Konzentration (Psychologie)
Konzentration ist die willentliche Fokussierung der Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Tätigkeit, das Erreichen eines kurzfristig erreichbaren Ziels oder das Lösen einer gestellten Aufgabe.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 29. August 2017 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Die Konzentration gilt als Maß für die Intensität und Dauer der Aufmerksamkeit.
In der Alltagssprache wird „Konzentration“ in der Regel als die Fähigkeit verstanden, die eigene Konzentration über einen bestimmten Zeitraum hinweg gezielt auf einen Gegenstand, eine Tätigkeit oder eine Aufgabe zu richten und konkurrierende Reize möglichst auszublenden. Formulierungen wie „Konzentrier dich!“ oder „Ich kann mich heute nicht konzentrieren“ verweisen entsprechend auf die Fähigkeit zur willentlichen Fokussierung der Aufmerksamkeit, also darauf, Störreize zu unterdrücken und die geistigen Ressourcen auf ein begrenztes Aufmerksamkeitsfeld zu bündeln.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
In der Psychologie wird Konzentration als eine der zentralen kognitiven Basisfunktionen betrachtet. Im Rahmen der klinischen Diagnostik, der Neuropsychologie, der Pädagogik sowie der Eignungsdiagnostik findet eine systematische Erfassung statt. Der Terminus Konzentrationsstörung ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Störungen, die die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigen. Störende Nebengedanken können dabei nicht ausgeblendet werden.vorkommen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>
In der Neurologie bezeichnet Konzentration die fokussierte Aufmerksamkeit auf eine spezifische Aufgabe. Dieser Vorgang ist komplex und das Resultat eines Zusammenspiels unterschiedlicher Gehirnregionen. Der präfrontale Cortex nimmt dabei eine besondere Funktion als sogenannte Steuerungszentrale ein. Der präfrontale Cortex erüllt die Funktion, der Selbstkontrolle<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Scinexx Das Wissensmagazin ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)</ref>, bei Entscheidungen zu helfen, Verhalten zu planen und Ablenkungen zu unterdrücken. Zudem sind andere Areale involviert, etwa der Parietallappen, der sensorische Reize im Raum filtert, oder das limbische System, in dem Motivation und Emotionen verarbeitet werden.<ref>Claudia: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 13. Oktober 2025 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
Fokussierung bedeutet, dass für eine gewisse Zeit auf das momentan Ausgeübte oder Empfundene geachtet wird, je nach Aufgabe auch auf Kommendes. Beim Zeichnen einer Linie, die einen Punkt berühren soll, schauen die Augen bereits auf den Punkt, während die Linie gezogen wird.<ref>Hans W. Hunziker: Visuelle Informationsaufnahme und Intelligenz: Eine Untersuchung über die Augenfixationen beim Problemlösen. In: Schweizerische Zeitschrift für Psychologie und ihre Anwendungen. 29, Nr. 1/2, 1970.</ref>
Konzentration erfordert geistige Anstrengung und lässt mit der Zeit nach. Daher versteht man unter Konzentration das relativ lange andauernde Aufrechterhalten eines Aufmerksamkeitsniveaus.
Der Begriff Konzentrationsstörung, auch Konzentrationsschwäche, bezeichnet eine Schwäche oder Beeinträchtigung der Fähigkeit, seine Konzentration (Gedanken) z. B. auf eine Tätigkeit gerichtet zu halten. Störende Nebengedanken können nicht ausgeblendet werden. Konzentrationsstörungen können bei Überforderung, Ermüdung, exzessivem Kaffeegenuss, aufwühlenden Erlebnissen, Schizophrenien, Manie, Hirnkrankheiten, Intoxikationen vorkommen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>
Einflussfaktoren
Die Konzentrationsfähigkeit eines Menschen wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, die in enger Wechselwirkung miteinander stehen. Ein zentraler Aspekt ist der emotionale Zustand: Befindet man sich in einer positiven Stimmung, gelingt es in der Regel leichter, konzentriert zu bleiben. Negative Emotionen können die Aufmerksamkeit hingegen deutlich mindern.<ref name=":0">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 1. Januar 1970 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Auch der physische Zustand, zu dem sowohl die allgemeine Gesundheit als auch das individuelle Temperament<ref name=":0" /><ref name=":1">Sabine Gessenich: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 25. Mai 2017 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> zählen, spielt eine entscheidende Rolle. Zusätzlich können motorische Aktivierung und Training die geistige Leistungsbereitschaft fördern.<ref>H. Budde, C. Voelcker-Rehage, S. Pietraßyk-Kendziorra, P. Ribeiro, G. Tidow: Acute coordinative exercise improves attentional performance in adolescents. In: Neuroscience Letters. 441, 2008, S. 219–223.</ref> Darüber hinaus haben auch die Umgebungsbedingungen und das Lernumfeld – etwa mediale Einflüsse – wesentlichen Einfluss auf die Konzentration.<ref name=":1" /><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 20. Januar 2022 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Ebenso ist bekannt, dass sich Ernährung<ref name=":1" /> und Schlaf<ref name=":1" /> auf die geistige Leistungsfähigkeit auswirken. All diese Faktoren stehen in einem komplexen Zusammenspiel und beeinflussen sich wechselseitig.
Messung
Die Messung der Konzentration erfolgt apparativ mithilfe verschiedener Konzentrationsprüfgeräte, auch Konzentrationstests genannt, welche allgemein als Leistungstests klassifiziert werden. Bei diesen Tests werden den Versuchspersonen über einen längeren Zeitraum hinweg wiederholt akustische oder optische Reize dargeboten, auf die sie reagieren sollen. Die Verfahren wurden theoretisch als von Intelligenz und verbalen Fähigkeiten unabhängig konzipiert. Eine Einteilung kann nach Aufgabentyp und Reaktionsart vorgenommen werden. Es lassen sich drei Gruppen unterscheiden: Additionsaufgaben (z. B. Konzentrations-Leistungs-Test KLT, Pauli-Test, Konzentrations-Belastungs-Test KBT), Durchstreichtests (z. B. d2) sowie Selektions- und Sortieraufgaben (z. B. Konzentrations-Verlaufstest KVT).<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
Die Messung erfolgt ebenfalls mit Hilfe standardisierter psychologischer Tests (Aufmerksamkeits-Belastungs-Tests), die die Fähigkeit abbilden, bestimmte Aufgaben über eine bestimmte Zeit hinweg durchzuführen. Die Auswertung erfolgt nach Menge der bewältigten Aufgaben und Anzahl der Fehler, die gemacht wurden.<ref>C. Hagemeister, K. Westhoff: Konzentrationsdiagnostik. In: L. Hornke, M. Amelang, M. Kersting: Enzyklopädie der Psychologie. (= Psychologische Diagnostik. Band 3: Leistungs-, Intelligenz- und Verhaltensdiagnostik). Hogrefe, Göttingen 2011, ISBN 978-3-8017-1526-7, S. 51–96.</ref>
Förderung der Konzentration
Für die Verbesserung und Aufrechterhaltung der Konzentrationsfähigkeit sind verschiedene Faktoren von Bedeutung, die sowohl den Körper als auch den Geist ansprechen. Eine signifikante Rolle nimmt dabei eine ausgewogene Ernährung ein, die den Bedarf an Omega-3-Fettsäuren sowie essenziellen Vitaminen, insbesondere den Vitaminen der B-Gruppe<ref>• 5 Minuten Lesezeit: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 5. Juli 2022 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>, deckt. Darüber hinaus können gezielte Konzentrationsübungen, wie etwa Meditation oder Konzentrationsspiele<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 1. Januar 1970 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>, sowohl in Einzelarbeit als auch in Gruppen, die geistige Fokussierung nachhaltig fördern. Auch ausreichend Erholung trägt entscheidend zur Konzentrationsfähigkeit bei. Es konnte gezeigt werden, dass ein kurzer Tagschlaf von etwa 10 bis 30 Minuten das Leistungsvermögen erhöht und die Aufmerksamkeitsspanne verlängert. Ergänzend dazu haben verschiedene Entspannungsverfahren, wie etwa Autogenes Training, Yoga, Progressive Muskelentspannung oder ausreichend Schlaf, einen positiven Einfluss auf die geistige Klarheit. Darüber hinaus konnte ein nachweislich positiver Einfluss von moderater Ausdauersport auf die Stimmung und damit auch auf die Konzentration beobachtet werden. Ein stabiler Glukosespiegel begünstigt die kognitive Leistungsfähigkeit, während ein zu niedriger Glukosewert die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigen kann. Schließlich trägt auch die Beseitigung von Ablenkungen und Störfaktoren<ref>• 5 Minuten Lesezeit: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 5. Juli 2022 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> entscheidend dazu bei, den Fokus zu bewahren und die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche zu richten.
Literatur
- C. Hagemeister, K. Westhoff: Konzentrationsdiagnostik. In: L. Hornke, M. Amelang, M. Kersting: Enzyklopädie der Psychologie. (= Psychologische Diagnostik. Band 3: Leistungs-, Intelligenz- und Verhaltensdiagnostik). Hogrefe, Göttingen 2011, ISBN 978-3-8017-1526-7
- Wolfgang Frank: Psychiatrie. 15. Auflage. Elsevier, Urban & Fischer Verlag, 2012, ISBN 978-3-437-59602-5
Siehe auch
Weblinks
- Online-Lexikon für Psychologie & Pädagogik
- zeit.de: Wie bleibt man konzentriert? Ein Besuch im Londoner Aufmerksamkeitslabor
- zeit.de: Immer mehr, immer schneller, alles zugleich – der Alltag zehrt an unserer Aufmerksamkeit
Einzelnachweise
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