Bahnkraftwerk Mittelsteine
Das Bahnkraftwerk Mittelsteine war ein Wärmekraftwerk zur Erzeugung von Bahnstrom. Es versorgte von 1914 bis 1945 das schlesische Netz mit Einphasenwechselstrom von 15 kV mit einer Frequenz von {{#if:3|16 2⁄3|{{#if:2|16⁄2|{{#if:16|1⁄16|⁄}}}}}} Hz.
Geschichte
Das Kraftwerk Mittelsteine wurde insbesondere mit minderwertiger Steinkohle aus dem Neuroder Revier betrieben. Zur Kühlung wurde das Wasser der Steine genutzt.
Das Kraftwerk hatte nach einem Ausbau Ende der 1920er Jahre eine elektrische Leistung von 32,4 MW, hiervon waren 24 MW Bahnstrom (aus fünf Bahnmaschinen). Die vom Kraftwerk Mittelsteine erzeugte Energie wurde über eine 80-kV-Bahnstromfernleitung (von 156 km Länge)<ref>Eisenbahn-Album Schlesien, Band 1, S. 104, SSB-Medien, Zittau, 2025</ref> mit zwei Systemen zum Unterwerk Niedersalzbrunn (1914 errichtet) und weiter zu den Unterwerken Ruhbank, Hirschberg (1921) und Lauban (1922) geleitet.<ref>Elektrischer Betrieb in der RBD Breslau 1940–1945. Teil 1. In: Eisenbahn-Kurier, {{#invoke:URIutil|{{#ifeq:1|1|linkISSN|targetISSN}}|0170-5288|0}}{{#ifeq:1|0|[!] }}{{#ifeq:0|1
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Am Ende des Zweiten Weltkriegs ging das Kraftwerk infolge der Kampfhandlungen außer Betrieb. Danach lief das Kraftwerk noch bis 8. Juli 1945. Die Kraftwerksanlagen wurden von der sowjetischen Besatzungsmacht beschlagnahmt und als Reparation demontiert.<ref>Demontage in Schlesien. Reste des elektrischen Betriebs der RBD Breslau. In: Eisenbahn-Kurier, ISSN 0170-5288, Ausgabe 5/2021</ref>
Ab 1948 begann der Wiederaufbau des Kraftwerks als Elektrownia Skałeczno zur Versorgung des Landesnetzes. Dafür wurden zwei gebrauchte Turbinensätze aus Breslau eingebaut, die dort aufgrund des Neubaues eines neuen Kraftwerkes entbehrlich waren. Um 1963 wurde das Kraftwerk stillgelegt.
In den 1960er Jahren erfolgte eine Wiederelektrifizierung durch die PKP mit Gleichspannung von 3 kV. Da die dafür benötigte Energie über Gleichrichterunterwerke aus dem öffentlichen Stromnetz bezogen wird, war keine eigene Bahnstromerzeugung mehr erforderlich.
1978 verlegte die Eisengießerei ZETKAMA ihre Produktionsstätte von Kłodzko in das frühere Kraftwerk in Ścinawka Średnia. Im Jahre 2001 wurde das Gelände durch die ZETKAMA zum Technologiepark umgestaltet. Der Gleisanschluss wurde mittlerweile abgebaut.
Weblinks
- Der Elektrische Zugbetrieb in Schlesien auf www.schlesische-eisenbahnen.de
- aktuelle und historische Bilder, Lageplan auf dolny-slask.org.pl
- Elektrifizierte Strecken der Königlich Preußischen Staatsbahn und der Reichsbahn in Schlesien auf www.elektrische-bahnen.de
Einzelnachweise
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