Kpalimé
| Kpalimé | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
6° 54′ 36″ N, 0° 37′ 41″ O
{{#coordinates:6,91|0,628056|primary
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dim=10000 | globe= | name=Kpalimé | region=TG-P | type=city
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| Basisdaten | ||||||
| Staat: | Datei:Flag of Togo (3-2).svg Togo | |||||
| Region: | Plateaux | |||||
| Präfektur: | Kloto | |||||
| Höhe: | 220 m | |||||
| Einwohner: | 89.700 (2020<ref>brockhaus.de</ref>) | |||||
Kpalimé (auch Agomé-Kpalimé), Ewe und deutsch auch (Agome-)Kpalime, früher meist (Agomé-)Palimé oder (Agome-)Palime, mit etwa 90.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Togos und Hauptort der Präfektur Kloto in der Region Plateaux. Die Kommune Kpalimé ging 2017 in der Kommune Kloto 1, einer der drei Gemeinden in Kloto, auf. Durch die Stadt führt die togolesische Nationalstraße N5 von Lomé nach Atakpamé.
Wegen des Klimas und der Berglandschaft war die Stadt zu Kolonialzeiten ein beliebtes Urlaubsziel. Heute ist die Stadt bekannt für ihren Stoff- und Fruchtmarkt, der dienstags und samstags stattfindet. Kpalimé war das Zentrum des togoischen Kaffee-, Kakao- und Citrusanbaus. Der Wirtschaftszweig ist aber faktisch nicht mehr vorhanden.
Kpalimé ist Sitz des römisch-katholischen Bistums Kpalimé. Bischofskirche ist die Cathédrale Saint Esprit de Kpalimé.
Geografie
Kpalimé liegt im Südwesten Togos nahe der Grenze zu Ghana, etwa 110 km von der Hauptstadt Lomé<ref>Palimé. In: Encyclopædia Britannica. Abgerufen am 23. Juni 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und 100 km von Atakpamé entfernt. Die Stadt liegt am Rande der Rumpffläche, die sich von der Küste bis zum Togogebirge zieht. Der etwa 300 m hohe Osthang des Gebirges mit dem Mont Kloto (824 m) befindet sich nordwestlich von Kpalimé. Das Stadtgebiet ist etwa 35 km² groß und liegt in einer eher flachen Senke auf circa 220 m Höhe. Südlich wird diese von den Hügeln von Kpadapé (483 m), östlich vom Mont Agou (986 m) begrenzt.<ref name=":0"></ref><ref></ref>
Die Gemeinde Kloto 1 zählt mit einem Jahresniederschlag von 1 700 mm zu den regenreichsten Regionen in Togo. Das Klima ist feucht-tropisch mit vier ausgeprägten Jahreszeiten (je zwei Regen- und Trockenzeiten) und einer Durchschnittstemperatur von 28 °C.<ref>Aspects Physiques. In: Kloto-1 / Kpalimé. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. Juni 2021; abgerufen am 23. Juni 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Das Gemeindegebiet von Kloto 1 ist von zahlreichen Bächen durchzogen, die überwiegend in die Flüsse Hétoe und Wouto entwässern.<ref name=":1" /> Durch das Stadtgebiet von Kpalimé selber fließen die Bäche Agbassiandi und Hè/Ehè, die sich in der Ortsmitte treffen, sowie einige kleinere Bäche (Adedze, Bla, Danyi, Kpégolo).<ref name=":1"></ref> Sie laufen nach Süden vereinigt dem Todzie zu.
Die Stadt liegt im historischen Siedlungsgebiet der Ewe.<ref name=":0" /> Die Kommune Kloto 1 wurde 2017 gebildet und umfasst seitdem acht Kantone:<ref>Presentation de la commune de Kloto 1. In: Kloto-1 / Kpalimé. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. Juni 2021; abgerufen am 24. Juni 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref><ref>Cantons. In: Kloto-1 / Kpalimé. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. Juni 2021; abgerufen am 24. Juni 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref><ref>Plan de Ville. In: Kloto-1 / Kpalimé. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. Juni 2021; abgerufen am 23. Juni 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- Gbalave
- Hanyigba
- Kpadapé
- (Agomé-)Kpalimé: Gebiet der Vorgängergemeinde, nochmal in 36 Stadtquartiere (quartiers) unterteilt
- Tomé
- Tové
- Wome
- Yokélé
Geschichte
Vorkoloniale Geschichte
Kpalimé war ein Wohnort der Agome, einer Ewe-Gruppe. Sie flohen wie viele weitere Gruppen gegen Ende des 17. Jahrhunderts aus Notsé nach Westen. Sie lebten zunächst höher in den Bergen am Mont Kloto. Die Agome sollen sich um 1700 in fünf kleinere Gruppen getrennt haben, die je ein eigenes Dorf talabwärts gründeten (Agomé-Tomégbé, Agomé-Kpodzi, Agomé-Kusuntu und Agomé-Yoh). Die letzte Gruppe siedelte am weitesten außerhalb, zwischen den Agome-Siedlungen und dem Gebiet der Aguawó und der Hanyigba. Sie nannten den Ort Agomé-Kpalimé. Der Name soll vom Ewe-Wort für „Kreuzung“ kommen.<ref name=":0" /><ref name=":2">Historique. In: Kloto-1 / Kpalimé. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 24. Juni 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
Kolonialzeit
1884 wurde die Deutsche Kolonie Togo gegründet. Nachdem einige Missionare Kpalimé besucht hatten, brachte die Kolonialverwaltung unter Ernst Falkenthal im August 1887 das Agome-Gebiet unter ihre Kontrolle. Im Mai 1890 legte man die Station Misahöhe an, die etwa neun Kilometer westlich von Kpalimé am Berghang lag. Sie sicherte auch den Weg über das Togogebirge (Von François-Pass genannt) nach Kpandu. Misahöhe war offiziell Sitz des gleichnamigen Bezirks, aber Palime oder Agome-Palime, wie der Ort kolonial genannt wurde, wurde dessen wirtschaftliches Zentrum.<ref name=":0" /> Aufgrund seiner verkehrsgünstigen Lage entwickelte sich Palime zu einem wichtigen Handels- und Marktort. Er war Sitz eines Regierungsarztes und eines kolonialen Polizei- und Zollbeamten, die katholische Steyler Mission und die evangelische Norddeutsche Missionsgesellschaft bauten jeweils eine Station und eine Kirche. Zahlreiche Faktoreien siedelten sich an, die Deutsche Togogesellschaft betrieb eine Baumwoll-Ginnerei. 1907 erreichte die Inlandbahn Palime und verband den Ort mit der Hafenstadt Lomé.<ref name=":02">v. Zech.: Palime. In: Heinrich Schnee (Hrsg.): Deutsches Kolonial-Lexikon. Band 3. Quelle & Meyer, 1920, S. 85 (archive.org).</ref> Die deutsche Kolonialregierung errichtete auch ein kleines öffentliches Krankenhaus in Palime, das zu den ältesten im heutigen Togo zählt.<ref name=":0" />
Im Ersten Weltkrieg wurde die deutsche Kolonie von den Briten besetzt. Nachher kam Kpalimé (Palimé) zu Französisch-Togo. Als Handelszentrum blieb der Ort bedeutend: 1926 gab es 23 Lagerhäuser, von denen vier von Europäern und der Rest von syrischstämmigen und lokalen Händlern betrieben wurde. Auch die Deutsche Togogesellschaft, die nach dem Krieg enteignet worden war, kam 1928 wieder nach Palimé. Im November 1936 zog die Kolonialverwaltung des Distrikts von Misahöhe nach Palimé. Im Ort wurden neue Verwaltungsgebäude gebaut. In den 1950er-Jahren richtete die Kolonialregierung erstmals Kommunalverwaltungen in sieben Städten Togos ein, darunter auch in Palimé.<ref name=":0" /> 1951 wird die erste Kommunalwahl durchgeführt, 1959 wird Kpalime zur vollwertigen Gemeinde und die zweite Wahl wird abgehalten.<ref name=":2" /> Seit 1957 gibt es im Ort eine weiterführende Schule.<ref name=":0" />
Bevölkerungsentwicklung
- 1903: 730 „Eingeborene“ und 5 Deutsche<ref></ref>
- 1960: 11.954 Ortsansässige und 997 Besuchende<ref>Ministère des Finances et des Affaires Economiques. Service de la Statistique Générale: Recensement général de la population du Togo 1958-1960. Band 5. Lomé 1960, S. 7 (ceped.org [PDF]).</ref>
Essen
Zu den lokalen Spezialitäten gehören Palmwein und gegrilltes Hühnchen oder gegrillter Fisch, serviert mit Fufu und Erdnusssauce.
Sehenswürdigkeiten
In der Stadt befindet sich eine Kathedrale.
Die Gegend um Kpalimé ist bekannt für die landschaftliche Schönheit und das tropische Klima. Der Berg Agou und der Berg Kloto bieten an klaren Tagen eine Sicht auf den Volta-Stausee. Zudem befinden sich mehrere Wasserfälle (Tomegbe, Kpoeta, Woatti, Woma, Ykpa, Aklowa, Kpima und Amegape), Kaffee- und Kakaoplantagen in der unmittelbaren Umgebung.
Weitere Attraktionen in der Nähe:
- Das Benediktinerkloster Abbaye de l'Ascension in Dzogbégan, 1961 von französischen Mönchen gegründet<ref>Abbaye de lAscension de Danyi Dzogbégan-TOGO: Abbaye de lAscension de Danyi Dzogbégan-TOGO. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Mai 2018; abgerufen am 19. Mai 2018. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- Das Château Vial, das präsidiale Schloss nahe Kouma Konda<ref>Kabossy: Kpalimé, Château Vial. 23. März 2009, abgerufen am 19. Mai 2018.</ref>
In Kpalimé sind noch einige Spuren aus der Zeit der Deutschen Kolonie Togo (1884–1919) zu finden:
- Heiliggeist-Kathedrale (Kathedrale Saint-Esprit), 2003 aufwändig vom Bistum Rottenburg-Stuttgart renoviert
- Reste der von Deutschen erbauten Bahnstrecke Lomé–Kpalimé und der ehemalige Bahnhof Kpalimé, eingeweiht zu Kaisers Geburtstag 1907
- Deutsche Kolonialstation Misahohé mit deutschem Friedhof, benannt nach Missa von Esterházy, der Jugendliebe des ersten dortigen Konsuls Jesko von Puttkamer.
Partnerschaften
Partnergemeinden von Kpalimé sind Bressuire (seit 1991) in der französischen Region Nouvelle-Aquitaine und Maré (seit 2008) innerhalb der zu Frankreich gehörenden gehörende Inselgruppe Neukaledonien im südlichen Pazifik.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Website Kpalimé ( vom 19. Oktober 2016 im Internet Archive)</ref>
Persönlichkeiten
- Cornélius Yao Azaglo Augustt (1924–2001), Fotograf
- Alban Sabah (* 1992), Fußballspieler
Weblinks
Belege
<references />