Spießblättriges Tännelkraut
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| Spießblättriges Tännelkraut | ||||||||||||
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| Datei:Kickxia elatine sl42.jpg
Spießblättriges Tännelkraut (Kickxia elatine) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Kickxia elatine | ||||||||||||
| (L.) Dumort. |
Das Spießblättrige Tännelkraut (Kickxia elatine),<ref name="FloraWeb" /> auch Echtes Tännelkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Tännelkräuter (Kickxia) innerhalb der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae).
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Das Spießblättrige Tännelkraut wächst als einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 3 bis 10 Zentimetern. Der 20 bis 40 Zentimeter lange, fädige etwas kantige, drüsig abstehend behaarte<ref name="FloraWeb" /> Stängel wächst anfangs meist aufrecht, ist bald aber niederliegend verzweigt. Die oberirdischen Pflanzenteile sind mehr oder weniger lang drüsig behaart.
Die hauptsächlich wechselständig, nur im unteren Bereich gegenständig angeordneten Laubblätter sind in kurzen Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist nur kurz.<ref name="FloraWeb" /> Die Blattspreiten der mittleren Laubblätter sind am Grund spieß-, die oberen pfeilförmig, die untersten sind manchmal am Grund gerundet.
Generative Merkmale
Die Blütezeit liegt vorwiegend in den Monaten von Juli bis September. Die Blüten stehen einzeln in den Blattachseln. Die relativ langen Blütenstiele sind mehr oder weniger kahl.<ref name="FloraWeb" />
Die zwittrigen Blüten sind zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist ungleich fünfzipfelig. Die hellgelbe Krone ist behaart und mit Sporn etwa 8 bis 11 Millimeter lang. Die Oberlippe ist innen violett. Die Unterlippe ist samtig und dunkler gelb gefärbt. Der Sporn ist gerade<ref name="FloraWeb" /> und spitz.
Die kugelige<ref name="FloraWeb" /> Kapselfrucht öffnet sich bei Reife mit Poren<ref name="Jagel2018" />.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36, seltener 18.<ref name="Oberdorfer2001" />
Ökologie
Beim Spießblättrigen Tännelkraut handelt es sich um einen Therophyten.<ref name="FloraWeb" /> Blütenökologisch handelt es sich um eine Maskenblume.<ref name="FloraWeb" />
Vorkommen
Kickxia elatine ist in Südeuropa, Südosteuropa und von Nordwestafrika bis Westasien verbreitet. In Österreich kommt das Spießblättrige Tännelkraut im pannonischen Gebiet zerstreut, ansonsten sehr selten vor. In der Schweiz ist es allgemein zerstreut aufzufinden. Das Spießblättrige Tännelkraut kommt in der Mitte Deutschlands zerstreut bis verbreitet vor; ansonsten ist es sehr selten anzutreffen. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3w (feucht aber mäßig wechselnd), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch).<ref name="InfoFlora" />
Das Spießblättrige Tännelkraut wächst in Mitteleuropa in Getreidefeldern. Es ist vor allem in Stoppelfeldern und Brachen verbreitet. Es gedeiht am besten auf mäßig frischen, nährstoff- und basenreichen, oft kalkarmen, sandigen oder reinen Ton- und Lehmböden. Kickxia elatine ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Kickxietum spuriae aus dem Verband Caucalidion lappulae.<ref name="Oberdorfer2001" /> Es ist ein wärmeliebender Lehmzeiger, der bis zu 50 Zentimeter tief wurzelt.
Systematik
Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Namen (Basionym) Antirrhinum elatine durch Carl von Linné in Species Plantarum Band 2 Seite 612–613. Die Neukombination zu Kickxia elatine <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Dumort. wurde 1827 durch Barthélemy Charles Joseph Dumortier in Florula belgica, opera majoris prodromus Seite 35 veröffentlicht. Weitere Synonyme für Kickxia elatine <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Dumort. sind: Elatinoides elatine <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Wettst. und Linaria elatine <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Mill..<ref name="Euro+Med" />
Von Kickxia elatine gibt es zwei Unterarten:<ref name="Euro+Med" />
- Kickxia elatine <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Dumort. subsp. elatine
- Kickxia elatine subsp. sieberi <templatestyles src="Person/styles.css" />(Rchb.) Hayek (Syn.: Kickxia elatine subsp. crinita <templatestyles src="Person/styles.css" />(Mabille) Greuter): Sie kommt auf den Azoren, in Süd-, Mittel- und Südosteuropa sowie in Vorderasien, im nördlichen und östlichen Afrika und auf der Arabischen Halbinsel vor.<ref name="POWO" /> Das Epitheton „sieberi“ ehrt den österreichischen Botaniker Franz Wilhelm Sieber.
Literatur
Einzelnachweise
<references> <ref name="FloraWeb"> Kickxia elatine (L.) Dumort., Spießblättriges Tännelkraut. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="Euro+Med"> Karol Marhold, 2011: Scrophulariaceae.: Datenblatt Kickxia elatine In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="Jagel2018"> Armin Jagel, Volker Unterladstetter: Kickxia elatine und K. spuria - Spießblättriges und Eiblättriges Tännelkraut (Plantaginaceae) in Nordrhein-Westfalen. Pflanzenporträt im Jahrbuch des Bochumer Botanischen Vereins Band 9, 2018, S. 243–251 Volltext-PDF. (PDF 9,1 MB) </ref> <ref name="POWO">Kickxia elatine. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="InfoFlora">Kickxia elatine (L.) Dumort. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> </references>
Weblinks
- Vorlage:BIB
- Spießblättriges Tännelkraut. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
- Thomas Meyer: Tännelkraut Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben).