Kühedorf
Kühedorf Gemeinde Büchenbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(134)&title=K%C3%BChedorf 49° 17′ N, 11° 1′ O
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| Höhe: | 386 (381–405) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 134 (1. Okt. 2019)<ref name="Einwohner">Gemeinde Büchenbach – Büchenbach im Detail. In: Webseite Gemeinde Büchenbach. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. September 2021; abgerufen am 9. September 2021. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91186 | |||||
| Vorwahl: | 09171 | |||||
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Kühedorf (fränkisch: Kejdoaf<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 40. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „khëidǫɘf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Büchenbach im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Kühedorf liegt in der Gemarkung Ottersdorf.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Dorf liegt sechs Kilometer südlich von Schwabach am Südhang des 463 m ü. NHN hohen Heidenberges. 1,5 km südlich des Ortes fließt die Aurach vorbei. Etwa 800 m nordöstlich von Kühedorf in den Waldgebieten „Bergholz“ und „Hierlach“ befindet sich ein ehemaliger Steinbruch, der heute ein Geotop ist. Hierbei handelt es sich um mehrere historische, stark verwachsene Steinbrüche, die vom Bayerischen Landesamt für Umwelt als Geotop 576A002 ausgewiesen sind (siehe auch Liste der Geotope im Landkreis Roth). 0,5 km südlich liegt das Flurgebiet „Katzenhöhle“.
Die Kreisstraße RH 5 führt über Schopfhof nach Götzenreuth (2,3 km westlich) bzw. nach Büchenbach (2,2 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Gauchsdorf (1,4 km südwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 3. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Im 13. Jahrhundert bestand der Ort vermutlich aus 3 Ganzhöfen.<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 245.</ref> Im Jahre 1236 gab es die erste schriftliche Erwähnung des Ortes im Zusammenhang mit einem „minister de Kuͤdorpf“ aus der Nürnberger Linie eines staufischen Reichsministerialengeschlechtes (die Küdorfer).<ref name="E226">F. Eigler: Schwabach, S. 226 f.</ref> Der Ortsname soll als Bestimmungswort Kühe haben. Es gab auch eine Burg, die seit 1556 bis auf geringe Reste abgegangen ist. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren nur „noch der Schloßgraben, einige verschütteten Gewölbe und die aus dem Grunde hervorragenden Mauern zweyer runden Thürme übrig (...). Ungefähr 50 Schritte davon liegen die Ruinen des Schlosses und der Begräbnißkapelle, worinn noch die Wappen sichtbar sind.“<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 231.</ref> Außerdem gab es in Kühedorf eine spätmittelalterliche Dorfkirche mit umgebendem Friedhof und Adelsgrablege, die nach St. Jakobus (Abenberg) gepfarrt war.
Im Urbar für das burggräfliche Amt Schwabach von ca. 1360 wurde der Ort als „Kuͤedorff“ erwähnt. Im burggräflichen Salbuch von 1410 wurden für „Küdorf“ 1 Gut, 1 halbes Gute, 2 Gütlein und 1 halbes Gütlein angegeben. Im Salbuch des nunmehr markgräflichen Amtes Schwabach von 1434 wurden für den Ort 1 Gut und 4 Seldengüter angegeben. 1530 waren nur 3 Güter markgräflich, während 3 weitere Güter Eigenherrn hatten. 1732 gab es laut den Oberamtsbeschreibungen von Johann Georg Vetter in Kühdorf 8 Anwesen (1 Ganzhof, 1 Halbhof, 6 Gütlein), die alle dem Kastenamt Schwabach unterstanden.<ref name="E226"/> Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Kühedorf 11 Anwesen (4 Ganzhöfe, 1 Halbhof, 4 Köblergüter, 1 Gut mit Tafernwirtschaft, 1 Leerhaus) und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Schwabach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Kastenamt Schwabach inne.<ref name="E402">F. Eigler: Schwabach, S. 402 f.</ref> 1801 gab es im Ort weiterhin 11 Anwesen.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 231. Dort ist fälschlicherweise von 11 weiteren Anwesen die Rede, die Fremdherren unterstehen würden.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 Kühedorf dem Steuerdistrikt Büchenbach (II. Sektion) und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Ottersdorf zugeordnet. Am 1. Januar 1972 wurde Kühedorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Büchenbach eingegliedert.<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 478.</ref><ref>Büchenbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 22. April 2025.</ref>
In Kühedorf ist eine Sagenstation des Sagenwanderweges. Es gibt außerdem ein Wildparkgehege, einen Waldspielplatz, zwei fränkische Landgasthäuser und einen Wanderparkplatz.<ref>Wanderkarte Heidenberg</ref>
Bau- und Bodendenkmäler
- Schloßstraße 3: zweigeschossiges Bauernhaus im Sandsteinquaderbau mit geschoss- und giebelgliedernden Profilen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, Nebengebäude um 1890 mit zugehörigem großem Ritter-Grabstein aus dem 15. Jahrhundert<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Büchenbach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Schloßstraße 4: erdgeschossiges Bauernhaus im Sandsteinquaderbau mit gebrochenem Steilsatteldach, bezeichnet 1889; Sandsteinquader-Scheune mit gebrochenem Steilsatteldach wurde 1929 überformt<ref name="Denkmalliste"/>
- Kirche oder Kapelle mit Friedhof aus dem Mittelalter sowie ein Burgstall (D-5-6732-0011, abgegangen)<ref name="Denkmalliste"/>
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Nördlich von Kühedorf befindet sich das historische Steinkreuz bei Ungerthal.
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Willibald (Büchenbach) gepfarrt.<ref name="E402"/> Die Katholiken sind nach St. Sebald (Schwabach) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Katholische Pfarrei St. Sebald, Schwabach. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 29. Mai 2023.</ref>
Bilder
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Bauernhaus in Kühedorf
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Die Ritterstraße
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Wildgehege
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Ehemalige Sandsteinbrüche am Heidenberg
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Gasthof
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Das "Luderloch" am Sagenweg
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Kreuzstein am Sagenweg
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Kühendorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 231 (Digitalisat).
- Friedrich Eigler: Schwabach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 28). Michael Laßleben, Kallmünz 1990, ISBN 3-7696-9941-6.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Gottfried Stieber: Kühedorf. In: Historische und topographische Nachricht von dem Fürstenthum Brandenburg-Onolzbach. Johann Jacob Enderes, Schwabach 1761, OCLC 231049377, S. 533–536 (Digitalisat).
- Willi Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach (1862–1962). Ein Heimatbuch. Schwabach 1964, DNB 984880232, OCLC 632541189, S. 400–403.
- Vorlage:Wagner Land- und Stadtkreis Schwabach
Weblinks
- Ortsteile > Kühedorf. In: buechenbach.de. Abgerufen am 3. August 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Kühedorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Kühedorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Asbach | Aurau | Breitenlohe | Büchenbach | Gauchsdorf | Götzenreuth | Hebresmühle | Kühedorf | Neumühle | Ottersdorf | Schopfhof | Tennenlohe | Ungerthal