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Külmla

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Külmla
Gemeinde Schöndorf
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(90)&title=K%C3%BClmla 50° 37′ N, 11° 41′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(90) 50° 37′ 18″ N, 11° 40′ 46″ O
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Höhe: 445 m ü. NN
Einwohner: 90 (31. Dez. 2012)<ref>Nahverkehrsplan Zweckverband ÖPNV Saale-Orla – Bevölkerungsverteilung im Gebiet des Zweckverbandes. (PDF) In: Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. S. 54, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. September 2025; abgerufen am 1. November 2021.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kreis-slf.de</ref>
Eingemeindung: 1. Januar 1979
Postleitzahl: 07924
Vorwahl: 036483
Lage von Külmla in Thüringen
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Külmla ist ein Ortsteil von Schöndorf im Saale-Orla-Kreis in Thüringen.

Lage

Külmla liegt westlich von Schöndorf am Rande einer muldenartigen Hochfläche des Südostthüringer Schiefergebirges zwischen Drebatal und Plothental. Zur Saale hin beginnen die bewaldeten Anhöhen und Saalehänge. Die günstigen klimatischen und geologischen Bedingungen im Schleizer Oberland waren und sind vorteilhaft für die landwirtschaftliche Produktion.<ref>Manfred Graf: Organisation der kooperativen Pflanzenproduktion bei hohem Grünlandanteil im Südostthüringer Schiefergebirge. Dargestellt an der KOG „Lobenstein“. 1970, (Jena, Universität, Dissertation, 1970; maschinschriftlich).</ref>

Denkmal und im Vordergrund eine der Hortensien
Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges des Ortes Külmla

Geschichte

Erste Siedlungen

Die ersten Wohnstätten des Ortes sind auf eine ursprünglich sorbische Begründung zurückgeführt.<ref name=":1">Autorenkollektiv: Festschrift 625 Jahre Külmla, Schöndorf, Tausa. Hrsg.: Dorf- und Heimatverein Gemeinde Schöndorf e.V. Schöndorf 2003, S. 6–9.</ref> Andere Vermutungen gehen bis auf die Zeit keltischer Besiedlung zurück. Von einem Schafgraben hinter dem ehemaligen Wirtshaus Eißmann (später Geilsdorf) lässt sich ein möglicher Ursprung in keltischer Zeit anführen. So lassen sich Schaf-Fluren fallweise von dem keltischen Wort „Scor“ für Gehege oder Befestigung ableiten.<ref>Alexander Blöthner: Sagenhafte Wanderungen im Saale-Orla-Kreis. Band I: Schlösser, Kirchen, Keltische Flurnamen, Archäologische Fundstätten, Kultplätze. Hrsg.: Alexander Blöthner. Books on Demand, Norderstedt 2014, S. 78–80.</ref> Es wird also vermutet, dass schon zu keltischer Zeit ein befestigter Rundwall an der Stelle des Schafgrabens stand und dieser namensgebend war. Mit Sicherheit kann gesagt werden, dass in der Zeit vor der Habsburger Hausmacht eine kleine Burg stand, als Standort kann dieser Schafsgraben angenommen werden.<ref name=":2">Autorenkollektiv: Festschrift 625 Jahre Külmla, Schöndorf, Tausa. Hrsg.: Dorf- und Heimatverein Gemeinde Schöndorf e.V. Schöndorf 2003, S. 10–19.</ref>

Erste urkundliche Erwähnung

Für Külmla gilt das Jahr 1378 als älteste urkundliche Erwähnung.<ref name=":1" /><ref>Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 155.</ref> Die Schreibweise „zcum Kulmechene“, später auch „zcum Kolmichen“ oder „Koylmel“, wird aus dem altsorbischen „cholm“ als „Berg“ erklärt und in Verbindung mit der deutschen Verkleinerungssilbe gewissermaßen als „zu dem Kulmchen“, als dem kleinen Berg gedeutet. Der ursprünglich sorbische Name sei dann von den deutschen Siedlern übernommen worden und zur Bekräftigung der deutschen Übersiedler wurde dann auch ein Rittersitz im Orte angelegt.<ref name=":1" />

Siehe auch

Neuzeit

Im Dreißigjährigen Krieg fielen Truppenverbände in Külmla ein. Unter anderem sollen am 3. Oktober 1637 schwedische Soldaten von Ziegenrück kommend schwer gehaust haben.<ref name=":2" /> 1640 lagen in Ziegenruck längere Zeit schwedische Musketiere und Reiter, die die umliegenden Dörfer wiederholt plünderten. Ebenfalls gab es Überfälle von kaiserlichen Soldaten.<ref name=":2" /> Die Bewohner flohen mit ihrem Vieh in die Wälder im Plothental. Der Name „Kriegsgelänge“ für ein Flurstück auf der Höhe der Külmlaer Flur soll von jener Zeit herrühren.<ref name=":2" /><ref>Sven Samesch, Dorf- und Heimatverein Gemeinde Schöndorf e.V. - aktuelle Flurnamenforschung der Gemeinde Schöndorf</ref>

Auch der Siebenjährige Krieg und der Napoleonische Krieg brachten Durchmärsche, Einquartierungen und daraus folgend große Not, Krankheiten und Seuchen.<ref name=":2" />

Preußische Zeit

Der Ort gehörte bis 1815 zum kursächsischen Amt Ziegenrück und kam nach dessen auf dem Wiener Kongress beschlossenen Abtretung an den preußischen Landkreis Ziegenrück, zu dem der Ort bis 1945 gehörte.

Am 5. September 1886 brannten fünf Gehöfte und der Tanzsaal durch einen beim Dreschen ausgebrochenen Brand nieder.<ref>Autorenkollektiv: Festschrift 625 Jahre Külmla, Schöndorf, Tausa. Hrsg.: Dorf- und Heimatverein Gemeinde Schöndorf e.V. Schöndorf 2003, S. 128–140.</ref> 1909 wurde das erste Telefon in der Gaststätte Eißmann installiert.<ref name=":3">Autorenkollektiv: Festschrift 625 Jahre Külmla, Schöndorf, Tausa. Hrsg.: Dorf- und Heimatverein Gemeinde Schöndorf e.V. Schöndorf 2003, S. 58–88.</ref> In den Jahren 1913/14 wurde die neue Straße nach Ziegenrück, entlang des Plothentals gebaut.<ref name=":3" /> 1923 wurde Külmla an das Stromnetz angeschlossen. Zwischen 1923 und 1928 erfolgte die Separation, dabei wurden Felder ausgetauscht, sodass kleine und Kleinstparzellen zusammengefasst wurden und dadurch größere Einheiten entstanden.<ref name=":4">Autorenkollektiv: Festschrift 625 Jahre Külmla, Schöndorf, Tausa. Hrsg.: Dorf- und Heimatverein Gemeinde Schöndorf e.V. Schöndorf 2003, S. 34–38.</ref> 1929 Wurde der Gutsbezirk Külmla aufgelöst, wodurch Rittergutsbesitzer Golle nur noch dieselben Rechte und Pflichten hatte wie jedes andere Gemeindemitglied.<ref name=":4" /> 1931 wird Külmla an die Kraftpost Schleiz angebunden, seitdem gibt es eine Poststelle in Külmla.<ref name=":4" />

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Der Zweite Weltkrieg endete mit dem Einmarsch der Amerikaner am 15. April 1945.<ref>Benno Grau, Privatarchiv und Ortschronik Külmla</ref> Am 2. Juli 1945 machten sie Platz für die Rote Armee.<ref name=":3" /> Am 1. Oktober 1945 wurde der preußische Landkreis Ziegenrück aufgelöst und Külmla kam zum Kreis Schleiz.<ref name=":2" /> Auch Külmla musste eine große Zahl an Umsiedlern unterbringen, was bei dem knappen Wohnraum sehr schwierig war. Gelöst wurde dieses Problem mit der Einrichtung von Wohnungen in einigen Gebäuden des Ritterguts.<ref name=":4" /> 1970 ist die Konsumverkaufsstelle in Külmla geschlossen worden.<ref name=":4" />

Am 1. Januar 1979 wurden die drei Orte Schöndorf, Tausa und Külmla zur politischen Gemeinde Schöndorf zusammengelegt.<ref>Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, S. 450.</ref>

Persönlichkeiten

Denkmäler

Am Ortsausgang Richtung Ziegenrück, steht auf einer dreieckig angelegten Wiese das Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Auf der Tafel sind alle Gefallenen (7) des Ersten Weltkriegs aus Külmla mit ihrem Todestag aufgeführt. Die etwa 8 Meter breite und 20 Meter lange dreieckige Wiese ist zusammen mit dem Denkmal angelegt worden. Auf ihr standen ursprünglich zwei Kastanien, zwei Blaufichten, eine Trauerweide und zwei Akazien. Heute stehen nur noch die beiden Kastanien. Im Jahr 2014 hat der Dorf- und Heimatverein zwei Hortensien zu dem Ensemble hinzugepflanzt.<ref>Dorf- und Heimatverein Gemeinde Schöndorf e.V. - pflegt die Denkmäler der Gemeinde Schöndorf</ref>

Weblinks

Commons: Külmla – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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