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Eiblättriges Tännelkraut

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Kickxia spuria)

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Eiblättriges Tännelkraut
Datei:Kickxia spuria sl51.jpg

Eiblättriges Tännelkraut (Kickxia spuria)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Wegerichgewächse (Plantaginaceae)
Gattung: Tännelkräuter (Kickxia)
Art: Eiblättriges Tännelkraut
Wissenschaftlicher Name
Kickxia spuria
(L.) Dumort.

Das Eiblättrige Tännelkraut (Kickxia spuria), auch Eiblättriges Schlangenmaul, Eiblättriges Leinkraut, Unechtes Tännelkraut oder Ehrenbreissweible<ref>Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, Seite 35, online.</ref> genannt, ist ein Angehöriger der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Für den wissenschaftlichen Namen bestehen die Synonyme Antirrhinum spurium und Linaria spuria.

Beschreibung

Datei:Kickxia spuria sl2.jpg
Zweig mit Blüten
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Die Blüte weist einen gekrümmten Sporn auf, die Kronenoberlippe ist schwarzviolett.
Datei:Kickxia spuria sl42.jpg
Die Frucht ist eine Kapsel, die sich mit zwei Deckeln öffnet.
Datei:Kickxia spuria sl43.jpg
Samen

Die einjährige krautige Pflanze erreicht meist Wuchshöhen von 5 bis 15 cm bzw. eine Länge von 10 bis 30 cm. Der Stängel wächst anfangs meist aufrecht, ist bald aber niederliegend verzweigt. Er ist fädlich und mehr oder weniger langhaarig-drüsig.

Die Laubblätter sind eiförmig-rundlich, haben einen abgerundeten Grund und sind wie der Stängel drüsen- und lang weichhaarig. Selten sind sie gezähnt und schwach spießförmig.

Die Blütenstiele sind langhaarig-zottig. Die Blüten sitzen einzeln in den Blattachseln und sind lang gestielt. Die Krone besitzt mit Sporn eine Länge von etwa 10 bis 13 mm und ist hellgelb gefärbt. Die Oberlippe ist innen schwarzviolett. Der Sporn ist gebogen und stumpflich.

Die Frucht ist eine Porenkapsel<ref name="Jagel, unterladstetter">Armin Jagel, Volker Unterladstetter: Kickxia elatine und K. spuria - Spießblättriges und Eiblättriges Tännelkraut (Plantaginaceae) in Nordrhein-Westfalen. Pflanzenporträt des Bochumer Botanischen Vereins (PDF 9,1 MB)</ref>.

Das Eiblättrige Tännelkraut blüht vorwiegend von Juli bis September.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.<ref name="Oberdorfer2001" />

Standortansprüche und Verbreitung

Das Eiblättrige Tännelkraut wächst in Getreide- und Stoppelfeldern sowie auf Brachen. Es bevorzugt mäßig-frischen, nährstoff- und basenreichen, kalkarmen und -reichen, wenig humosen, sandigen oder reinen Ton- und Lehmboden. Es ist ein Lehmzeiger und ausgesprochen wärmeliebend. Es ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Kickxietum spuriae aus dem Verband Caucalidion lappulae.<ref name="Oberdorfer2001" /> Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3w (mäßig feucht aber mäßig wechselnd), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Kickxia spuria kommt von Südeuropa bis in den Kaukasus und Westasien vor. In Mittelasien und Mitteleuropa ist es verschleppt eingebürgert. Es ist ein submediterran-subatlantisches Florenelement.

In Österreich ist es im pannonischen Gebiet selten, sonst sehr selten vorkommend. In der Schweiz ist es im nördlichen und nordwestlichen Teil zerstreut aufzufinden.<ref name="InfoFlora" />

Das Eiblättrige Tännelkraut kommt in der Mitte und im Südwesten Deutschlands zerstreut vor. Darüber hinaus fehlt es meist.

Taxonomie und Systematik

Das Eiblättrige Tännelkraut wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum Band 2 Seite 613 als Antirrhinum spurium erstbeschrieben. Die Art wurde 1827 von Barthélemy Charles Joseph Dumortier in Florula belgica, opera majoris prodromus Seite 35 als Kickxia spuria <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Dumort. in die Gattung Kickxia gestellt.

Man kann folgende Unterarten unterscheiden<ref name="Euro+Med" />:

  • Kickxia spuria <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Dumort. subsp. spuria
  • Kickxia spuria subsp. integrifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />(Brot.) R. Fern.: Sie kommt auf den Azoren, in Süd- und Südosteuropa sowie in der Türkei vor.<ref name="Euro+Med" />

Literatur

  • Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz. Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3364-4.
  • Wolfgang Adler, Karl Oswald, Raimund Fischer: Exkursionsflora von Österreich. Hrsg.: Manfred A. Fischer. Ulmer, Stuttgart/Wien 1994, ISBN 3-8001-3461-6.
  • August Binz, Christian Heitz: Schul- und Exkursionsflora für die Schweiz, Schwabe & Co. AG, Basel, 1986, ISBN 3-7965-0832-4
  • Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora, Ulmer Verlag, Stuttgart, 1990, ISBN 3-8001-3454-3
  • Christian August Friedrich Garcke: Illustrierte Flora, 1972, Verlag Paul Parey, ISBN 3-489-68034-0

Einzelnachweise

<references> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="Euro+Med"> Karol Marhold, 2011: Scrophulariaceae: Datenblatt Kickxia spuria In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.</ref> <ref name="InfoFlora">Kickxia spuria (L.) Dumort. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> </references>

Weblinks