Klostermoor
Klostermoor Gemeinde Rhauderfehn
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| Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1335)&title=Klostermoor 53° 5′ N, 7° 31′ O
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| Höhe: | 8 m ü. NN | |||||
| Fläche: | 24,77 km² | |||||
| Einwohner: | ca. 1335<ref>Einwohnerzahlen der Ortschaft Klostermoor. In: Webauftritt. Rhauderfehn, abgerufen im September 2025.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 54 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1973 | |||||
| Postleitzahl: | 26817 | |||||
| Vorwahlen: | 04952, 04967 | |||||
Lage der Gemeinde Rhauderfehn im Landkreis Leer
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Klostermoor ist seit der Verwaltungs- und Gebietsreform vom 1. Januar 1973 ein Ortsteil der ostfriesischen Gemeinde Rhauderfehn.<ref name=":0" /> Mit einer Ausdehnung von 24,77 Quadratkilometern ist er der flächengrößte der Kommune. In Klostermoor befindet sich der südlichste Punkt der Gemeinde und damit auch Ostfrieslands.<ref name=":0" /> Die Reihen- und auch Streusiedlung liegt gut sechs Kilometer östlich von Papenburg im Zentrum eines Gebietes aus Erd-Hochmoor.<ref name="obio">Ortschronisten der Ostfriesischen Landschaft: Klostermoor, Gemeinde Rhauderfehn, Landkreis Leer (PDF; 22 kB), eingesehen am 20. Januar 2013.</ref>
Geschichte
Das Gebiet der heutigen Gemarkung war während des Mittelalters im Besitz der Johanniterkommende Langholt, die das Gebiet in Eigenregie urbar machen wollte. Dieser Plan scheiterte jedoch. Grund dafür war die unzureichende Erschließung der weiten Moorgebiete. Auch die Anlage des nahegelegenen Rhauderfehns behinderte den Landesausbau im Bereich des Klostermoors.<ref name=":0">Klostermoor // Gemeinde Rhauderfehn. Abgerufen am 16. März 2021.</ref> Dies änderte sich erst, als Westrhauderfehn im 19. Jahrhundert an den Rand des Klostermoores heranwuchs. Danach begann die langsame Besiedelung des Areals. Diese blieb zunächst auf die Grenzbereiche zu Westrhauderfehn beschränkt,<ref name=":0" /> in denen Ansätze einer Infrastruktur vorhanden waren. 1897 wurde die Siedlung erstmals unter ihrem heutigen Namen amtlich verzeichnet.<ref name="obio" />
In der Zeit des Nationalsozialismus gab es in Klostermoor ein Gemeinschaftslager, ein Arbeits- bzw. Gemeinschaftslager sowie ein Kriegsgefangenenlager mit 230 Insassen. Diese waren größtenteils Niederländer<ref name="obio" /> und mussten im Torfwerk Klostermoor arbeiten.<ref>Günter Heuzeroth, Zentrum für Pädagogische Berufspraxis Oldenburg: Ausländische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und die Lager in Ostfriesland, in den Landkreisen Wittmund, Aurich und Leer sowie der kreisfreien Stadt Emden : Ereignisse, Augenzeugenberichte und Dokumente ; eine Spurensicherung. Dr.- und Verl.-Cooperative, Osnabrück 1995, ISBN 3-925713-16-6, S. 148.</ref>
Nach dem Zweiten Weltkrieg ließen sich auch in Klostermoor Flüchtlinge und Vertriebene aus den Ostgebieten des Deutschen Reiches nieder. 1946 lag ihr Anteil an den Einwohnern bei 9,1 Prozent. Bis 1950 stieg ihr Anteil 10,9 Prozent, was 71 Bewohnern entspricht.<ref name="obio" />
Einen großen Schub in seiner Entwicklung erhielt Klostermoor nach der Verabschiedung des Emslandplanes am 5. Mai 1950.<ref name=":0" /> In der Folge entstanden „in der einst öden Weite des Klostermoores zahlreiche Vollbauernstellen und Anfang der 60er Jahre auch eine in sich geschlossene Wohnsiedlung mit Schule und Kindergarten.“<ref name=":0" /> Das hatte große Auswirkungen auf die Einwohnerzahl. 1945 lebten knapp 400 Einwohner in Klostermoor. Bis 1973 verdreifachte sich diese Zahl nahezu auf 1162 Einwohnern. Durch die weitere Erschließung von Wohngebieten hat Klostermoor inzwischen 1335 Bewohner.<ref name=":0" />
Einwohnerentwicklung
| Jahr | Einwohnerzahl<ref name="obio" /> |
|---|---|
| 1871 | 19 |
| 1885 | 45 |
| 1905 | 95 |
| 1925 | 244 |
| 1933 | 379 |
| 1939 | 520 |
| 1946 | 638 |
| 1950 | 650 |
| 1956 | 620 |
| 1961 | 780 |
| 1970 | 1162 |
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Backemoor | Burlage | Collinghorst | Holte | Klostermoor | Langholt | Rhaude | Rhaudermoor | Schatteburg | Westrhauderfehn