Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Kopf-Rumpf-Länge – Wikipedia Zum Inhalt springen

Kopf-Rumpf-Länge

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Kopfrumpflänge)

Die Kopf-Rumpf-Länge ist ein Körpermaß und bezeichnet die Länge eines Landwirbeltieres<ref>Laut Freudig und Sauermost, 2003 („Schwanz“) besitzen Fische morphologisch keinen Schwanz.</ref> von der Schnauzen- bzw. Nasenspitze bis zur Schwanzwurzel.<ref name="NK1978:46" /> Das Maß wird insbesondere bei Säugetieren verwendet.<ref name="S2002:i" /> Zum Messen wird der Körper des Tieres in Rückenlage ausgestreckt auf einer ebenen, waagerechten Unterlage<ref name="J+2010:16" /> leicht angedrückt und gerade ausgerichtet, jedoch nicht überdehnt.<ref name="NK1978:46" /> Stirn und Nase werden an die Unterlage gedrückt.<ref name="J+2010:16" />

Die eigentliche Schwanzwurzel, das Gelenk zwischen Kreuzbein und erstem Schwanzwirbel,<ref name="NK1978:46" /> liegt zwischen den Beckenflügeln<ref name="M1954:73" /> und ist nur durch einen Hautschnitt und das Entfernen von Binde- und Muskelgewebe freizulegen. Dies ist insbesondere bei der Untersuchung großer Serien zu aufwendig.<ref name="J+2010:16" /> Daher werden als hinterer Messpunkt häufig der Anus oder die äußerlich sichtbare Schwanzwurzel verwendet, was zu abweichenden und stärker schwankenden Maßen führen kann.<ref name="NK1978:46" /> So sitzt der Anus bei Altweltmäusen häufig erst unter dem vierten bis sechsten Schwanzwirbel.<ref name="M1954:73f" /> Zudem lässt sich der auch bei toten Tieren durch Muskulatur und Sehnen unter einer gewissen Spannung stehende Schwanz insbesondere an seiner Ansatzstelle nicht rechtwinklig abbiegen.<ref name="J+2010:16" />

Hinreichend genaue Messergebnisse sind am lebenden Tier gewöhnlich nicht zu erhalten.<ref name="GH1988:12f" /> Empfohlen wird die Messung an frisch toten Tieren, von Messungen während der Totenstarre wird dagegen abgeraten.<ref name="J+2010:16" /> Nach der Totenstarre lässt sich der Körper aufgrund von erschlafften Bändern leicht überdehnen, so dass die dann gemessene Länge meist größer ist als gleich nach dem Tod.<ref name="M1954:76" /> Die ermittelte Kopf-Rumpf-Länge kann beim wiederholten Messen selbst durch dieselbe Person schwanken. So können bei Mäuseartigen Schwankungen von einigen Millimetern nicht ausgeschlossen werden.<ref name="NK1978:43" />

Teilweise wird die Kopf-Rumpf-Länge von der gemessenen Gesamtlänge abgezogen, um die Schwanzlänge zu ermitteln.<ref name="NK1978:46" /> Bei Fischen wird die Standardlänge benutzt, um die Länge eines Fisches vom vordersten Ende des Tieres bis zur Basis der Schwanzflosse anzugeben. Die Pferdelänge ist ein Längenmaß, das rund 2,40 m entspricht.<ref name="Daily Racing">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Glossary of Horse Racing Terms "length".] In: Daily Racing Form. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 26. November 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Literatur

  • Doris Freudig, Rolf Sauermost (Hrsg.): Lexikon der Biologie. Band 12: Reso bis Sim. Spektrum Akademischer Verlag (Elsevier), Heidelberg 2003, ISBN 3-8274-0337-5.
  • Martin Görner, Hans Hackethal: Säugetiere Europas: Beobachten und bestimmen. Ferdinand Enke/Deutscher Taschenbuch-Verlag, Stuttgart/München 1988, ISBN 3-432-96461-7 (Lizenzausgabe).
  • Joachim Jenrich, Paul-Walter Löhr, Franz Müller: Kleinsäuger: Körper- und Schädelmerkmale. Ökologie. Michael Imhof, Fulda 2010, ISBN 978-3-86568-147-8.
  • Erna Mohr: Die freilebenden Nagetiere Deutschlands und der Nachbarländer. 3. Auflage. VEB Gustav Fischer, Jena 1954.
  • Jochen Niethammer, Franz Krapp (Hrsg.): Handbuch der Säugetiere Europas. Band 1: Nagetiere I. Akademische Verlagsgesellschaft, Wiesbaden 1978, ISBN 3-400-00458-8.
  • Matthias Schaefer: Brohmer: Fauna von Deutschland. 21. Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2002, ISBN 3-494-01326-8.

Siehe auch

Anmerkungen

<references> <ref name="GH1988:12f">Görner und Hackethal, 1988 (S. 12–13)</ref> <ref name="J+2010:16">Jenrich und Mitarbeiter, 2010 (S. 16)</ref> <ref name="M1954:73">Mohr, 1954 (S. 73)</ref> <ref name="M1954:73f">Mohr, 1954 (S. 73–74)</ref> <ref name="M1954:76">Mohr, 1954 (S. 76)</ref> <ref name="NK1978:43">Niethammer und Krapp, 1978 (S. 43)</ref> <ref name="NK1978:46">Niethammer und Krapp, 1978 (S. 46)</ref> <ref name="S2002:i">Schaefer, 2002 (S. I)</ref> </references>