Konary (Przeworno)
| Konary | ||||||
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| Vorlage:Platzhalterbild Hilfe zu Wappen |
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| Basisdaten | ||||||
| Staat: | Datei:Flag of Poland.svg Polen
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| Woiwodschaft: | Niederschlesien | |||||
| Powiat: | Strzelin | |||||
| Gmina: | Przeworno | |||||
| Geographische Lage: | 50° 39′ N, 17° 9′ O
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| Einwohner: | 222 (2011) | |||||
| Kfz-Kennzeichen: | DST | |||||
Konary [<templatestyles src="IPA/styles.css" />] (deutsch Kunern) ist ein Ort in der Landgemeinde Przeworno im Powiat Strzeliński der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Es liegt etwa neun Kilometer nordöstlich von Ziębice (Münsterberg).
Geschichte
Kunern gehörte zum Herzogtum Münsterberg, das 1336 unter König Johann von Luxemburg unter böhmische Lehenshoheit gelangte, die im selben Jahr von Bolko II. von Münsterberg im Vertrag von Straubing anerkannt wurde. Bereits ein Jahr vorher hatte der polnische König im Vertrag von Trentschin auf Schlesien verzichtet. Der Ort war alter Stammsitz des Adelsgeschlechts Sebottendorf (1374 dort erstmals erwähnt), 1548 wurde der Besitz zu zwei Anteilen neu geordnet.
- Anteil kam 1656 an den Kaiserlichen Kapitänleutnant Flaschke, 1683 an das Adelsgeschlecht Seidlitz, 1696 an die von Landskron und 1709 schließlich wieder an die Familie von Sebottendorf.
- Anteil blieb bis 1654 bei den Sebottendorfs, um über die Rapazky von Rapaz, Schimonsky, Nimptsch, Hoberg und Kottulinsky 1712 ebenfalls wieder an die Familie Sebottendorf zu kommen.
Der Fürstbischöfliche Regierungsrat Abraham Friedrich von Sebottendorf verkaufte ganz Kuhnern 1721 an Johann Ernst von Lohenstein, welcher es schließlich 1737 an seinen Schwiegersohn Palle Max von Gaffron und Oberstradam (* 12. August 1714 in Schleswig) veräußerte.<ref>Besitzerfolge nach: Friedrich Albert Zimmermann: Beyträge zur Beschreibung von Schlesien, Band 4, Brieg 1785, S. 63–65</ref> Dessen Nachfahre Hermann von Gaffron (1797–1870) wurde 1840 in den preußischen Freiherrenstand mit dem Prädikat Gaffron-Kunern erhoben. Nachdem dessen Sohn Theodor von Gaffron-Kunern Kunern 1882 an das Haus Sachsen-Weimar verkaufte, verloren die Nachfahren den Freiherrentitel. Kunern blieb dann bis 1945 im Besitz bürgerlicher Familien. Das letzte Herrenhaus in Kunern wurde im 18. Jahrhundert durch die Familien Gaffron und Lohenstein umgebaut. Es brannte am 13. Dezember 1921 nieder und wurde bald danach wieder aufgebaut. Nach Kriegsende 1945 verfiel es. Später wurde es umfassend renoviert. Seit 1979 steht es unter Denkmalschutz.
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg fiel Kunern mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. Die alten Verwaltungsstrukturen wurden aufgelöst und Kunern in den Kreis Münsterberg eingegliedert, mit dem es bis zu seiner Auflösung 1932 verbunden blieb. Die Gemeinde kam am 1. Oktober 1932 an den Landkreis Strehlen. Bis 1945 gehörte Kunern zum Regierungsbezirk Breslau in der Provinz Schlesien.
Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Kunern mit dem größten Teil Schlesiens 1945 zur Verwaltung an Polen. Nachfolgend wurde es durch die polnische Administration in Konary umbenannt. Die deutschen Einwohner wurden, soweit sie nicht vorher geflohen waren, vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war.
Anschließend gehörte Konary bis 1975 Woiwodschaft Breslau, danach bis 1998 zur Woiwodschaft Wałbrzych. 1999 wurde es der Woiwodschaft Niederschlesien eingegliedert.
Einwohner
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1785 | 208 |
| 1840 | 312 (davon 32 katholisch) |
| 1901 | 258 |
| 1913 | 209 |
| 1941 | 385 |
Kirche
Kunern gehörte zur evangelischen Kirche in Schreibendorf. Die wenigen katholischen Einwohner gehörten zur Kirche in Berzdorf.
Sehenswürdigkeiten
Unter Denkmalschutz stehen:
- Schlossanlage, bestehend aus dem Schloss (von 1744 bis 1756, 1812 und 1922) und dem Park aus dem ersten Viertel des 19. Jahrhunderts
- Getreidespeicher von 1763 mit Wappenkartusche
Persönlichkeiten
- Bernhard Stull (1865–1918), katholischer Geistlicher und Politiker
Weblinks
- Herrenhaus in Konary (Kunern)
- Wappen des Palle Max von Gaffron und Oberstradam und seiner ersten Ehefrau Juliane Elisabeth von Lohenstein Es stammt aus dem Jahr 1736 und befindet sich am Herrenhaus in Konary.
- Wappen des Palle Max von Gaffron und Oberstradam und seiner zweiten Ehefrau Johanna Henriette Freiin von Trach aus dem Hause Pommerwitz Es stammt aus dem Jahr 1763 und befindet sich an einem ehemaligen Getreidespeicher in Konary.
Einzelnachweise
<references />