

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Küstenreiher
Datei:Western reef egret (Egretta gularis schistacea) dark morph 2.jpg

Küstenreiher (Egretta gularis)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Pelecaniformes
Familie: Reiher (Ardeidae)
Gattung: Egretta
Art: Küstenreiher
Wissenschaftlicher Name
Egretta gularis
(Bosc, 1792)
Datei:Western reef egret (Egretta gularis schistacea) white morph.jpg
Weiße Morphe am Persischen Golf
Datei:Western reef heron (Egretta gularis gularis) dark morph in flight white carpal area.jpg
Dunkle Morphe der Unterart E. g. gularis im Flug
Datei:Egretta gularis MHNT.ZOO.2010.11.50.6.jpg
Eier des Küstenreihers

Der Küstenreiher (Egretta gularis) ist ein mittelgroßer Reiher. Er kommt hauptsächlich an den Küsten Westafrikas und vom Roten Meer bis nach Indien vor. Im Südosten Europas ist er ein sehr seltener Irrgast. Es gibt außerdem einige wenige Beobachtungen in Mitteleuropa, bei denen es sich allerdings immer um Gefangenschaftsflüchtlinge handelte.<ref>Hans-Günther Bauer, Einhard Bezzel, Wolfgang Fiedler (Hrsg.): Das Kompendium der Vögel Mitteleuropas: Alles über Biologie, Gefährdung und Schutz. Band 1: Nonpasseriformes – Nichtsperlingsvögel. Aula-Verlag Wiebelsheim, Wiesbaden 2005, ISBN 3-89104-647-2, S. 271.</ref>

Beschreibung

Der Lebensraum des Küstenreihers sind Feuchtgebiete an der Küste. Er nistet in Kolonien, oft zusammen mit anderen Schreitvögeln, gewöhnlich auf Plattformen aus Ästen und Zweigen in Bäumen oder Sträuchern. Das Gelege umfasst normalerweise zwei bis drei Eier.

Der Küstenreiher tritt in zwei Farbvarianten auf: Es gibt eine völlig weiße und eine dunkelgraue Morphe; Zwischenformen kommen auch vor. Die weiße Morphe ähnelt im Erscheinungsbild sehr dem Seidenreiher, hat aber u. a. einen an der Basis höheren, etwas längeren Schnabel und über die gesamte Länge leicht nach unten gebogenen Schnabel. Die graue Morphe kann man kaum mit einer anderen Art im Verbreitungsgebiet dieses Reihers verwechseln. Die Vögel verfolgen ihre Beute in seichtem Wasser; häufig laufen sie dabei oder schlurfen mit den Füßen. Sie können auch stillstehen und auf Beute lauern. Diese besteht aus Fischen, Krebs- und Weichtieren.

Außerhalb seines Hauptverbreitungsgebiets kommt der Küstenreiher (nicht unbedingt als Brutvogel) auch in Spanien, Tunesien, Südosteuropa, Mosambik und auf Madagaskar vor. Als Irrgast hat er sich schon bis in die USA verflogen. Der Küstenreiher gilt laut IUCN als ungefährdet.

Unterarten

Es werden zwei Unterarten unterschieden:

  • Egretta gularis gularis (<templatestyles src="Person/styles.css" />Bosc, 1792) – Atlantikküste, wird neuerdings als Unterart E. garzetta gularis des Seidenreihers klassifiziert<ref name="Haass">Haass, N. K. (unveröffentlicht): „Egretta gularis Bosc, 1792. Küstenreiher.“ in: Hölzinger, J. (unveröffentlicht): Die Vögel Baden-Württembergs 2.1. Stuttgart Forumsbeitrag</ref>
  • Egretta gularis schistacea (<templatestyles src="Person/styles.css" />Hemprich & <templatestyles src="Person/styles.css" />Ehrenberg, 1828) – Indischer Ozean mit Rotem Meer und Persischem Golf, gilt neuerdings als eigene Art E. schistacea, die mit dem Seidenreiher weniger nahe verwandt ist als die auf Madagaskar heimische Art Egretta dimorpha.<ref name="Haass" />

Belege

Weblinks

Commons: Küstenreiher (Egretta gularis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />