Maorihonigfresser
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| Maorihonigfresser | ||||||||||||
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| Datei:New Zealand Bellbird 0A2A1963.jpg
Maorihonigfresser (Anthornis melanura), Männchen | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Anthornis melanura | ||||||||||||
| (Sparrman, 1786) |
Der Maorihonigfresser (Anthornis melanura) auch Maori-Glockenhonigfresser, im Verbreitungsgebiet Māori Korimako oder Makomako oder englisch Bellbird genannt, ist die einzige heute noch existierende Vogelart der Gattung Anthornis aus der Familie der Honigfresser. Die Art wird von der IUCN als ungefährdet („least concern“) eingestuft.<ref>[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2011. Eingestellt von: BirdLife International, 2009. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref>
Merkmale
Der Vogel wird 20 cm lang, das größere Männchen wiegt bis 34 g, das Weibchen 26 g.<ref name="NZBirds" />
Die Grundfärbung ist olivgrün mit hellerer Unterseite. Der Kopf des Männchens ist schillernd violett, bei der Unterart A. m. oneho blau<ref name="NZ_Buch" />, Schwanz und Flügel sind blauschwarz.<ref name="NZBirds" /> Das Gefieder des Weibchens ist ähnlich dem des Männchens, aber glanzlos.<ref name="NZ_Buch" /> Es geht vom Farbton mehr ins Braune und hat einen schmalen weißen Streifen auf der Wange.
Das Auge ist rot, der Schnabel kurz und gebogen.<ref name="NZBirds">Beschreibung bei nzbirds.com</ref> Die Zunge besitzt am Ende bürstenartige Anhänge zum Auflecken des Nektars.<ref name="NZ_Buch" />
Vorkommen und Lebensraum
Die Art ist in Neuseeland endemisch und hier auf einem großen Teil der Hauptinseln, zahlreichen Küsteninseln und den Auckland Islands verbreitet, fehlt aber im Norden der Nordinsel.
Der Maorihonigfresser erlitt mit Einführung der europäischen Landwirtschaftsmethoden und der damit verbundenen Zerstörung der einheimischen Wälder zunächst Lebensraumverluste. Ein weiterer Grund für Bestandsrückgänge waren eingeschleppte Räuber wie Hauskatzen, Wiesel, Hermeline, Frettchen, Ratten und Futterkonkurrenten wie Wespen. Dieser Bestandsrückgang trat gleichzeitig auch bei vielen anderen neuseeländischen Arten auf; die Populationen des Maorihonigfressers erholten sich jedoch aus unbekannten Gründen, so dass er in einem großen Teil Neuseelands wieder ziemlich häufig ist.<ref>Bartle J & Sagar P (1987) "Intraspecific variation in the New Zealand Bellbird Anthoris melanura. Notornis 34 253–306</ref>
Die Art kommt neben ihrem ursprünglichen Lebensraum in heimischen Wäldern auch in anthropogenen Sekundärhabitaten wie Parks und Gärten vor.<ref name="NZ_Buch" />
Lebensweise
Die Vögel fressen Nektar, Honigtau, Beeren und Insekten. Sie sind als Bestäuber bedeutsam.<ref name="NZ_Buch" />
Gesang
Der Gesang der Bellbirds ist ein wichtiger Teil des Vogelgesangs in Neuseeland bei Sonnenaufgang. Der glockenartige Gesang wird manchmal mit dem des Tui verwechselt. Gruppengesang von Maori-Glockenhonigvögeln
Systematik
Es werden drei Unterarten unterschieden:
- A. melanura melanura (<templatestyles src="Person/styles.css" />Sparrman, 1786) (New Zealand Bellbird) Vorkommen: Festland, viele Küsteninseln, Auckland Islands<ref>Exemplare von Anthornis melanura melanura Sammlung des Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa</ref>
- A. melanura oneho <templatestyles src="Person/styles.css" />Bartle & <templatestyles src="Person/styles.css" />Sagar, 1987 (Poor Knights Bellbird) Vorkommen: Poor Knights Islands<ref name="NZ_Buch" /><ref>Holotype des Poor Knights Bellbird Anthornis melanura oneho, Sammlung des Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa</ref>
- A. melanura obscura <templatestyles src="Person/styles.css" />Falla, 1948 (Three Kings Bellbird), Vorkommen: Three Kings Islands<ref name="NZ_Buch" />
Eine vierte Unterart A. melanura dumerilii wird von den meisten Autoren nicht anerkannt.
Der Anfang des 20. Jahrhunderts ausgestorbene Chatham-Glockenhonigfresser (Anthornis melanocephala) wurde zeitweilig als weitere Unterart A. melanura melanocephala des Maorihonigfressers angesehen.
Galerie
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Ein Bellbird frisst an Blüten des Neuseelandflachs.
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Bellbird am Mount Maungatautari, Waikato
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Männchen
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Bellbird auf Tiritiri Matangi Island
Einzelnachweise
<references> <ref name="NZ_Buch"> Helga Neubauer: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (Anthornis melanura). In: Das Neuseeland Buch. 1. Auflage. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) 2003, ISBN 1-877339-00-8, S. 1133. </ref> </references>
Literatur
- Peter H. Barthel, Christine Barthel, Einhard Bezzel, Pascal Eckhoff, Renate van den Elzen, Christoph Hinkelmann, Frank Dieter Steinheimer: Die Vögel der Erde – Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen. 3. Auflage. Deutsche Ornithologen-Gesellschaft, Radolfzell 2002 (do-g.de [PDF]).