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Kolabäume

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Kolabäume
Datei:Cola acuminata - Köhler–s Medizinal-Pflanzen-190.jpg

Cola acuminata, Illustration mit Balgfrucht und Kolanüssen (Kotyledonen)

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Malvenartige (Malvales)
Familie: Malvengewächse (Malvaceae)
Unterfamilie: Sterkuliengewächse (Sterculioideae)
Gattung: Kolabäume
Wissenschaftlicher Name
Cola
Schott & Endl.
Datei:Cola acuminata - Köhler–s Medizinal-Pflanzen-183.jpg
Illustration mit Blüten von Cola acuminata
Datei:Cola acuminata-masc-fem.jpg
Blütenstand von Cola acuminata mit weiblichen und männlichen Blüten
Datei:Cola cordata MS 4691.JPG
Laubblätter und unreife Früchte von Cola cordifolia
Datei:Cola cordifolia MS 2111.jpg
Reife offene Frucht mit Samen Cola cordifolia
Datei:Cola nitida flowers.JPG
Cola nitida mit Blüten
Datei:Fruits of Cola nitida.JPG
Cola nitida mit Früchten

Die Kolabäume (Cola) sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Stinkbaumgewächse (Sterculioideae) innerhalb der Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Sie sind in Afrika südlich der Sahara beheimatet.

Beschreibung

Vegetative Merkmale

Cola-Arten wachsen als meist verzweigte Bäume, die Wuchshöhen von 20 bis 30 Metern erreichen. Die wechselständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattstiele besitzen oft im oberen Bereich einen verdickten Pulvinus; sie können auch an ihrer Basis verdickt sein. Die einfachen Blattspreiten sind handförmig gelappt oder gefingert geteilt.<ref name="FloraZambesiaca1961" />

Generative Merkmale

Die traubigen, rispigen oder bündeligen Blütenstände erscheinen seitenständig an den Ästen oder auch Kauli- oder Ramiflor am Stamm. Die Blütenstiele sind meist gegliedert. Cola-Arten sind meist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch).<ref name="FloraZambesiaca1961" />

Die Blüten sind meist funktional eingeschlechtig oder manchmal zwittrig. Es ist nur ein Hüllblattkreis vorhanden, die Kronblätter fehlen. Es sind drei bis sieben, meist vier oder fünf kronblattähnliche, petaloide Kelchblätter vorhanden.<ref name="FloraZambesiaca1961" /> Es sind fünf bis zwanzig Staubblätter vorhanden, öfters ist ein Androgynophor ausgebildet. Die oberständigen, genäherten, bis zu zehn Fruchtblätter sind frei. Die Narbe ist mehrlappig.

Es werden mehrsamige Balgfrüchte gebildet. Die Samen besitzen teils eine fleischige Samenschale (Arillus, Sarkotesta). Die Samen enthalten kein Endosperm und der Embryo besitzt meist zwei,<ref name="FloraZambesiaca1961" /> selten bis zu sieben Keimblätter (Kotyledonen). So viele Keimblätter sind selten, mehr als zwei besitzt z. B. auch Idiospermum australiense.

Vorkommen

Alle Cola-Arten stammen aus Afrika südlich der Sahara (Subsahara) und erreichen Madagaskar nicht.<ref name="Malvaceae-Website" /> Wenige Arten werden in den ganzen Tropen kultiviert; bedeutendste Anbauländer sind dabei Brasilien, Nigeria und die Westindischen Inseln.

Das Zentrum der Artenvielfalt der Gattung Cola liegt in den „Guinea-Congolian“ Regenwäldern West- und Zentralafrikas. Aber es gibt auch Arten in den sie umgebenden tropischen laubwerfenden Wäldern. Und es gibt ein zweites Zentrum der Artenvielfalt entlang der Ostafrikanischen Küste.<ref name="Malvaceae-Website" />

Systematik

Die Gattung Cola wurde 1832 durch Heinrich Wilhelm Schott und Stephan Ladislaus Endlicher in Meletemata Botanica, Seite 33 aufgestellt. Typusart ist Cola acuminata <templatestyles src="Person/styles.css" />(P.Beauv.) Schott & Endl.<ref name="Tropicos" /> Synonyme von Cola <templatestyles src="Person/styles.css" />Schott & Endl. sind: Bichea <templatestyles src="Person/styles.css" />Stokes, Chlamydocola <templatestyles src="Person/styles.css" />(K.Schum.) Bodard, Colaria <templatestyles src="Person/styles.css" />Rafin., Courtenia <templatestyles src="Person/styles.css" />R.Br., Edwardia <templatestyles src="Person/styles.css" />Rafin., Ingonia <templatestyles src="Person/styles.css" />Pierre ex Bodard, Lunanea <templatestyles src="Person/styles.css" />DC., Lunanaea <templatestyles src="Person/styles.css" />Endl. orthographische Variante von Lunanea <templatestyles src="Person/styles.css" />DC., Siphoniopsis <templatestyles src="Person/styles.css" />Karst.<ref name="Malvaceae-Website" />

Die Zahl der Arten in der Gattung Cola wird kontrovers diskutiert: weniger als 100 bis etwa 125 Arten. In African Flowering Plant Database<ref name="AfricanFloweringPlantDb">African Flowering Plant Database</ref> gelten 103 als akzeptiert und weitere sechs Arten, deren Status unklar ist. Manchmal wird eine Gattung Chlamydocola mit zwei Arten ausgegliedert. Von einigen Arten ist nur wenig bekannt, beispielsweise kennt man Cola buesgenii nur von der Typusaufsammlung.<ref name="Malvaceae-Website" />

Die Gattung Cola kann in eine Untergattung Cola (Syn.: Eucola oder Autocola, Schizocola, Chlamydocola, Haplocola, Cheirocola, Protocola, Anomocola) aufgeteilt werden und die Untergattung Cola gliedert man in zwei Sektionen.<ref name="Malvaceae-Website" />

Als gesicherte gültige Arten gelten:<ref name="Malvaceae-Website" />

Verwendung

Zwei Arten der Sektion Cola, Cola nitida und Cola acuminata, werden extensiv angebaut, um ihre koffein- und theobrominhaltigen Früchte, die sogenannten Kolanüsse, zu ernten.<ref name="Malvaceae-Website" />

In Westafrika werden die Kolanüsse gekaut. Früher dienten die Kolanüsse als Geschmacksgeber für Cola-Getränke, sie wurden ursprünglich auch zur Herstellung von Coca-Cola verwendet; dies ist heutzutage jedoch unüblich. Von den Früchten der anderen Arten der Sektion Cola, Cola ballayi, Cola verticillata und Cola sphaerocarpa, wird ebenfalls angegeben, sie seien essbar.<ref name="Malvaceae-Website" />

Quellen

  • H. Wild: Sterculiaceae in der Flora Zambesiaca, Volume 1, 1961: Cola - Online.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Tropicos"> Cola bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Malvaceae-Website"> Stewart Robert Hinsley: Eintrag bei der Malvaceae-Website, 2010. </ref> <ref name="FloraZambesiaca1961"> H. Wild: Sterculiaceae in der Flora Zambesiaca, Volume 1, 1961: Cola - Online. </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Kolabäume (Cola) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Kolabaum – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Cola. In: U. Brunken, M. Schmidt, S. Dressler, T. Janssen, A. Thiombiano, G. Zizka: West African plants – A Photo Guide. Forschungsinstitut Senckenberg, Frankfurt am Main 2008.