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Klause (Wasserbau)

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(Weitergeleitet von Kluse (Wehr))
Datei:Weichselboden - Prescenyklause.JPG
Prescenyklause an der Salza; errichtet in den 1840er Jahren

Als Klause, Floßsee, regional auch Kluse, Schwallung oder Woog, am Abfluss eines Sees auch als Seeklause, bezeichnet man ein Wehr, das zum Aufstauen von Gewässern für die Flößerei (regional auch: Trift) errichtet wurde.

Beschreibung

Datei:KlauseLeinbach.JPG
Klause an einem südlichen Zufluss des Leinbachs im Pfälzerwald
Datei:Klause am Kraxenbach.JPG
Klause am Kraxenbach bei Ruhpolding
Datei:Theresienklause Almbachklamm.JPG
Theresienklause in der Almbachklamm

Im Gegensatz zu anderen Wehren oder Staudämmen verfügen Klausen in der Regel über verschließbare Öffnungen, durch die das aufgestaute Wasser gezielt abgelassen werden kann.

Wenn die Flößer im Staubecken, gegebenenfalls auch zusätzlich entlang des Unterlaufs, genügend gefällte Baumstämme oder Schnitt- oder Scheitholz angesammelt hatten, öffnete der Klausmeister den Verschluss der Klause und ließ das gestaute Wasser einschließlich des Holzes ab. Mit dem künstlichen „Hochwasser“ wurde das Holz über weite Strecken mitgeschwemmt und von den Flößern geführt, ehe man es an einer Landestelle aus dem Wasser holte.

Auch natürliche Seen wurden durch eine Klause am Seeabfluss aufgestaut, um gezielt große Wassermengen für den Holztransport ablassen zu können. Bei einigen Bergseen wurde im Auslauf ein tiefer Graben gezogen und durch ein Stauwerk verbaut.<ref>Max Scheifele: Die Murgschifferschaft. Geschichte des Floßhandels, des Waldes und der Holzindustrie im Murgtal (mit Beiträgen von Casimir Katz und Eckart Wolf). 2. Auflage, Katz, Gernsbach 1995, ISBN 3-925825-20-7, S. 277 f.</ref>

Klausen waren vom Ende des Mittelalters bis etwa in die 1960er Jahre in Betrieb (z. B. die Erzherzog-Johann-Klause an der Grundache (Tirol) oder die Prescenyklause an der Salza in der Steiermark). Nachdem der technische Fortschritt die meisten Klausen hat überflüssig werden lassen, wurden diese nicht mehr gepflegt und dem Verfall preisgegeben. Heute noch erhaltene Bauwerke stehen oft unter Denkmalschutz oder sind Teil von Freilichtmuseen und Themenwanderwegen.

In manchen Gegenden hat sich die frühere Existenz von Klausen oft in Gewann-Namen niedergeschlagen.

Begriffe

Der Begriff Klause wird auch häufig mit dem gestauten Gewässer gleichgesetzt.

Im Südschwarzwald wird das Synonym Kluse verwendet. Beide Bezeichnungen sind aus dem mittelhochdeutschen Kluse, und damit aus dem lateinischen cl(a)usum (dt. verschließen) abgeleitet. Im Nordschwarzwald lautet die Bezeichnung Schwallung.<ref>Max Scheifele: Aus der Waldgeschichte des Schwarzwaldes. Die Trift von Brenn- und Kohlholz. Wenn Grenzsteine reden. DRW, Stuttgart 2004, ISBN 3-87181-010-X, S. 17.</ref>

Eine Sonderform ist die Schwenzklause, die oberhalb einer Hauptklause angelegt wurde, um diese mit zusätzlichem Wasser zu versorgen und somit die Trift des Holzes zu erleichtern.

Das ungewollte Verlegen eines Gewässers durch Treibholz bezeichnet man heute noch als „Verklausung“. Sie kann leicht zu Hochwasser führen.

Beispiele

Deutschland

Baden-Württemberg

  • Landkreis Rastatt:
  • Landkreis Waldshut:
    • St. Blasien:
      • Menzenschwander Kluse – Reste der früheren Staumauer sind unterhalb der heutigen Kluse noch zu finden. Lage: {{Coordinate{{#ifeq:|y|Simple|Complex}}|NS=47/47/20/N|EW=8/05/29/E|type=waterbody|region=DE-BW|globe=|dim=|elevation=|pop=|lw=|name={{#invoke:Coordinates/kml|kmlTitle|1=Menzenschwander Kluse}}|article=|text=/|sortkey=|tooltip=|tooltipformat=|map=|mapsize=|maplevel=|maptype=|maplabel=|maplayer=|mapcaption=}}{{#if:|{{#switch:5
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Bayern

Rheinland-Pfalz

Österreich

Datei:Weissenbach-Ramsau-Chorinskyklause-1.JPG
Chorinsky-Klause

Slowenien

Datei:Klavže na Idrijci.jpg
Idrijca Klavže in Slowenien

Bei Idrija dienten Klausen dazu, geschlagenes Bauholz zum Abstützen der Bergwerksstollen des dortigen Quecksilberbergwerks per Holztrift in die Stadt zu schaffen. Vier dieser Klausen sind Bestandteil der Welterbestätte Historische Stätten der Quecksilbergewinnung: Almadén und Idrija.

Weblinks

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Einzelnachweise

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