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Kupfer(I)-iodid

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(Weitergeleitet von Kupferiodid)
Kristallstruktur
Kristallstruktur (Einheitszelle) von Kupfer(I)-iodid
Vorlage:Farbe Cu+ 0 Vorlage:Farbe I
Allgemeines
Name Kupfer(I)-iodid
Andere Namen
Verhältnisformel CuI
Kurzbeschreibung

rein weißes Kristallpulver<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 976.</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 231-674-6
ECHA-InfoCard 100.028.795
PubChem 24350
ChemSpider 22766
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 190,44 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="brauer" />

Dichte

5,62 g·cm−3 (20 °C)<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Schmelzpunkt

588 °C<ref name="GESTIS"/>

Siedepunkt

1290 °C<ref name="GESTIS"/>

Dampfdruck

13,3 hPa bei 656 °C<ref name="GESTIS"/>

Löslichkeit

schwerlöslich in Wasser (80 mg/l)<ref name="GESTIS"/>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS"/>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302​‐​315​‐​317​‐​318​‐​410
P: 273​‐​280​‐​301+312+330​‐​302+352​‐​305+351+338+310<ref name="GESTIS"/>
MAK

0,1 mg·m−3<ref name="GESTIS"/>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Kupfer(I)-iodid ist ein Kupfersalz der Iodwasserstoffsäure. In völlig reinem Zustand handelt es sich um ein weißes Pulver.<ref>Eintrag zu Kupferiodide. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Eigenschaften

Datei:Copper(I) iodide.jpg
Kupfer(I)-iodid

Aufgrund der Elektronenkonfiguration d10 sind Kupfer(I)-Verbindungen diamagnetisch. Kupferiodid kristallisiert in der Sphaleritstruktur.<ref>Erwin Riedel: Anorganische Chemie, 4. Auflage, de Gruyter Verlag, ISBN 3-11-016602-X.</ref> Es ist deutlich weniger lichtempfindlich als Kupfer(I)-bromid und Kupfer(I)-chlorid, setzt aber dennoch unter Lichteinwirkung an der Raumluft unter leichter Zersetzung geringe Mengen Iod frei. Mit einer Löslichkeit von 0,00042 g/l bei 25 °C ist die Verbindung quasi unlöslich in Wasser.<ref name="IS6" />

Struktur

Kupfer(I)-iodid weist ein komplexes Phasendiagramm auf, das die Existenz multipler kristalliner Formen wiedergibt. Es ist tetraedrisch koordiniert, wenn es sich in der Zinkblendestruktur befindet, in der es unterhalb von 300 °C kristallisiert<ref name="IS6" />. Der Atomabstand zwischen Kupfer- und Iodatom beträgt 2,338 Å.<ref>A. F. Wells: Structural Inorganic Chemistry. Oxford University Press, Oxford. 5. Auflage 1984, S. 410 und 444.</ref>

Gewinnung und Darstellung

Im Labor kann Kupfer(I)-iodid durch Lösen von Kupfer in konzentrierter Iodwasserstoffsäure, Umsetzung von Kupfer(I)-cyanid mit Iodwasserstoff oder durch Mischen eines Kupfer(II)-salzes (meist einer Kupfersulfatlösung) und einer Kaliumiodidlösung hergestellt werden.

Insbesondere die letzte Variante kann, in Form der Titration einer Kupfer(II)-sulfat-Lösung mit einer stöchiometrischen Lösung von Kaliumiodid und Natriumthiosulfat, verwendet werden, um ein möglichst sauberes Produkt zu erhalten:<ref name="IS6"></ref>

<chem>2 CuSO4 + 4 KI -> 2 CuI2 + 2 K2SO4</chem>
<chem>2 CuI2 -> 2 CuI + I2</chem>
<chem>2 Na2S2O3 + I2 -> Na2S4O6 + 2 NaI</chem>

Das intermediär gebildete Kupfer(II)-iodid ist instabil und zerfällt beinahe augenblicklich in das Kupfer(I)-iodid und freies Iod. Dieser Zerfall bildet die Grundlage für die iodometrische Bestimmung von Kupfer. Da dieses Iod jedoch im Überschuss dazu neigt das erhaltene Produkt zu verunreinigen und lösliche Kupferiodid-Komplexe zu bilden, wird es durch das eingesetzte Thiosulfat aus der Reaktion entfernt und man erhält die Gesamtgleichung:

<chem>2 CuSO4 + 4 KI + 2 Na2S2O3 -> 2 CuI + 2 K2SO4 + Na2S4O6 + 2 NaI</chem>

Bei der industriellen Herstellung wird Iod-Dampf auf Kupfermetall geleitet:

<chem>2 Cu + I2 ->[T][]2 CuI</chem>

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Kupfer(I)-Verbindungen: Kupfer(I)-fluorid | Kupfer(I)-chlorid | Kupfer(I)-bromid | Kupfer(I)-iodid

Kupfer(II)-Verbindungen: Kupfer(II)-fluorid | Kupfer(II)-chlorid | Kupfer(II)-bromid | Kupfer(II)-iodid Vorlage:Klappleiste/Ende